Oscar Perone Bienenstock

  • Hallo Bernhard und Manfred,


    diese Entdeckung von Bernhard hat mich auch fasziniert, und ich würde gern mehr darüber erfahren. Ich bin begeistert, welche Schätze Bernhard hier immer wieder zu Tage fördert. Vielen Dank für die Möglichkeit, daran Teil zu nehmen!


    Herzliche Grüße
    Bernd

  • Also die dahinter liegende Idee ist:


    - viel Platz
    - viel Ruhe
    - viel Honig.


    Eigentlich alte Imkerweisheiten. Insbesondere ständig über viele Honigvorräte zu verfügen, scheint der Bienengesundheit förderlich.


    Oscar ist darüber hinaus der Meinung, daß Bienenvölker allen Schwierigkeiten begegnen können, wenn sie nur groß genug sind. Viele Bienen bedeutet auch viele Möglichkeiten der Arbeitsteilung und einen breiten Fächer von Fähigkeiten.


    Da ist schon was dran, die Alten schreiben immer stets davon, möglichst starke, kräftige Völker zu halten.


    Für unsere Breiten scheint allerdings das Volumen zu groß. Bisher in Deutschland besiedelte Beuten sind zugrunde gegangen. Vermutlich aber, weil sie auch nicht gegen Varroa behandelt wurden. Nicol Jacobus schreibt im Jahr 1568, daß so eine Klotzbeute drei bis fünf Jahre nach Besiedelung nicht beerntet werden darf, solange brauchen die Bienen, um sich einzurichten. Ich kann mir vorstellen, daß das auch für Peronebeuten gilt. Im Süden werden die relativ schnell ausgebaut.


    Deswegen sollte man mal einen Versuch wagen und so ein Riesending besiedeln und fünf Jahre lang unter die Arme greifen. Dann laufen lassen.


    Ich bin ein wenig skeptisch, weil in der Natur alles, was groß ist, über die Zeit wieder kleiner gemacht wird. (Riesenechsen, Schnecken, etc.) Oscar experimentierte auch mit mehreren Königinnen pro Beute. Was da allerdings rausgekommen ist, ist mir nicht bekannt.


    Das Prinzip ist, die Dinger in die Gegend zu stellen, zu besiedeln und sobald die sich etabliert haben, nur noch zum Ernten vorbeizukommen. In Argentinien funktioniert das!


    Es gibt den unteren Bereich, ich glaube 125 Liter, der Tabu für den Imker ist. Nur der obere Bereich wird beerntet.


    Gruß
    Bernhard

  • Diese Variante möchte ich vielleicht mal ausprobieren. Einige extra Zargen habe ich noch da, Unterträger aus 10 Rähmchen rausschneiden und ein Bodenbrett ist auch schnell gebastelt.


    Gruß, Wilfried.

    ...und der Blick auf die Biene wird der Blick auf die Landschaft sein (Bernhard Heuvel, 08.11.2013)

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  • Nö, die Zargen sind Frankenbeuten aber das mit den ca. 125 l Bee‘s Area haut auch bei diese Variante hin und ich glaube der Entwurf stammt von O.P.

    ...und der Blick auf die Biene wird der Blick auf die Landschaft sein (Bernhard Heuvel, 08.11.2013)

  • Hallo,


    ein schöner Gedanke - jahrelang im unteren Bereich der Beute gar nichts zu manipulieren. Aber wie soll das weiter gehen? Stichwort Wabenhygiene. Das werden doch ganz schwarze Schwarten da drin. Wie lange will/kann man da zusehen?


    Servus
    Philipp

  • Hallo Philipp,


    Wabenhygiene ist evolutionär gesehen eine recht junge Erscheinung ;-)
    und möglicherweise für die Bienengesundheit überbewertet.


    Varroabehandlung müsste befallsorientiert laufen.
    Habe letztes Jahr bei einer Stabilbau-Beute, die ich nicht öffnen wollte, eine Bienenprobe mit Flugbienen gemacht. Geht mit einem Vorsatzkästchen vor dem (verschlossenem) Flugloch ganz gut.
    Bei stark befallenen Völkern sind auch auf Flugbienen etliche zu finden.


    Versuche, dieses Jahr die Methode zu eichen: Bienenkiste: Bodenbrett-Bienen und Flugbienen gleichzeitig zu beproben und das Verhältnis der aufsitzenden Varroen zu bestimmen.


    Was ist die optimale Geometrie von Monsterbeuten unter dem Gesichtspunkt Wabenabriss?
    Ist eine verlängerte Bienenkiste mit 150 cm Brutraum zu flach?


    Gruß, Gunnar

    Meine Bienen fliegen zu 100 % mit flüssigem Sonnenschein.