Kontinuierlicher Filter

  • Moin Zusammen!
    Hat Jemand Erfahrung mit dem kont. Filter von Swienty (Artnr 109187)? Funzt der? Suche eine bessere/schnellere Methode um ca. 300kg Honig auf die schnelle zusieben. Enddeckelt wird mit Hobel oder Messer. Würd mir gerne das gerödel mit "normalen" Sieben und anschließendem Spitzsieb sparen, dauert einfach zulange und macht keinen Spaß. Hab da so meine Zweifel ob das mit dem beheitzten Spitzsieb funzt da das Sieb ja beim Sieben im Honig stehen/ hängen soll, da wird der Honig doch zu heiß oder? Außerdem find ich die Funktionsweise nicht schlüssig.
    Denke ein Sieb ala Lunzer wäre da besser, oder (ist mir nur eher zuklein)? Früher gab es mal einen großen Siebbehälter nach diesem Prinzip für 125kg, wird nur glaub ich nicht mehr produziert. naja vielleicht hat ja jemand nen Tip!?
    Einen schönen Abend wünscht Euch
    Thore

  • Hallo Thore!


    Das Sieben bereitet auch bei mir immer wieder Probleme. Genau nach dem gleichen Prinzip siebe ich auch meinen Honig. Es kommt sehr auf die Art des Honigs an, ob das Sieben längerfristig funktioniert oder nicht. Bei den verschiedenen Systemen muss man bedenken, was man macht, wenn das Sieb doch einmal voll sein sollte. Denn dann fangen wirklich die Probleme an. Man kann den Honig durch den unteren Auslasshahn zwar ablassen, aber der Honig im Sieb bleibt darin stehen, und das ist gar nicht so wenig. Was macht man damit? Wie kann man das Sieb wechseln?


    Dein Produkt der Fa. Swienty schafft sicher 300 kg Honig. Aber steht der Aufwand tatsächlich dafür. Mein Vorschlag wäre, du nimmst einen Hobbock, bringst unten und oben einen Auslasshahn an, versiehst den Deckel mit einer passenden Öffnung und hängst ein herkömmliches Spitzsieb ein. Zur Befestigung des Siebes verwende ich einen abgeschnittenen Teil eines kleineren Eimers. Für 300 kg Honig reicht eine solche Konstruktion auf alle Fälle. Die in Honig getauchten Siebe halten schon länger als andere, aber das totale Wundermittel sind sie auch wieder nicht. Es kommt sehr auf den Durchsatz an. Wenn die Wachsteilchen tatsächlich die Zeit haben, dass sie aufschwimmen können, dann hält das Sieb sicherlich lange, aber ab einem gewissen Durchsatz werden die Wachsteilchen gegen das Sieb gedrückt und verstopfen dieses.


    Das Sieben von Honig bereitet so lange keine besonderen Probleme, solange keine Melizitoseteilchen dabei sind. Aber wehe, wenn es anders ist. Aus diesem Grund bin ich am überlegen, das Sieben des Honigs noch zu verbessern. Die eleganteste, aber nicht leistbare Lösung wäre ein Honig-Separator, z.B. Swietny, Nr. 107802. Eine weitere Möglichkeit wäre anstatt zu sieben den Honig zu klären. Die Klärverfahren haben aber den Nachteil, dass sie langwierig sind und große Behälter benötigt werden.


    Falls ich im heurigen Winter noch dazu komme, dann werden ich mir dahingehend etwas bauen. Früher hatte ich einen einfachen Mini-Separator ins Auge gefasst. Davon bin ich schon wieder abgekommen, da das Gerät entweder während der gesamten Honigschleuderung laufen müsste und sicherlich Lärm erzeugen würde, oder man separiert den Honig er nachträglich, dann muss man mit schwere Hobbocks hantieren. Beides will ich nicht.


    Zur Zeit denke ich an eine Vorrichtung mit einem Endlossieb. Sollte das Sieb verstopft sein, so sollte man weiterkurbeln können, wodurch eine neue Stelle des Siebes zum Einsatz kommt. Die verstopfte Siebstelle gelangt allmählich an die Oberfläche und kann gesäubert werden. Aber das ist noch Zukunftsmusik.


    MfG
    Honigmaul

  • Hallo Thore


    ich meine mich an eine Konstruktion bestehend aus einem Nylonstrumpf in einem Hobbock mit Abflußhahn zu erinnern. Kriege das aber gerade nicht mehr richtig auf den Schirm.
    Aber ein Imkerkollege nutzt das und es scheint sehr praktikabel zu sein.
    Werde mal versuchen mehr rauszukriegen. Wobei es bestimmt hier einige gibt, die da mehr wissen.
    Ach ja es kam wohl sehr auf die DIN Norm der Strümpfe an ich glaube es waren Stützstrümpfe.


    Grüße


    Simon

    Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.
    Georg Bernhard Shaw

  • Die DDR-typischen Siebkübel mit stehendem Doppelsieb sind sehr gut geeignet selbst große Honigmengen zügig abzusieben. Dabei sind der kontinuierliche Honigstrom und die senkrechte Anordnung der Doppelsiebe die Idee. Der Filterrückstand (Wachs, ect. ) soll nicht mit Kraft an die Siebe gedrückt werden, sondern davor schweben oder aufsteigen können. Das ist eigentlich schon Alles. Sinnvollerweise wird der Siebkübel langsam betrieben. Da immer nur ein halber Eimer nachgeschüttet werden kann - sonst würde der Honig über die Siebe laufen - ist auch der Füllstand ungesiebt nur 5cm höher als gesiebt. Das ist genau richtig. Selbst unter schwierigen Verhältnissen laufen 300 kg sicher durch einen Siebsatz.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder