Schnee auf dem Flugbret und da hinter tote Bienen?????

  • Hallo,


    Gestern habe ich den Schnee von den Flugbrettern meiner Völker gekehrt. Mäusekeile sind auch drin. Hinter dem Schnee (Flugbrett) waren tote Bienen. Gänge waren bei den meisten Völkern bis außen gegraben. Außerdem haben auch 10 bis 20 Meter von den Völkern weg, tote Bienen auf dem Schnee gesehen. Werde jetzt jeden Tag den Schnee abkehren. Über Tipps und Antworten wäre ich sehr Dankbar.


    Viele Grüße aus Nord - Hessen

  • Hallo,


    da würde ich mir erst einmal keine Sorgen machen; es ist ja kein normaler Bienenflug, der verhindert wird. Ist der Boden mit Gitter offen? Dann sowieso nicht.


    Lockerer Schnee läßt Luft durch, auch bei Varroaschublade drin dichtet die nicht luftdicht ab.


    Es gibt halt sterbende Bienen, die bei geöffnetem Flugloch abfliegen würden und verklammend dann früher oder später im Schnee landen. Das sind die, die Du sehen konntest, besonders wenn kein Neuschnee drauf fällt. Je kälter, desto näher an der Beute. Die Frage ist immer wieviele und über welchen Zeitraum haben sie sich gesammelt.


    Lies auch mal hier http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=19002


    und hier nochmal auch was zu den toten Bienen im Schnee http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=7518


    Grüße


    Marion


    P. S.: Anflugbretter in der Wintersaison dranlassen ist Quatsch. Das werden dann "Schneesammelbretter" :wink:

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Das Fegen kann die Bienen nach draußen locken - also lieber sein lassen. Stell lieber ein Brett auf das Flugbrett und lehne es an die Beutenwand. Wenn das Brett lang genug ist, ragt es links und rechts über den Rand des Flugbrettes. Es entstehen so links und rechts Öffnungen für die Frischluft und Du mußt den Schnee nicht mehr wegkehren. Das Brett hält auch das Licht weg. Entgegen dem allgemeinen Glauben werden Bienen tatsächlich durch das grelle Licht des Schnees nach draußen gelockt. Immer wieder zu sehen. Und mit etwas Schattierung gibt es weniger Verirrte.


    Gruß
    Bernhard

  • Hallo


    ich bin auch der Meinung, das beste Mittel die Bienen in der Beute zu halten, ist die Beschattung der Flugfront. Andererseits kann man gegen das Abfliegen der Bienen nichts machen, da es oft Bienen sind die sowieso sterben würden, weil sie verbraucht bzw. krank sind. Da die Völker schon lange in Brut sind, haben auch viele einen vollen Darm oder es sind schon Jungbienen. Ich denke am Ende dieser Frostperiode werden viele staunen, wieviel tote Bienen in den Beuten liegen.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Das Fegen kann die Bienen nach draußen locken - also lieber sein lassen. Stell lieber ein Brett auf das Flugbrett und lehne es an die Beutenwand. Wenn das Brett lang genug ist, ragt es links und rechts über den Rand des Flugbrettes. Es entstehen so links und rechts Öffnungen für die Frischluft...




    Zusätzlich kann hinten der Spalt zum offenen Gitterboden auf ähnliche Weise offen gehalten werden. Hier mit angelehnter Windel, beschwert mit einem Stein.


    Das hilft natürlich nicht gegen meterhohen Schnee. (Den wir hier selten/nie haben.) Bei meterhohem Schnee würde ich auch eher zu einem kleinen Flugloch oben als geeignetes Mittel greifen.


    Viele Grüße
    Bernhard

  • Hallo Ihr Schneeschieber,


    also meine Kisten stehen auf Holzbalken, mit offenen Gitterböden und haben jetzt natürlich keine Flugbretter dran. Dadurch kann eigentlich nicht passieren ...


    Gruß Jörg

  • Hallo,


    nochmals zum Thema Abfliegen durch Lichtreiz:


    Beuten, die einen gewissen Bodenabstand haben und rundherum liegt Schnee und die Sonne scheint meinetwegen noch,
    vorne ein Flugochkeil im Wintermodus: 0,7 x 5 cm, unten Gitterboden, offen.


    Von wo wird es nun heller? Durch das Flugloch oder durch das offene Gitter von unten? (Überlege ich nur gerade so)


    Ich hab noch nicht gesucht dazu. Gibt es da wirklich Vergleiche, wann mehr abgeflogen wird? Oder könnte der Schein den Imker trügen, weil mehr Todgeweihte den Abflug bei diesen Bedingungen wählen, die sonst vielleicht auf dem Gitterboden gelandet wären?


    Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • beetic :


    ich bin ja nun leider noch im allererste Jahr, aber ich traue mir schon von meinen minimalen Beobachtungen her zu sagen, dass Bienenflug im Winter durch helles Licht und da speziell durch Reflexionen am hellen Schnee provoziert zu werden scheint.


    Ich hatte hier jetzt wiederholt Phasen mit kräftigem Schneefall und Schneedecke, bei Temperaturen zwischen +5 und -15°.
    Bei allen denkbaren Temperaturen und Niederschlagsformen gab es keinen Bienenflug, keine einzige tote Biene vor dem Flugloch.


    AUSSER an Tagen,


    -an denen es heller wurde durch Sonne, die gerade hinter den Wolken zu ahnen war oder ganz durchkam
    -an Tagen mit frischem Schneefall
    -während frischem Schneefall


    Dieser Bienenflug kam bei -10° genau so vor wie bei +5°, auch bei starkem Schneefall wurde geflogen - in allen Fällen gab es ein paar bis ein paar Dutzend tote Bienen vor dem Flugloch und einzelne auch im ganzen Garten verteilt.


    Summe meiner Beobachtungen: Bei mir fliegen Bienen, wenn bestimmte Helligkeitsschwellen überschritten werden auch im Winter bei jeder Temperatur aus. Je fluffiger der liegende Schnee liegt, desto mehr Bienen sterben dabei, weil sie nach einer Landung nicht mehr loskommen und sich in den Kristallen verhaken und rasch erstarren. Harter Schnee oder gar kein Schnee führt dazu, dass es mehr Bienen wieder zurück in die Beute schaffen.


    Nachdem ich neulich das Flugloch mit einem Karton verdunkelt habe, trat der Flugeffekt bisher jedenfalls nur noch deutlich gemindert auf.


    Ob die Bienen jetzt halt in der Beute sterben oder der Todesausflug nur ein paar Tage hinausgeschoben wird bis es trotz Verdunkelung entweder so hell oder so warm wird, dass er trotzdem stattfindet, weiß ich jetzt nicht. Aber ich glaube erst mal, dass nicht nur lebensmüde Bienen ausfliegen, sondern auch ungeduldige, die durch das Licht verführt werden, mal zu schauen, ob es draußen nicht schon was zu holen gibt. Oder solche, die "denken", ob man vorsichtshalber nicht mal die Kotblase leeren könnte, weil es ja so hell ist und vielleicht gutes Flugwetter herrscht, obwohl die Blase auch noch eine Weile Platz hätte.


    Daher glaube ich, mit dem Verdunkelungs-Karton rette ich so einige Bienen, die sonst bei dem derzeitgen Schneefall ohne Sterbeabsichten wieder rausfliegen und sterben würden.
    Die, die sowieso zum Sterben rausgeflogen wären, tun dies vielleicht trotzdem oder tun es in der Beute ebenso gut.


    Bleibt noch die Frage, ob man durch das Bremsen von "Todesflügen" nicht Krankheiten fördert, da die kranken/toten Bienen in der Beute verbleiben.
    Tja, das bleibt abzuwarten.

  • Hallo Hornet


    Da meine Flugfronten in Richtung Süden liegen, kann ich 100%ig bestätigen, das durch beschatten der Flugfront einigen Bienen das Leben gerettet wird.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)