Oxalsäure Verdampfer

  • Guten Morgen,
    ich habe in diesem Jahr das erste Mal mit dem Oxamat gearbeitet und erst Ende Sept. mit der Bekämpfung begonnen. Sehr komfortables arbeiten. Der Varroabefall in den Völkern war sehr unterschiedlich, von vollen Brettern bis 20 Stück in 24 / h, alles dabei.
    Die Völker, bei denen die Bretter voll Milben gewesen sind und ich Angst hatte, dass sie zusammenbrechen, haben naxh 5 Behandlungen Anfang Dezember noch volle Brut drinnen gehabt, sind mittlerweile Milbenfrei und sitzen auf 6 Waben in 2 Kästen übereinander.
    Ich habe an allen Völkern 0 Milben am 02.01.2015 festgestellt.


    Ich kann das nur weiterempfehlen.


    Viele Grüße

  • Hallo,


    ich habe ein Volk bei dem noch 20 Varroa am Tag fallen. Dieses Volk habe ich leider nie brutfrei erwischt. Ich habe diese Methode (siehe Link) getestet und gerade Durchlauf Nr. 4 gemacht. Kann es sein, dass es so nicht funktioniert? Kann ich das Volk bei diesem Befall noch retten? Bin am überlegen Bayvarol streifen rein zu hängen, wollte ich eigentlich nie machen. Ich werde den Honig von dem Volk nicht ernten wenn ich das mache!


    https://youtu.be/YXgWuukzrRA

  • Kann es sein, das die Behandlung ein bisschen spät begonnen wurde, aber immerhin super funktioniert hat, wenn jetzt noch die letzten 20 Milben pro Tag eben wegen der Behandlung fallen ? Bei einem starken Volk wäre das normal, und kein Grund zur Sorge. Das müßte jetzt allerdings auch langsam abklingen (innerhalb der nächsten Woche) und dann heißt es nur noch abwarten...
    Viel Erfolg, und nächste Saison eher anfangen!

  • Also meine Erfahrungen sind wie folgt:


    Blockbehandlung im Abstand von 3-4 Tagen sowie mindestens 4 Behandlungen. Danach fallen noch ca. 10-12 Tage mehr Milben. Erst danach wieder natürlicher Milbenabfall.


    Gruß
    Frank

  • Hallo Hans,


    wenn der zeitliche Abstand zu groß ist, können Milben aus der verdeckelten Brut leichter wieder in neue Brutzellen in den Futtersaft abtauchen und überleben damit die Behandlung.


    Wenn Du mit so einem Rohr arbeitest, mußt Du aufpassen, daß das nicht zu heiß wird, sonst gibt das keinen Dampf. Die Flamme in dem Video wäre mir viel zu groß.


    Trockenversuche machen, Rohr in eine leere, offenen Holzbeute, Atemschutzmaske auf und mal den Dampfaustritt beobachten. Und wie in dem Video nicht direkt unter der OS anfangen, sondern in der Mitte des Rohres.


    Gruß
    Ulrich

  • 7 Tage ist zu lang wenn man Behandlung bei brütenden Völkern machen möchte. Nach meinen Beobachtungen ist jeder 3. Tag nötig... Darum ist es IMHO einmalig bei Brutfreiheit zu bedampfen, dann ist der Schaden fürs Volk auch aufs Minimum reduziert.


    Liebe Grüße


    Simon

    "In der Natur ist die Bedeutung des unendlich Kleinen unendlich groß." (Louis Pasteur)

  • Lieber Hans,


    nach Deiner Verdampfungsmethode sehe ich 2 Möglichkeiten für die unzureichende Wirksamkeit: a) Sublimationstemperatur (156 Grad C) zu schnell überschritten -> OX zerfällt chemisch -> nicht genug OX-Dampf oder
    b) die Varroen nutzen Fluchtmöglichkeiten in die Brut, sind im Laufe der Behandlungsschritte mglw. dahin ausgelesen worden (Bestenauslese) - s. dazu die Vorbemerkungen von Kleingartendrohn zu seiner TBE-PDF:
    http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=43372
    IF Brüning beobachtete, daß OX von den Milben ausschließlich über die Haftlappen aufgenommen wird -> Im Futtersaft bspw. hätten Milben die Fußbade-Möglichkeit, um sich die OX abzuwaschen, bevor sie tödlich wirkt:
    http://www.varroamilbe.ch/
    Die fortwährende Bruttätigkeit Deines Volkes könnte der verzweifelte Versuch sein, gegen die Varroen doch noch gesunde Winterbienen zu erbrüten. Ob man den Schaden jetzt noch größer macht, wenn man eine Probe aus einer Brutfläche herausschneidet, einfriert und dann den Varroa-Befall incl. -kot mit Lupe auszählt, weiß ich nicht, kenne auch Deine Bedingungen nicht. Sollte ein hoher Befall vorliegen, wäre dem Volk wohl mehr geholfen, die ohnehin geschädigte Brut komplett zu entnehmen + danach nochmals zu bedampfen (die Temperatur- u.a. Randbedingungen dazu kennst Du - das setze ich voraus).
    Auf jeden Fall würde ich versuchen, die Ursache zu ergründen. Falls das Volk nicht überleben sollte -> "Soldatenfriedhof" legen:
    http://www.imkerverein-greven.…s-habe-ich-falsch-gemacht


    Mit imkerlichen Grüßen - Gottfried

  • p.s.: 1. Wenn Du den behandlungsbedingten Milbentotenfall nach den einzelnen Behandlungsschritten zählst, kannst Du die Zahl der im Volk verbliebenen (Rest-)Milben und die Effektivität Deiner OX-Bedampfung jeweils ausrechnen (PDF in #48):
    http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=43266&page=4&highlight=varroatotenfall
    Bei nennenswerten Brutflächen sind die Voraussetzungen für die Formelvereinfachung allerdings nicht gegeben und Du kommst zu falschen Ergebnissen.
    2. V.g. Einschränkungen der Wirksamkeit Deiner Be-OX-ungen könnten auch nebeneinander wirken.