Kochkessel Benutzung

  • Hallo
    habe wie in einem anderen Thread schon erwähnt einen Kochkessel erstanden und würde ihn gerne dazu verwende meine bereits ausgeschmolzenen Waben im Kochkessel mittels Natronlauge auszukochen.


    Frage 1: Wie übersteht der Kochkessel das ganze ( Emaliert ) ist der noch sauber zu kriegen oder ist der für immer Imkerwerkzeug?


    Frage 2 : Was mit der Natronlauge machen ?? Grünbelagentferner , Güllegrube, Vorfluter ......... Sondermüll


    Frage 3: Wie lange in wie heiser Lauge ( 3-5 % ) baden ( rühren) `?


    Frage 4: Wieviel Rähmchen (DNM) oder wieviel Durchgänge in einem Kesselansatz?? Mit oder ohne Zeitlicher unterbrechung?



    Vielen Dank für alle Antworten



    Grüße


    Simon

    Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.
    Georg Bernhard Shaw

  • Hallo !


    Hallo
    habe wie in einem anderen Thread schon erwähnt einen Kochkessel erstanden und würde ihn gerne dazu verwende meine bereits ausgeschmolzenen Waben im Kochkessel mittels Natronlauge auszukochen.


    Was sollen Waben im Kochkessel ?
    Ich gehe mal davon aus Du meisnt lediglich die Rähmchen.



    Frage 1: Wie übersteht der Kochkessel das ganze ( Emaliert ) ist der noch sauber zu kriegen oder ist der für immer Imkerwerkzeug?


    Er wird wieder sauber, aber nicht mehr richtig rein.
    Wir habe für uns festgestellt, das klar trennen viele einfacher macht ...
    ... und Nerven schont.




    Frage 2 : Was mit der Natronlauge machen ?? Grünbelagentferner , Güllegrube, Vorfluter ......... Sondermüll


    Abflussssssssss .....
    ... ggf. beim Abwasserentsorger anrufen.
    Habe ich auf anraten unsere regional zuständigen Imkerfachberater auch getan,
    der vom Abwasserwerk meint nur sinngemäß:
    "Dann brauchen wir in Zeiten von "Sparspülungen" diesen Abfluss wenigstens nicht extra spülen,
    immer rein damit !"




    Frage 3: Wie lange in wie heiser Lauge ( 3-5 % ) baden ( rühren) `?


    ca. 20min ist gut,
    auch wenn wir selbst das NIE machen ...
    ... nur mal bei gebraucht gekauften Kram.



    Simon


    Gruß
    der Bienen
    Knecht

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Hallo !



    Was sollen Waben im Kochkessel ?
    Ich gehe mal davon aus Du meisnt lediglich die Rähmchen.


    Ja klar meine ich nur die Rähmchen, da in diesem Thread :http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=20346&highlight=waschkessel


    das auskochen der ganzen Waben behandelt wird und ich irgendwie nicht weiter kam ;-)


    Danke Danke für deine Antwort


    Grüße


    der Simon

    Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.
    Georg Bernhard Shaw

  • Hallo Simon,


    zu 1.: Mach Dir das Leben leicht und nimm den Kessel nur noch für die 'Imkersuppe', auch Natronlauge genannt. Der Kessel übersteht den Einsatz gut, sofern die Emaille nicht abgeplatzt ist, ansonsten schränkt sich seine Lebenszeit etwas ein. Selbst durch Schrubben mit einer harten Bürste bekommst Du den Kessel nicht wieder 'wie neu'.


    zu 2.: In den Abwasserkanal oder flächig auf aufnahmefähigem Boden verteilen.


    zu 3.: In 3,5%iger Lauge 5 Minuten sieden. Niedrigere Temperaturen erfordern mehr Zeit und erwischen evtl. nicht alle Krankheitserreger.


    zu 4.: Die Lauge solange nutzten, bis an den zu reinigenden Gegenständen (Rähmchen, Beuten) nicht gewünschte Substanz hängen bleibt, die auch beim zwingend erforderlichen Nachspülen mit klarem Wasser zur Neutralisation der Oberfläche der gelaugten Gegenstände, entweder im Bottich und mit Bürste oder scharfer Strahl aus dem Schlauch oder Kärcher, nicht weg schwimmt. - Eine zeitliche Unterbrechung, also nach Tagen wieder aufkochen, spielt keine Rolle. Sollte auf der Lauge dann oberflächig unerwünschte Substanz schwimmen, so lässt sich diese manchmal mit einem feinen Metallsieb abschöpfen. Das geht aber eigentlich nur mit abgelöster Binderfarbe von Styroporbeuten und bei der Arbeit hineingefallene Gegenstände. Andere Rückstände flutschen auch durch feine Küchensiebe. Dann eher zusammen mit etwas Lauge abschöpfen und evtl. die fehlende Menge ersetzten.


    Und immer schön Schutzkleidung (säurefeste Schürze, ebensolche Handschuhe, Schutzbrille) tragen. Selbstredend kein Ätznatronpulver in das heiße Wasser schütten. Und wenn die Lauge schön siedet ist es vorteilhaft, die Windrichtung bei der Auswahl des eigenen Standplatzes zu berücksichtigen.
    Der Nachteil dieser Reinigung: Aus dem Holz wird das Lignum (Ich glaube es heißt so.) heraus gelöst und irgendwann kannst Du in die Rähmchen mit dem Fingernagel hineindrücken. Die Haltbarkeit ist dann dahin.


    Wolfgang, der Heidjer

    "Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit." (v. Sören Kierkegaard)