Wintersitz in Trogbeute

  • Hallo
    Bin etwas beunruhigt über den Sitz der Bienen in meinen 4 DNM Trogbeuten . Sie sind alle nach vorne gezogen und das meiste Futter ist noch hinten. Habe dies vor 7 Tagen bei der ox Säure Behandlung festgestellt.
    Frage: heute haben wir 14 Grad und alle 22 Völker fliegen. Macht es Sinn das Futter umzuhängen oder ändern sie in der Trogbeute jetzt von sich aus den wintersitz ? Ist erst mein 2 Winter mit trogbeuten .
    Danke für die kommenden Antworten
    Grüße
    Simon

    Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.
    Georg Bernhard Shaw

  • Hallo !


    Kein Thema, unsere Trogbeutenvölker sitzen immer Fluglochorientiert.
    Bei 18 oder 19 Waben wird bei uns das "Fluglochferne" Futter fast nie angenommen,
    deshalb haben wir eigentlich immer nur 12-14 Waben drin,
    erstens reicht das, zweitens schimmelt so auch nichts.
    (die erste und die hinten 5 Waben sind im Winter drausen).


    Hatte das Heute schon, aber trotzdem:
    schau mal in das Buch vom Weiß: Leichter imkern mit Trogbeuten


    Gruß
    der Bienen
    Knecht

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Hallo Simon


    da ist alles in Ordnung und nur nicht in den Waben rumsortieren. Bei meinen HBB sitzen sie auch am Flugloch. Schlimm wäre es wenn sie in der Mitte sitzen würden und dann wenn es kalt ist auf eine Seite ziehen und wenn das Futter verbraucht ist, können sie über die leeren Waben, bei Kälte nicht mehr ans Futter und verhungern, obwohl noch genug Futter in der Beute ist.
    Also bei deinen Bienen alles Bestens.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Na ja aber wenn am Fluhloch das Futter zu Ende geht müssen sie doch über die leeren Waben um an das Futter auf der Rückseite zu kommen oder ? Wäre es nicht eventuell besser die vollen Futterwaben von hinten nach vorne zu packen.
    Prinzipiell wiederstrebt es mir auch zutiefst jetzt an den Bienen rumzufummeln. Aber jetzt mach ich mir doch so meine Gedanken.
    Grüße


    Simon

    Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.
    Georg Bernhard Shaw

  • Hallo,


    nö, so lassen. Sag ich auch als Nicht-Trogbeutenbetreiberin. Fluglochnaher Sitz der Wintertraube ist durchaus üblich.


    Deine Sichtweise ist eventuell "um die Ecke gedacht". Sie sitzen vorne und das gar nicht weit vom Futter entfernt - einfach weil sie noch gar nicht viel verbraucht haben, das kommt erst in den nächsten Wochen mit zunehmender Bruttätigkeit. Der reine Heizbetrieb der Wintertraube verbraucht den geringsten Futteranteil der Saison.
    Vor dort, wo sie jetzt sitzen wandern sie dem Futter folgend dann nach hinten.


    Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo Simon,
    sie ziehen dem Futter auch nach hinten nach.
    Sie wissen ja, wo es sich befindet.
    Deshalb nichts in den Kästen verändern.
    Hat bei meinen Trogbeutenvölkern auch geklappt, obwohl ich diese eingeengt hatte.
    Hallo Bienenknecht, hieß der Autor nicht Weber?
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • OK
    ist gebucht. Werde dann bald berichten. Trogbeuten machen ja schon Spaß. Sind aber doch nen etwas anderer Schnack als meine alten Magazine.
    Vielen Dank für die Antworten.


    Grüße
    Simon

    Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.
    Georg Bernhard Shaw

  • Zugegeben etwas spät aber hier das Ergebnis mit der direkt gefolgten Frage.


    Also 2 Völker in Trogbeute sind verhungert. Sie hatten keine Chance mehr ans Futter zu kommen, da sie auf den Flugloch nahen Waben schon die erste Brut gepflegt haben , das Futter war jedoch weit hinten und dazwischen lagen 5 absolut trockene Waben.
    Tja es waren natürlich die beiden brutfreudigsten Vòlker.


    Jetzt zur Frage.
    Die Problematik entstand augenscheinlich dadurch , das die Bienen zum Winterbeginn in der Mitte der Trogbeute ihren Sitz hatten und von da an vom Futter weg und zum Flugloch hin gezogen sind.
    Macht es dann wohl Sinn den Sitz der Bienen jetzt möglichst weit nach hinten zu verlagern? Wenn ja bis wann oder ab wann ?


    Grüße
    Simon

    Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.
    Georg Bernhard Shaw

  • Ich schiebe die immer nach vorne. Erste Wabe leer oder Mittelwand. Dann achte ich darauf, daß über den Rähmchen Platz genug ist, also Bienenabstand/beespace. Darüber dann dick Isolierung. Entweder indem ich den leeren Honigraum ohne Absperrgitter draufstelle. Und dann kommt ein dickes Schaumstoffkissen rein, etwas größer geschnitten als die Honigzarge. Dadurch kann ich sie nach dem Reindrücken wieder hochziehen. So entsteht darunter eine Kuppel.


    Oder ich lege Folie drauf, den Deckel mit viel Abstand. Dick Isolierung oben drauf, oben auf den Deckel. Die Bienen drücken die Folie selber hoch und haben dann genug Platz zum Wechseln der Waben. Bei der Version kann man sich eigentlich das nach vorne rücken sparen.


    Im Frühjahr dann nach hinten rücken. Im Winter brauchen die Bienen etwas Frischluft, so weit hinten bekommt ihnen das nicht. (?)


    Gruß
    Bernhard

  • Hallo Simon,


    der Wintersitz in einer Trogbeute muss m.E. immer hergerichtet werden!


    Die Bienen und auch das im Herbst verbleibende Brutnest muss sich im vorderen Drittel befinden.
    Anordnung von vorne nach hinten, möglichst nur eine Deckwabe mit möglichst viel Pollen, dann Brutwaben, danach Futterwaben, eventuell Deckwabe.


    Da ich in meinen Trogbeuten ein größeres Wabenmass hab weiß ich nicht genau wieviel Waben du zur Überwinterung drin lassen solltest, aber mehr als 11-12 macht grob geschätzt selbst für DNM keinen Sinn?


    Meine Vorgehensweise ist, Bienensitz herrichten, Flugloch entsprechend dem natürlichen Bienenflug auf eine Seite einengen, Waben mit verzetteltem Futter leicht aufreißen und ohne Schied ganz nach hinten hängen, Luft zwischen den Waben lassen, danach oder sogar schon gleichzeitig mit kleineren Mengen auffüttern, damit die Bienen auch die nötige Zeit haben das Futter zu trocknen und möglichst weit vorne einzulagern. Alle Waben müssen von oben einen sichtbaren Futterkranz aufweisen! Der Zehrweg findet nicht nur von vorne nach hinten statt sondern auch den Wabengassen entlang vom Flugloch weg. Das Brutnest wandert mit der Wintertraube nach hinten und wird nach der Winterpause Futternah begonnen. Man kann das sehr schön auf der Windel verfolgen :wink:


    DNM einfach ist meines Erachtens zu klein für eine Trogbeute, selbst Weber empfiehlt deshalb teilweise seine Alpentrogbeuten mit halbhohem Honigraum zu überwintern. Und seine Waben sind 4cm höher!



    Gruß


    Ulrich

    Eine hohe Rechenleistung des Imkers klärt so manches imkerliche Problem und spart manch unnötigen Eingriff :wink:

  • Hallo Bernhard,


    weil du zur sicheren Überwinterung auf diesem kleinen Wabenmass wie DNM einen halbhohen Honigaufsatz zusätzlich benötigst um das Winterfutter zu Speichern.
    Zitat aus deiner verlinkten Beschreibung:" Zur Aufnahme und Speicherung des Winterfutters dient jetzt der halbhohe Aufsatzkasten."
    Der Zehrweg ist bei DNM m.E. zu kurz, bei einer langen Kälteperiode kann es vorkommen, das ein Teil der Bienen die Wabe nicht übersteigen kann und erfriert. Zumindest ist ein längerer Zehrweg vorteilhafter?
    Und wenn du zur Überwinterung zusätzlich noch eine Zarge benötigst, hast du schon fast wieder eine Magazinbeute!?


    Gruß


    Ulrich

    Eine hohe Rechenleistung des Imkers klärt so manches imkerliche Problem und spart manch unnötigen Eingriff :wink: