Projekt: Beobachtung Temperaturmaxima, Eiablage und Brutumfang.


  • Die Formel lautet: Eiablage pro Tag y = 22,8295 * x hoch 1,4254
    Wobei x = das Tagestemperaturmaximum ist.



    Projekt: Beobachtung Temperaturmaxima, Eiablage und Brutumfang.


    Aus den Angaben von Bretschko sowie Bergmann&Bergmann - hinsichtlich des Zusammenhangs zwischen täglichem Temperaturmaxima und der Eiablage der Königin - habe ich eine Tabelle gebastelt, in der die täglichen Tagestemperaturmaxima ab 1. Februar eingetragen werden können. Und woraus sich anhand der von Bergmann&Bergmann aufgestellten Formel die Eiblage und der Brutumfang ergeben.


    Anfang Februar ist auch die Volksstärke anzugeben, was sich aus den besetzten Wabengassen ersehen lassen sollte, sowie ein möglicher Brutumfang. Beide Zahlen können Schätzungen sein, es geht ja eher um Trends als um absolute Zahlen. Unterschiedliche Völker, unterschiedliche Starts.


    Im Moment sind noch Beispielzahlen angegeben, bis Anfang Mai ein letztjähriger Temperaturverlauf, Angaben die nach und nach ersetzt werden sollen.


    Sobald der für die Trachtstärke benötigte Brutumfang von 18.000 Brutzellen erreicht ist, färbt sich die Brutspalte lila. Die Anzahl Bienen-Spalte färbt sich grün, wenn die für die Volltracht notwendige Anzahl Bienen von 40.000 ùberschritten wurde. Auch möglicherweise (Spekulation) läßt sich ein Schwarmabgang damit vorherbestimmen?


    Das Verhältnis zwischen Bienen und Brut hilft schwierige Zeiten zu erkennen sowie Schwarmtendenzen zu bestimmen.


    Die Datei als OpenOffice-Format
    http://www.immenfreunde.de/docs/EntwicklungVoelker.ods


    Als Excel:
    http://www.immenfreunde.de/docs/EntwicklungVoelker.xls


    Bitte macht mit und schätzt von Zeit zu Zeit den Brutumfang und gleicht ihn mit dem berechneten Brutumfang ab. Falls das Modell auch nur halbwegs funktioniert, ist es zukünftig eine Arbeitshilfe, was wann bei welchen Völkern gemacht werden sollte. (Zeitliche Optimierung der Eingriffe.)


    Gruß
    Bernhard


    Literaturangaben:


    Der Magazinimker. Leitfaden einer zeitgemässen Magazinimkerei
    von Josef Bretschko
    ISBN 978-3702003951


    Moderne Betriebsweise im Magazinbetrieb mit kompatiblen Magazinen vom Typ Langstroth, Zander und Dadant
    von Prof. Dr. Joachim-Hans Bergmann und Dipl.-Ing. Lutz Bergmann
    ISBN: 3-8322-4699-1

  • Danke Bernhadr für die immer tolle Infos, die man von dir bekommt :liebe002:


    Ich werde gerne mit machen.


    Stimmen die Funktion mit den Temperaturen auch im Januar, oder ist die Brut im Januar zu vernachlässigen?


    lg Salsero

    imkere als Hobby seit 2011 mit Dadant

  • Eigentlich geht es ab Wintersonnenwende los, aber der Umfang ist zu vernachlässigen, da gering.


    Viele Grüße


    Bernhard

  • Hallo Bernhard


    Spitze, was du da wieder ausgegraben hast.
    Habe heute mal die Varroaschubladen bei meinen 1,5 DNM Segebergern gezogen und bei 2 Beuten waren hinter dem Bienensitz sehr reichlich Schwitzwasser auf die Schublade getropft und gefroren, bei minus 11°C normal. Mir fällt aber gerade ein das ich bei diesen beiden Völkern, noch eine Halbzarge drauf habe, die im Herbst sehr stark waren.
    Ich nehme stark an das die Eiablage zur Zeit sehr eingeschränkt ist, da wir seit 10 Tagen Dauerfrost haben und es so bleiben soll.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hallo Jörg, sobald es das Wetter zuläßt schaue ich unter den Deckel und ich schätze die Bienen sind dann noch alle im Brutraum, dann nehme ich sie runter. Habe es aber schon mal erlebt das ich die Halbzarge drauflassen mußte, ich glaube aber es ist besser, die Halbzarge erst gar nicht drauf zu setzten.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hallo Bernhard,


    anscheinend frißt mein auf dem neuen Rechner instaliertes Programm Teile der Tabelle :evil: - mein Problem, muß neu.


    Mitmachen: ja. :daumen:


    Rückmelden: Wo und wie hattest Du Dir das vorgestellt.


    (und bei welcher Zahl "n" an Datensätzen schreibst Du davon endlich mal eine Diss, die dann garantiert kein Plagiat ist :wink: - wir sind Zeugen!)



    Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo Reinhard,


    Wie kriegst Du die Halbzarge wieder raus?


    Gruß Jörg


    Hallo Jörg, einfach im Februar/März mit Absperrgitter unter die Brutzarge setzen . Kö muß in die Brutzarge gesetzt werden oder sein .


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Hallo Jörg, einfach im Februar/März mit Absperrgitter unter die Brutzarge setzen . Kö muß in die Brutzarge gesetzt werden oder sein


    Hallo,


    spätestens wenn neue Drohnen AA machen müssen, soll das ASG unter der Brutzarge weg :Biene:


    Lg Salsero

    imkere als Hobby seit 2011 mit Dadant

  • Tut mir echt Leid, Leute,
    wenn ich eure Party hier störe.
    Aber ich verstehe die Ausgangsgleichung von Bernhard einfach nicht.
    Unsere Bienen sind doch nun mal keine kybernetischen Regelkreise, sondern Lebewesen.
    Wenn die Königin an einem bestimmten Tag nicht die "vorgeschriebene" Anzahl Eier legt, weil sie -angenommen-
    keinen Platz hat oder andere Gründe, dann geht doch die ganze Rechnung schon nicht mehr auf.
    Also, was soll das?
    Da die Rechnung also eh nur ansatzweise aufgehen kann, muss Imkerlein doch wieder ab und an den Deckel lupfen und schauen, was sich tut.
    Sonst steht er eines Tages staunend vor dem Schwarm, der rein rechnerisch erst 2 Wochen später fallen dürfte.
    Also, Bernhard, bitte erklär mir mal deine Beweggründe. Wie gesagt, ich verstehe es nicht.
    Du weisst selbst, was Du da oben an "halbgarem" Wissen abgelassen hast, da bin ich mir sicher.
    Möchtest Du unseren Anfängern imponieren, oder was sind deine Motive ?
    Ein klein wenig Eitelkeit wird es doch wohl nicht sein, oder?

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Mir geht es darum, die von Bretschko&Bergmann&Bergmann ausgearbeiteten Ergebnisse in der Praxis zu bestätigen. Falls die Formel eine Tendenz erkennen läßt, wäre sie ein Hilfsmittel für die Planung zeit- und termingerechter Eingriffe.


    Außerdem wäre die Vorausberechnung ein guter Soll. Weicht das Ist ab, könnten Probleme damit aufgedeckt werden, wie verdeckte Vergiftungen oder eine versagende Königin. Ich verspreche mir davon auch ein besseres Verständnis vom Bien.


    Deine "Fragen" - die nicht wie Fragen klingen - empfinde ich als ziemlich beleidigend, insbesondere hinsichtlich meiner möglichen Motive. Du müßtest mich eigentlich besser kennen. Immer wieder menschlich enttäuschend.


    Gute Nacht


    Bernhard

  • Hallo Bernhard,
    ich habe das schon verstanden.
    Es macht trotzdem wenig Sinn.
    Und wenn Du siehst, dass vor allen Dingen Anfänger sich mit der Formel befassen, dann werden eventuell falsche Signale
    ausgesandt, und das wäre schade. Sie wären nämlich von Dir, von sich und ihren Bienen enttäuscht.
    Ach, und wir sind nicht hier im Forum, um uns alle lieb zu haben.
    Kritik muss auch mal weh tun.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-


  • Die Anzahl Bienen-Spalte färbt sich grün, wenn die für die Volltracht notwendige Anzahl Bienen von 40.000 ùberschritten wurde.


    Hallo Bernard,
    das scheint eine veraltete Zahl zu sein.
    Laut Liebig sind die Zahlen über Bienenvolkstärken in der Vergangenheit immer stark übertrieben worden.
    Liebig gibt als mögliche Spitzenleistung 50000 Bienen an.
    Das seien aber Ausnahmen.
    Normalerweise habe ein Volk ca. 30000 Bienen.


    Im übrigen würde ich an deiner Stelle vor weiterem Arbeitseinsatz einfach mal den Dr. Liebig nach seiner Beurteilung der Formel fragen.
    Der Mann hat immerhin viele tausend Bienenvölker über das Bienenjahr regelmäßig auf Anzahl der Bienen, Brutumfang, etc. untersucht.
    Anhand seiner Daten müsste sich die Bedeutung der Formel, bzw. mögliche Probleme und praktische Anwendungsmöglichkeit eigentlich gut einschätzen lassen lassen.


    Gruß Hubert