Frage zur Honigschleuder

  • Wertes Forum,


    zum Thema Honigschleuder ist ja schon eine Menge im Forum geschrieben worden, aber es gibt halt noch immer Feinheiten...


    Ich (Anfänger) habe im Honigraum 2/3 Langstroth. Z.Zt. 6 Völker, mehr als 10 Völker sollen es aber nicht werden. Platzmäßig bin ich ein wenig eingeschränkt, ein 50er Schleuderkessel wäre für mich noch OK. An den 360 Tagen wo nicht geschleudert wird, sollen die Beine demontiert werden und die Schleuder im Regal verschwinden. Gitterfläche (oder besser Lochblechfläche!) mit ca. 29cm, damit ggf. mal die Dadantbruträume im Notfall geschleudert werden können. Aus Kostengründen Handkurbel, Motor kann man ja nachrüsten, auch wenn man dann draufzahlt.


    Ich bin eigentlich bei zwei Herstellern gelandet, Siegerland und Carl Fritz (50er Kessel 4 Waben Tangential). Preislich liegen die beiden ca. 100.- auseinander. Bei der Fritzschleuder soll man angeblich (nach tel. Auskunft beim Hersteller) die Flachwaben im Korb wenden können. Die Korbgröße ist aber so knirsch und knapp bei 2/3 Langstroth, dass ich mich frage, ob das so hinhaut. Bei Siegerland mit Mittelwelle wird es wohl definitiv nicht klappen. Das Wenden im Schleuderkorb scheint mir doch sehr sinnvoll und ökonomisch zu sein, quasi Kaufentscheidend!



    Leider kann ich mir die Schmuckstücke nicht live und in Farbe ansehen. Daher meine Frage: hat jemand entsprechende Erfahrungen?


    Gruß


    Holger

  • Hallo Holger, hoffe ich gehe nicht OT, wenn ich anführe: Es gibt auch verschiedene (!!) ZWEI und DREIWabenschleudern die Dadant BR aufnehmen können. Also ggf. 4 oder 6 Flachrahmen bis 160 mm (teilweise noch größere Taschen bis 34 cm!!).


    Ich werde mich für das PREISWERTESTE Modell entscheiden mit dem ich schon geschleudert habe... nicht das Schleudern braucht Zeit.. das Entdeckeln ist zeitaufwendig.. und man muss ja nicht im Akkord arbeiten? oder doch?


    So lange bis ich nicht über 20 Völker komme.. ist das alles doch SEHR EASY.. und max. 2 mal im Jahr wird geerntet.. finde ich...


    lg manfred

  • Hallo !




    Ja, Wir haben Erfahrung,
    ja mit Siegerland (the first) und Fritz Schleuder.


    Bedenke das die Honigzellen nicht senkrecht auf der Wabe stehen,
    sondern im Stock nach oben geneigt sind (ca. 15°).
    Wenn Du die Wabe entgegengesetzt der Drehrichtung in den Korb stellst,
    kann es vorkommen das schwer zu schleudernder Honig nicht aus den Zellen herausgeschleudert wird.
    Das Drehen der Wabe in der Schleuder geht nur gut wenn Du auch in beide Richtungen schleudern kannst.
    Das geht weder mit der Handschleuder von Siegerland noch mit der von Fritz
    (die haben jeweils in die Gegenrichtung eine Bremse).


    Wir betreiben derzeit die Fritzscheuder auch mit Korb ohne Mittelachse,
    aber mit selbst nachgerüstetem Motor in beide Richtungen !


    Gruß
    der Bienen
    Knecht

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.


  • ..wieder was gelernt! Ich dachte immer sch..egal wie die Waben in der Schleuder stehen. Also doch lieber gleich mit Motor bestellen. Aber meine Frage: geht das mit dem Wenden in den beiden Schleudern bei 2/3 Langstroth?


    Gruß


    Holger

  • Moin,


    ich kaper mal diesen Thread um keinen neuen gleichen Namens eröffnen zu müssen.
    Hat jemand von euch Erfahrungen mit dieser Schleuder:
    http://www.logar-trade.de/p/9-Tlg.-Radialschleuder,-Kessel-52-cm,-Handantrieb/4540&klasid=10053000
    oder kann sagen was das Ding kostet (kosten dürfte) Normalerweise sage ich ja immer wenn kein Preis drann steht ist es meistens so teuer das kein Normalsterblicher es sich leisten kann. Andererseits kommt es aus Slowenien welches natürlich kein Dritte-Welt-Land ist aber ja auch nicht die Kostentrukturen von Deutschland und gar der Schweiz hat. Könnte andererseits natürlich im Umkehrschluß auch heißen das die Qualität nicht so der Burner ist.


    Wegen den angegebenen Maßen (sind ja nur cm und keine Namen angegeben) hab ich mal in dem Buch "Bienenbeuten und Betriebsweisen" nachgeschlagen.
    Da steht das Dadant 1/2 und Dadant Blatt 1/2 Honigraumrähmchen reinpassen müssten (also in dem Buch steht nicht das sie reinpassen sondern die Maße ;) ).


    Nur für die die mich kennen. Ich will jetzt nicht vor Bienen, Beuten usw. als erstes ne dicke Honigschleuder kaufen, sondern mir nur einen Überblick verschaffen und interressante Links für später abspeichern.



    Danke und Gruß Kalli

  • Hallo, Kalli,
    ich habe seit zwei Jahren diese Schleuder (allerdings mit Motor) von Bienenweber. Habe Dadant und bin sehr zufrieden. 9 1/2 Honigwaben radial und mit den Zusatzgittern gehen auch 3 Brutwaben tangential.
    Gruß Ingrid

  • ...Wenn Du die Wabe entgegengesetzt der Drehrichtung in den Korb stellst,
    kann es vorkommen das schwer zu schleudernder Honig nicht aus den Zellen herausgeschleudert wird...


    Hi!
    Ist das Theorie oder Praxiserfahrung?


    Weil in der Theorie wirken bei gleichbleibender Drehzahl die Fliehkräfte exakt radial - und dann dürfte es wurscht sein in welche Richtung die 15° Neigung der Zellen gucken.


    Es sei denn, man will die zusätzlichen Kräfte nutzen, die durch eine beherzte Beschleunigung (oder je nach Ausrichtung der Zellen beim Bremsvorgang) zustande kommen. Aber diesen Moment kann man nach meinem Physikverständnis getrost vernachlässigen und lieber durch eine längere Schleuderung ausgleichen.


    Oder hab ich da ein Denkfehler?


    bisher hatte ich nämlich nie drauf geachtet und hatte das eigentlich auch nicht vor. Auch eben wegen des "IM-Korb-Wendens".

  • Moin,
    ich hab das jetzt ein paar mal bei anderen Anbieter gesehen. Neben der Angabe der Höhe und Breite, bei Dadant Blat 1/2 also jetzt z.B. 43,5 x 16cm, wird auch immer eine "Wabendicke" angegeben.
    Der Anbieter gibt ja an das in die Schleuder alle Rähmchen Höhe von 18 cm und einer Oberleistenlänge von 48 reinpassen. Von der Oberleistenlänge sollten das ja eigentlich alle sein die es gibt. Bei der Höhe passen dann ja z.B. nur Dadant 1/2 usw. rein. DNM hat ja 22,3 und dürfte dementsprechend nicht reingehen.
    Aber bis zu welcher Wabendicke passen denn dort Rähmchen rein? Hab jetzt auf die Schnelle nur die Dicken beim Schweizer Maß gefunden die gibt es ja in 28 und 35mm?
    Eine weitere Frage an den erfahrenen Nutzer dieser Schleuder, wenn man jetzt nen Rähmchen mit nen Oberträger hat der z.B. nur 43,5 cm lang ist... dann fehlen da ja 4,5 cm... wird der dann irgendwie mit Klammern befestigt oder so? Hab bei ein paar Videos im Internetz immer nur gesehen das die die Rähmchen da einfach reinstellen aber nichts "festhacken" oder so?


  • Rähmchen da einfach reinstellen aber nichts "festhacken" oder so?


    Marakain. Sind die Waben umgefallen ? Nein, durch die Fliehkraft bleiben sie beim schleudern an der Korbwand stehen.


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.



  • Wichtig ist das vor allem für Radialschleudern, da muss der Oberträger nach außen.



    Bedenke das die Honigzellen nicht senkrecht auf der Wabe stehen,
    sondern im Stock nach oben geneigt sind (ca. 15°).
    Wenn Du die Wabe entgegengesetzt der Drehrichtung in den Korb stellst,
    kann es vorkommen das schwer zu schleudernder Honig nicht aus den Zellen herausgeschleudert wird.


    "Entgegengesetzt der Drehrichtung" meint Unterträger in Drehrichtung? Wäre das nicht "richtig"?! Oder was ist richtig?


    Bei meiner Schleuder (Graze, Selbstwende) können meine Zander mit langen Ohren nur so eingestellt werden, dass die Oberträger in Drehrichtung stehen. Andersherum geht nicht, weil die langen Ohren sonst die Federelemente das Wendekorbs blockieren. Sonst hätte ich schon mal ausprobiert, ob es Unterschiede gibt und was "praktisch" besser ist. Ich dachte bisher das sei eher "falsch" und besser wäre Unterträger in Drehrichtung, damit der Honig mit der Zellneigung "nach hinten" abfließen kann und nicht gegen den Berg / Luftzug whatever muss.

  • siehste, doch egal, und ne Selbstwende ist ja nicht grad low budget :-))


    ja das mit Radialkorb und OT nach aussen war mir schon klar. soll ja imker geben, die auch mal ne Wabenseite vergessen haben zu entdeckeln :-)) gibt dann wohl auch ne Sauerei.


    da wir ja alle nur aus unbebrüteten Waben schleudern und die in aller Regel wieder in die Völker kommen (wie auch immer), geht ja auch nix verloren, sollten ein paar Mikrogramm mehr drinne bleiben - oder?


    und die, die aus bebrüteten Waben schleudern schmelzen die auch nicht nach dem Schleudern ein ;-) .. die geht ja dann noch viele Jahre :roll:

    Gruss und Dank sagt Frank

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