Wasser- wie die EU Wasser zur Handelsware machen möchte

  • Hallo ihr lieben Imkers
    ich denke, das Thema "Wasser" betrifft uns alle.


    In der Sendung Monitor kam ein Bericht darüber, dass die Eu klammheimlich beabsichtigt den "Wassermarkt" freizugeben.


    http://www.wdr.de/tv/monitor/sendungen/2012/1213/wasser.php5


    Es gibt eine Unterschriftenaktion gegen dieses geplante Vorhaben.


    http://www.right2water.eu/de


    Herzliche Grüße
    Regina

    Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht. Würde der Städter kennen, was er frisst, er würde umgehend Bauer werden.(Oliver Hassencamp)

  • Hallo zusammen,
    Oder Veolia jetzt auch schon in Deutschland. Da gab es auch mal eine spannende Doku auf arte, ich Versuch mal zu verlinken...


    Grüße
    Henrike


    Ps: im Test funktioniert mein link nicht, wer es sich ansehen möchte, der Film heißt "Water makes Money" und ist auf Youtube in voller Länge zu sehen. Gruß,Henrike

    Das Ganze ist mehr als das Summen seiner Teile.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von henrike () aus folgendem Grund: Ps ergänzt

  • Hallo Regina,
    bei uns in Berlin verdient Veolia doch schon kräftig mit und das Problem an sich ist nicht die Privatisierung, sondern die komischen Verträge die da geschlossen werden. Gewinngarantie und wenn die Umsatzzahlen nicht stimmen sollten, dann zahlt der Bürger dennoch. In unserem Fall subventioniert der Bundesbürger schon heute über den Länderfinanzausgleich indirekt Veolia, ohne das man sich darüber beklagt.
    Ich nenn Berlin nur exemplarisch, denn ich denke auch in anderen Kreisen und Kommunen sind längst Private Mitanteilseigner bzw. Betreiber der Wasserversorgung. Ähnliches gilt denke ich mal für die Stromversorgung.
    Mein Fazit aus der Geschichte ist, das nicht die Privatisierung das eigentliche Problem ist sondern das die Politiker offensichtlich bei der Vertragsgestaltung völlig überfordert sind und sich über den Tisch ziehen lassen.
    Anders als in den meisten Fällen kann man die eigene Dämlichkeit dann noch kaschieren indem die Verträge nicht öffentlich gemacht werden. Dämlichkeit sollte ich vielleicht in „“ setzen, denn eine gewisse Grundbildung, vielfach im juristischen Bereich, ist ja vorhanden. Da ich kein Jurist bin kann ich auch nicht rechtsverbindlich einen Vorsatz definieren, sondern nur die Behauptung aufstellen das hier andere Interessen als das Gemeinwohl entscheidend waren.

    LG
    Andreas

  • Moin Andreas,


    doch, doch, die Privatisierung ist schon das Problem, denn die bringt es mit sich, dass da andere Interessen als das Allgemeinwohl in den Vordergrund treten. Die Firma, die da einsteigt, will Gewinn machen. Das braucht ein kommunaler Betrieb oder eine Genossenschaft nicht. Den Gewinn müssen die Wasserverbraucher oder die Steuerzahler bezahlen oder sicherstellen. Das brauchen sie bei einem kommunalen oder genossenschaftlichen Versorgungsbetrieb nicht.


    Dass diese PPP-Verträge tausende Seiten Juristenenglisch umfassen, massive und weitgehend gegenleistungsarme Geldflüsse in Richtung der "Investoren" beinnhalten und meist weit auswärts gelegene Gerichtsstände vereinbaren und offenbar von denen, die da zustimmen, nicht verstanden werden, ist die Kirsche auf dem Sahnehäubchen.


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Moin Herbert,


    die handelbaren Verschmutzungszertifikate, wenn man sie von der Rückseite betrachtet, sind da sowas wie ein Einstieg, scheint mir.


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Glaub mir Micha, Deine (unsere) Daten sind schon lange kein Geheimnis mehr.


    Ich habe abgestimmt. Da gab es mal im österreichischen Radio vor kurzem einen Bericht, dem zu folge es nichts bringt, wenn Staaten wie Österreich im Grundgesetzt festschreiben würden, das Wasser nicht privatisiert werden darf.
    Einfach aus dem Grund, weil EU Gesetz über der Rechtsprechung einzelner Staaten steht.


    Das heißst wenn der Staat nein sagt und die EU ja, dann ist es auch ja.


    So weit sind wir inzwischen. Jeder der ein solches Europa befürwortet ist in meinen Augen blind, dumm oder uninformiert.


    Gemeinsame Handelspolitik ja, aber dann wars das auch schon. Aber die Zukunft wird uns sicher zeigen, das wir auf einem völlig falschen Weg sind.


    Trotzdem denke ich das es sehr wichtig ist, bei solchen Abstimmungen mitzumachen, einfach aus dem Grund, um die allgemeine Stimmung kund zu tun.