Oxalsäure Verdampfer

  • Mal ehrlich - mich gruselts auch bei Bernhard´s Video. Da nimmt einen doch keiner mehr ernst, wenn man über´s Giftspritzen der Bauern und die Abdrift meckert.


    Ja, es sieht etwas gruselig aus. Aber bleiben wir doch mal ein klein wenig mit der Realität verbunden: Oxalsäure ist ein Naturstoff, der (zumindest in manchen Kulturen) grammweise im Gemüsebeet auftritt. Also z.b. bei Spinat, da findet man pro Quadatmeter Oxalsäure im Grammbereich. Das sollte man schon im Hinterkopf haben, wenn man es it der Abdrift von synthetischen Insektiziden vergleicht, bei denen schon Milligramm pro Quadratmeter Auswirkungen haben, und die sich eben nicht so problemlos abbauen. Nur weil es gleich aussieht, heißt es nicht, dass es das gleiche ist.


    Zitat


    Dennoch finde ich die Grundidee eines Verdampfers mit Vorratsbehälter verfolgenswert.
    Nur müsste der Sublimatstrom zu unterbrechen sein, ohne beim nächsten Stock nennenswerte Aufheizzeiten zu haben.


    Wäre interessant, wie schnell und wie stark sich der Dampfausstoß vermindert, wenn man den Kippschalter der Heißluftpistole betätigt... aber selbst unter günstigen Annahmen schätze ich, dass sich damit der Zeitaufwand insgesamt verdoppeln würde...


    Grüße,
    Robert

  • Wäre interessant, wie schnell und wie stark sich der Dampfausstoß vermindert, wenn man den Kippschalter der Heißluftpistole betätigt... aber selbst unter günstigen Annahmen schätze ich, dass sich damit der Zeitaufwand insgesamt verdoppeln würde...


    Es würde ja reichen, den Luftstrom in der Zeit bis zum nächsten Volk umzuleiten. Quasi 'ne Weiche. Rüssel ins Flugloch und die heiße Luft wieder durch die Verdampfer-Sektion. Die Idee selber ist schon ziemlich gut.


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Wird so leider nicht gehen. Dazu müsste man die Oxalsäure unter den Siedepunkt abkühlen und dann wieder schlagartig auf Siedetemperatur bringen können.


    Hierzu müsste Heizzone und Oxalsäure getrennt voneinander sein.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • ...Das sollte man schon im Hinterkopf haben, wenn man es it der Abdrift von synthetischen Insektiziden vergleicht...


    Ist mir klar. Hier gehts um das, was Bauer Heinze denkt, den ich neulich gerügt habe, weil die Staubwolke seiner Beize zum Kinderspielplatz wehte, wenn er mich beim Bedampfen sieht. Oder die gesundheitsbewusste Mama, die neulich einen Vortrag von mir über die bösen Pestizide gehört hat.

    MfG André

  • Ist schon interessant, was passiert, wenn man den Imkern den Spiegel vorhält.


    Viele Grüße


    Bernhard

  • Hallo Bernhard, hallo Rest,


    für mich persönlich ist es in erster Linie uninteressant welches Produkt in dem gezeigten Video so "schön" nebelt. Für mich gehört der Nebel (Wirkstoff) ausschließlich nur in die Beute. Leider kann man den Austritt am Flugloch und evtl. vorhandene Ritzen nicht unterbinden.


    Eine mögliche Gefahrenquelle durch eine plötzlich auftretendende Windböe sehe ich als gegeben an. Dieses Risiko kann aufgrund von örtlichen Gegebenheiten deutlich vermindert werden. Dennoch würde ich keine Hand ins Feuer legen, dass die gezeigte Methode nicht doch von einem Stadtimker angewandt wird.


    Vielleicht findet doch noch jemand eine Alternative, die in meinen Augen sinnlose Resourcenverschwendung, außerhalb der Beuten, zu vermeiden.


    Gruß GM


    Das Universum und die menschliche Dummheit sind grenzenlos - bei Ersterem bin ich mir nur nicht ganz sicher...

  • Ja, die zugelassene Alternative in dieser Jahreszeit und unter den gegebenen Umständen (Nachbehandlung einer fehlgeschlagenen Sommer- und Winterbehandlung) heißt Perizin. Dampft und nebelt nicht. Haste halt später nur im Honig, den Du dann an deine Honigkunden verfütterst. Das ist natürlich viel besser.


    Du kannst natürlich auch Milchsäure sprühen und dabei zwei Male im Winter die Völker aufreißen und Wabe für Wabe durchgehen. (Mit zweifelhaftem Erfolg, denn Milchsäure erachte ich lange nicht als wirkungsvoll genug, insbesondere bei einer außerregulären Behandlung.)


    Wer die Wahl hat, hat die Qual.


    Gruß
    Bernhard

  • ...Vielleicht findet doch noch jemand eine Alternative, die in meinen Augen sinnlose Resourcenverschwendung, außerhalb der Beuten, zu vermeiden...


    Ca. 0,25 g pro Beute... Davon etwas daneben...


    Man kanns auch übertreiben...:roll:

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.