"Windel" wann bzw. von wann bis wann???

  • Zumindest bei meinen Bienen konnte ich die letzten Winter beobachten, dass sie diesen immer am Rand beginnen und dann wandern.
    Dementsprechend schätze ich, dass so auch die Futteraufnahme statt findet.


    Von unten in den Kasten geschaut, sieht es zwar so aus, als würden die Damen in manchen beuten "mittig" hängen, aber beobachtet man das Gemüll am Boden, sieht man sehr gut, wie sie sich voran arbeiten


    LG: Anni

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • ...Wie tragen die Bienen das Futter in der Regel um?
    ...


    Sorry, bin zwar nicht Melanie, aber hier meine Beobachtungen zum Umtragen:
    - In meinen alten Hinterbehandlungskisten (Normbeute-52, 2x 10...14 Waben im Warmbau) sitzen die Bienen im Winter meist sehr fluglochnah und nie(zumindest bei mir) am Guck-Fenster. Aber nach wärmeren Wetterperioden leeren sie auch die Futterwaben am Fenster - sehr schön zu beobachten.


    PS: Als Info für die geschlossene-Böden-Fraktion - aus zweien von meinen 7 HBBs läuft das Wasser durchs Flugloch heraus - ekelig!


    Gruß Jörg

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Jörg K. () aus folgendem Grund: PS

  • ...nein, ich meine "Großraumimkern" - das ist für mich das Imkern mit einem großen Brutraum...wie immer der nun aussieht. Aber eben nicht geteilt in mehrere Zargen mit einzelnen Wabenetagen; letztlich packe ich darunter jeden ungeteilten Brutraum...


    Ok, dann machs halt so. Ist aber halt nicht treffend. Du suggerierst m.E., dass die Vorteile bzw. die spezielle Eigenart von dadantartigen Beuten in der Raumgröße liegen, wobei der Raum in mehrzargigen Bruträumen ... ich meine - ist halt ein Brutraum, ob von ein, zwei oder drei Zargen umgeben...



    ...Und mit den "Trennschieden" meine ich Waben, die eben als Leerwaben wie Schiede wirken. Varroa-Schubladen oder -schieber oder "Windeln" sollten jetzt aber auch raus ;-))...


    Sorry: Da hab ich wohl das Schied, auf das sich mein Hinweis bezog:


    ...Daher also immer ein Auge auf dem Wetterbericht und Schiede raus...


    ...falsch verstanden.


    Aber, wie gesagt, war nur ein Hinweis und dabei solls nun auch bleiben.


    MfG André

  • ...alten Hinterbehandlungskisten ...Warmbau ... aus zweien von läuft das Wasser durchs Flugloch heraus


    Meine Gedanken dazu:
    Warmbau (s. Vorhangwabe) -> bei Flugloch oder Bohrloch oben
    Kaltbau -> Flugloch eher unten, da sonst einströmende Kaltluft teilweise direkt durchs Nest fallen würde



    LG André

    Der wahre Meister tut nichts, doch er lässt nichts ungetan. (Laotse)

  • Warmbau (s. Vorhangwabe) -> bei Flugloch oder Bohrloch oben
    Kaltbau -> Flugloch eher unten, da sonst einströmende Kaltluft teilweise direkt durchs Nest fallen würde


    Graue Theorie...bei den Lüneburger Stülpern ist das Flugloch oben, die Waben im Kaltbau ausgerichtet.


    Wo Schimmel und Wasser jetzt in Strömen auftreten, offenbart sich das Mißverhältnis von Winterraumgröße und Volksstärke. Spätestens wenn Brut angesetzt wird, wird der Raum mitgeheizt. Auch wenn einige fälschlicherweise von Umständen der Wintertraube vor Brutbeginn aufs restliche Jahr schließen. Wer hier konstruktiv für warm-trockenes Raumklma sorgt, der unterstützt die Bienen. Die restlichen, den verschiedenen Konstruktionen ausgesetzten Völker müssen halt irgendwie überleben. Naja, werden im Frühjahr eben wieder ein paar Waben entsorgt.

  • Bernhard:


    Wer hier konstruktiv für warm-trockenes Raumklima sorgt...


    ------------


    Wie hältst Du es damit, wie sorgst Du dafür?


    LG: Anni

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Wie hältst Du es damit, wie sorgst Du dafür?


    Hallo Anni,


    hier experimentiere ich noch. Zuerst habe ich mit einem Kondensatordach gearbeitet, in dieser Saison arbeite ich mit Zargen und Boden von Gatineau. Die Zargen haben ein Bohrloch, daß mit einem Blechschieber verschlossen wird. Der Boden hat ebenfalls ein Blech, das den Boden nach unten abschließt. Diese Bleche werden in der kalten Jahreszeit kalte Flächen sein, an denen das Wasser kondensiert. Dabei kann das entstehende Kondenswasser kontrolliert nach außen ablaufen. Die Wärme bleibt in der Beute, da sie bei der Kondensation innen in die Beute abgegeben wird. Ganz im Gegensatz zur Ventilation, wo es einen unkontrollierten Wärmeentzug gibt.


    Für die Zeit des Nektareintrages ist mir noch nichts Praktikables eingefallen. In dieser Saison werde ich daher weiter mit Ventilation im Mai+Juni arbeiten.


    Gruß
    Bernhard

  • Danke für die Antwort,


    es beruhigt mich, dass auch Andere sich mit dieser Problematik befassen.


    Verschiedene Tips habe ich im Imkerverein aufgeschnappt ( natürlich nicht so dolle, wie deine Tests):


    In der Windel ein Ablaufloch, ein kleiner Keil unter die Beute, damit sie ganz leicht schief steht und das Wasser zum Ablaufloch heraus kann.
    Die Beute ist somit zwar vor Zugluft geschützt, aber auch vor Stauwasser.


    Ich selber habe schon Schwammtücher in die Beute gelegt, welche sich nach und nach aufsaugten und ich somit fließendes Schwitzwasser vermieden habe und auch mit Schwammtüchern nichts schimmelte.


    Ebenso gab mir ein Imker den von ihm ausgeführten Tip ( je nach Beutendeckel) statt Abdeckfolie ein altes Bettlaken zu verwenden, darüber (zwischen Bettlaken und Beutendeckel Stroh, welches das Kondenswasser aufsaugt bzw verhindert)




    Interessant.....


    LG: Anni

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Diese Bleche werden in der kalten Jahreszeit kalte Flächen sein ... Die Wärme bleibt in der Beute, da sie bei der Kondensation innen in die Beute abgegeben wird.


    Und wie verhinderst Du, daß die Bleche die Wärme größtenteils nach außen abgeben (größeres Temperaturgefälle)?
    So was nennt Otto Normalbürger auch Kältebrücken!



    LG André

    Der wahre Meister tut nichts, doch er lässt nichts ungetan. (Laotse)

  • Gar nicht. Die Bienen sitzen ja nicht auf dem Blech, deswegen ist das irrelevant. Wir wissen ja, sie heizen nicht den Raum. :wink: :lol:


    Im Ernst, die Flächen müssen ja kalt sein, sonst funktioniert es nicht. Am Boden ist es egal, da sitzen die Bienen nicht, das wissen wir ja von den offenen Gitterböden. Die Fluglöcher in den Zargen sind gerade mal 1,5 cm im Durchmesser, das macht im Verhältnis auch nichts aus.


    Bei mir bleiben die Böden geschlossen, da bei uns am Rhein kontinuierlich Winde wehen. Das hält kein Bien mit offenen Böden aus, wie ich selbst schon erleben musste. Deswegen stelle ich Windschutz auf, pflanze Windschutz und die Böden bleiben geschlossen.


    Gruß
    Bernhard