Frequenzüberwachung des Bienenvolks

  • Ist Dir bekannt was man alles machen muss, bis die 1. SMS versendet wird ?
    Schon mal so etwas programmiert?


    Man muss sich überlegen, wie einfach später andere Leute was "dranbauen" können. Das geht sicher alles auch mit einem TC35, das noch dazu sehr günstig ist. TC35 arbeitet aber nur mit AT Kommandos, oder? Vielleicht wäre es deshalb einfacher ein Shield mit einer guten Library zu nehmen, das es dann gerade für Neueinsteiger einfacher machen könnte. Ich fände es aber echt super, wenn das auf Arduino-Basis möglich ist. Da gibt es eine supernette und kompetente Community, wenn's mal zwickt und man nicht weiterkommt und auch die Hardwareseite ist schon super "abgegrast", es gibt dutzende Anleitungen, wie man den einen oder anderen Sensor einbinden kann. Auch Konzepte und Prototypen zum output, über lokale SD-Karten, Ethernet, WLAN oder GSM bis hin zum Mini-Webserver gibt es.


    Nochmal zurück zu den GSM-Shields: Hier gibt es eine kleine Sammlung (lange nicht komplett) http://arduino.cc/forum/index.php/topic,118042.0.html Hast du, Nik, eine Idee wie sich die unterscheiden? Wie gesagt spekuliere ich etwas auf das neue "offizielle" Arduino GSM-shield, es soll im Februar erhältlich sien und - im Vergleich zu den bisher angebotenen - relativ günstig sein und mit der library auch einfach "bedienbar". Um eine SMS zu senden genügt z.B. folgender Code:
    https://github.com/BlueVia/Off…e/master/examples/SendSMS


    Weitere Beispiele unter:
    https://github.com/BlueVia/Off…uino/tree/master/examples


    Hardwareseitig ist auch das GBoard spannend: http://imall.iteadstudio.com/d…ainboard/im120411004.html Es ist ein Arduino kombiniert mit GSM-Modul, XBee socket, nRF24L01+ und SD Card socket auf einer Platine für gerade mal $55. Wenn das alles tut wie es soll, preislich unschlagbar. Allerdings begibt man sich damit wieder in die Abhängigkeit eines Herstellers, solte der mal die Produktion einstellen, steht man etwas blöde da.


    Für kontinuierliche Daten, die man nicht auf dem Handy haben möchte, Temperatur, Bienenaus-/einflüge, vielleicht irgendwann Gewicht usw. bietet sich cosm an. Ein Beispiel gibt es hier: http://learn.adafruit.com/assets/1378

  • Moin




    Einfacher ist vermutlich ein Magnetkontaktschalter. Sobald die Beute vom Boden abgehoben wird, werden die zwei Magnete getrennt und die Schaltung aktiviert. Geht auch unterm Deckel. Gibt es auch als "Fensteralarm".


    Das ist eine gute Alterntive zum normalten Taster und vor allen wasserdicht.



    Man kann ja ein System entwickel das für weit entfernte Wanderstände ausgelegt ist.
    Wenn pro Beute eine alte digitale Personenwage schlachtet und die H-Brücke ( DMS oder ähnlich als H - Brücke geschaltet ) und dies dann abfragen kann über eine App, könnte man sehen wenn ein Volk zu schwer wird und eine weitere Zage braucht oder Futter.
    Wenn man das Ganze von einem µC überwachen läst könnte man ihm sagen ab gewicht XX sende sms oder Mail brauche Zage oder Futter.
    Der µC könnte auch alle 5 Minuten das Gewicht feststellen und sagen in den letzten 5 Minuten gewicht X verloren Schwarm ausgeflogen.


    Wenn man ein Stand hat der 50 Km entfernt ist kann sich das schon lohnen diesen mit einer Kamera von zu hause aus zu sehen.
    Spart man nur einen Fahrt im Monat hat man es schon wieder raus.


    mfg der Heini

    Arbeit ist teilweise doof, Arbeit an den Bienen geht, Bienen bei der Arbeit zu gucken macht Laune

  • Hallo Heini,


    sicher auch ein interessantes Thema. Läßt sich mit Sicherheit auch mit einem GSM Modem realisieren. Leider nicht dieses Thema.
    Wenn wir aber so ein Standardgerät entwickeln, kann man das sicher auch integrieren.


    Gruß,
    Nik

  • Moin


    es geht ja am Ende nur darum ist ein Volk geschwärmt oder nicht und wann ist es geschwärmt.
    Eine Vorwarnung von sagen wir mal 2 - 3 Stunden wäre ein Traum.
    Das ist aber noch ein langer Weg und bis dahin wäre eine Nachricht das ein Volk grade geschärmt ist ja schonmal ein Anfang.


    Ich habe da noch eine neue Idee past zwar nicht ganz zum Thema Frequenzüberwachung aber wie wäre es wenn man der Königen Ihre Kenzeichnung aus Metal macht muss ja nicht gleich 5g sein und dann im Flugloch ein Metalldetektor unterbrinngt der auslös wenn die Königen da durch hirscht. Das macht sie nun auch nicht jeden Tag.
    Ich habe keine Ahnung ob man das so empfindlich hin bekommt oder ob der Detektor schon auslöst wenn einen Biene eisenhaltigen Honig mit ins Volk brinngt und dabei Arbeitsschuhe mit Stahlkappe trägt.


    MFG Heini

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  • Wenn pro Beute eine alte digitale Personenwage schlachtet und die H-Brücke ( DMS oder ähnlich als H - Brücke geschaltet ) und dies dann abfragen kann über eine App, könnte man sehen wenn ein Volk zu schwer wird und eine weitere Zage braucht oder Futter.
    Wenn man das Ganze von einem µC überwachen läst könnte man ihm sagen ab gewicht XX sende sms oder Mail brauche Zage oder Futter.
    Der µC könnte auch alle 5 Minuten das Gewicht feststellen und sagen in den letzten 5 Minuten gewicht X verloren Schwarm ausgeflogen.


    Es gibt bereits diverse Stockwaagen am Markt, die recht ausgefeilt sind. Allerdings kosten die alle so um die 1000 Euro. Eine Ausnahme ist die "BeeWatch Home" http://www.beewatch.de/index.php/standimkerei.html, die etwa die Hälfte kostet, aber das gerade diskutierte interessante Feature "SMS Benachrichtigung" gerade nicht hat. Ein paar Ideen, wie man mit herkömlichen ausgeschlachteten Personenwaagen / Kofferwaagen usw. eine günstige Alternative bauen könnte gibt es z.B. in diesem Thread http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=20039&highlight=g%FCnstige oder im der Suche mal Stockwaage für weitere Diskussionen eingeben. Das Problem bei "normalen" Waagen ist, dass sie beim Einschalten unbelastet sein müssen, dann auf Null justiert werden, was mit einem Volk das draufsteht nicht geht. Weiter werden als Probleme häufig die Temperaturartefakte genannt und dass sich Waagesensoren bei einer Dauerbelastung irgendwie verändern und man dann kein verläßliches Gewicht bekommt, s. auch http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=23625&page=2. Mir ist bei der Diskussion noch nicht klar, ob das Problem der mechanische Sensor ist oder die Elektronik. Gibt es irgendwelche Leute hier, die sich mit Wägezellen auskennen?


    Im wissenschaftlichen Bereich haben schon Leute z.B. von der Uni Würzburg RFID-Chips auf Bienen geklebt und dann den Ein- und Ausflug genau dieser Biene gemessen. Fotos gibt es z.B. unter http://derstandard.at/13323241…stizide-bringen-Bienen-um


    Ob ein Eisenplättchen, wie es z.B. beim ApiNaut verwendet wird reicht? Hmm, da bin ich eher skeptisch.


    Was schwarmtechnisch sicher funktioniert ist der "Honey Bee Counter" http://www.instructables.com/id/Honey-Bee-Counter/ wenn deutlich mehr Bienen aus- als einfliegen, dazu noch in super kurzer Zeit, schwärmt das Volk. Damit ließe sich auch zählen, ob Bienen, etwa durch Vergiftungen, nicht mehr nach Hause kommen.

  • Moin


    das mit der Wge ist so das sich der µC nach dem einschalten ersteinmal abgleicht und dann den unterschied bei Belastung feststellt und einen Wert ausgibt.


    Diese DMS ( Dehnungsmessstreifen ) veränder ihren Ohmischen wert bei Belastung. Die Temperatur spielt da auch mit rein kann man aber über ein Tabelle raus rechnen wenn man eine Temperturmessung mit einbezieht.
    Bei ausgeschlachteten Wagen wenn man dann 10 Gleiche hat kann man ja über das Jahr bei verschiedenen Temperaturen verleichsmessungen machen um dies Tabelle zu erstellen.
    Da in einer Wage 4 Stück zu einer H-Brücke geschaltet sind ist es billiger 10 Wagen zu kaufen als 40 DMS.
    An der Wage muss man dann nur den Wert nicht von der vorhandenen Schaltung abgreifen sondern eine eigene Schaltung erstellen die den Wert selber misst.


    RFID der Perso für die Kö auch nicht schlecht.




    MFG Heini

    Arbeit ist teilweise doof, Arbeit an den Bienen geht, Bienen bei der Arbeit zu gucken macht Laune

  • Moin Zusammen,


    um das Schwarmverhalten voraus zu sagen gibt es viele Meßgrößen im Volk.
    Da ich mit dem geplanten Gerät die Frequenzen und Temperatur erfassen möchte, ist es nicht mehr viel aufwändiger auch das Gewicht des Stocks zu erfassen. Außerdem finde ich die Erfassung von den ein- bzw. ausfliegenden Bienen sehr spannend. Da sollte man auch mal drüber nachdenken, in wieweit das zur Voraussage des Schwärmens herangezogen werden kann.
    Aber eins habe ich immer noch nicht verstanden ! Tütet die Altkönigin Stunden vor dem Schwärmen oder erst danach ???


    Gruß,
    Nik

  • Moin


    wenn ich das richtig verstanden habe:


    1. Kurz vorm Schlüpfen der neuen Königen tutet diese um die Arbeiterinnen darauf hin zu weisen das sie balt schlüpft.
    2. Die alte Kömigen schwärmt mit ein Teil des Volkes
    3. Königen schlüpft sind noch andere verdeckelte Königen im Volk tuten diese ebefals vor dem Schlüpfen, so das die neue
    Königen diese aufspürt und durch die Zellenwand absticht.



    MFG der Heini

    Arbeit ist teilweise doof, Arbeit an den Bienen geht, Bienen bei der Arbeit zu gucken macht Laune

  • Aber eins habe ich immer noch nicht verstanden ! Tütet die Altkönigin Stunden vor dem Schwärmen oder erst danach ???


    Die Altkönigin (die dann mit dem Vorschwarm das Volk verläßt) tutet normalerweise gar nicht. Sie verlässt ja schon eine geraume Zeit vor dem Schlüpfen der Jungköniginnen den Stock als Vorschwarm. Nur wenn der Vorschwarm nicht raus kann, weil z.B. das Wetter zu schlecht ist, und die Jungen schon kurz vor dem Schlüpfen sind, tutet sie.


    Tuten tut die geschlüpfte Jungkönigin, was die ungeschlüpften mit Quaken beantworten. D.h. man könnte das höchstens für die Vorhersage eines Nachschwarms nutzen.


    In der Literatur von Bernhard steht auch, dass das Tuten und Quaken für die Schwarmprädiktion nicht zielführend ist:


    http://beedata.com/data2/listen/listenbees.htm schrieb:

    When Eddie first studied queen piping. he hoped it would lead him to a method of swarm prediction but he soon realised that it nearly always indicated that the swarm had already left and was too late to be of any use. so he turned his attention elsewhere.


    In der Übersetzung des Auszugs gleich der erste Absatz: http://www.immenfreunde.de/docs/EddieWoods.pdf

  • Hallo Zusammen,


    was nun nach intensiver Recherche zu sagen ist, dass es mit analogen bzw. digitalen Sensoren in oder an
    der Beute eine mind. 95% Schwarmmeldung(bei Beutenausflug) oder sogar Schwarmvorhersage möglich ist.


    Das heißt, man hätte mindestens 2 Stunden(nach SMS Empfang) Zeit zum Volk zu fahren um den Schwarm in der Nähe
    der Beute einzufangen.


    Wir haben nun die Parameter (Sound Erkennung, Temperatur, Bienen zählen, Beute wiegen) und werden in den nächsten Wochen
    ein Gerät (Microcontroller + GSM-Modul) fertigstellen, dass eine SMS absetzt, wenn bestimmte Grenzwerte
    über - bwz. unterschritten werden.
    Durch die Erfassung des Gewichts, ist eine SMS - Stockwaage möglich.


    Wer Intesse hat, kann seine Ideen gern noch in der Entwicklungsphase einbringen.


    Gruß,
    Nik

  • Hallo Nik,
    ist sehr interessant, was Du dir für Gedanken gemacht hast.
    Ist bestimmt auch sehr Informativ was da alles so passiert.


    Soweit war ich auch schon mal.
    Das Thema ist, dass Du aufwändige Elektronik benötigst um etwas festzustellen. (OK, hast Du ja alles schon da)
    Wenn Du dann einen Alarm bekommst musst Du los. Um den Schwarm zu fangen bevor er auszieht oder danach.
    Dazu benötigst Du auch die Kö.


    Hier habe ich bereits ein funktionierendes System das die Königin beim Schwärmen fängt.
    Bei Fa. Penso gibt es auch die Waage mit Schwarmalarm.


    Eine el. Lösung, dass Du bei Schwarm einen Anruf erhälst habe ich auch schon.
    Jedoch hat mein Elektroniker keine Zeit das umzusetzen.


    Das ganze hat jedoch einen Haken.
    Du musst für jedes Volk ein Paar € spendieren, ein Handy Vorort haben und dann auch noch den Schwarm abpflücken.


    Schade war jetzt in Münster, da hätte ich dir das zeigen können.

    Grüßle
    Franky ( Erfinder des Apinaut-Systems )