Varroabehandlung schon zuspät?

  • Hi Leute,würde mal gern von euch wissen ob ich die Varroabekämpfung mit OS jetz noch durchführen kann oder ist es schon zuspät?
    Bei uns hat es im Moment ca + 3°C ist doch eine passende temperatur,oder liege ich da falsch?
    Ob meine Völker in Brut sind kann ich nicht sagen da ich diese noch nicht geöffnet habe. Kann euch aber sagen das ich in einem Volk ca 26-28°C habe,weil ich dieses mit einem Thermostat überwache.Also gehe ich mal davon aus das dieses schon in Brut ist.
    Würde mich über viele hilfreich Antworten freuen.


    Lg Bienenherscher:Biene:

  • Da ich nicht davon ausgehe, dass in den kommenden Tagen die Temperatur noch deutlich sinkt würde ich, hätte ich noch nicht mit OS geträufelt, dies so bald wie möglich tun.
    Warum?
    - Man hat mir erzählt die Träufelbehandlung wirkt am besten je kühler es ist und die Bienen daher eng beieinander sitzen.
    - Ich ungerne nach Sylvester behandeln würde (Sinn oder Unsinn dieser Verordnung sei mal dahingestellt, ich fühle mich einfach besser je länger die Behandlung her ist bei der Ernte)


    Aber ich bin ja auch nur ein lausiger Anfänger, also gib nicht zu viel auf meine Meinung.
    (Das schreibe ich nur um den selbsternannten Experten den Wind zu nehmen, natürlich sollst Du genau das machen was ich schreibe)


    P.S.: 100%... 80%...

  • Habe heute behandelt, aus demselben Grund: es war der erste Tag seit Wochen in der "richtigen" Temperatur.
    Du hast ja auch nur die Altrnative: jetzt behandeln (dann erwischst Du die Milben in eventuell bereits verdeckelter Brut nicht mehr) oder gar nicht behandeln (dann erwischst du gar keine Milbe).


    LG. J.

  • Hi Leute,würde mal gern von euch wissen ob ich die Varroabekämpfung mit OS jetz noch durchführen kann oder ist es schon zuspät?


    Lg Bienenherscher:Biene:


    Bienenherrscher , Lies mal hier. du kannst solange behandeln wie die Brut nicht verdeckelt ist . Also sofort .


    >>> http://redaktion.dlv.de/redakt…achtungen/Lange_12_10.pdf <<<


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Danke Josef,war interesant zu lesen. Bin auch mit dem behandeln jetz fertig! Und mal schauen was der winter noch so bringt:wink:
    Wir hoffen doch alle das wir im Frühjahr alle unsere Bienen gut durch den Winter gebracht haben. Ich selber hatte ja im Jahr 2011 auf 2012 alle meine Bienen verlohren.:cry:

  • Hallo Bienenherscher80,

    Zitat

    Bin auch mit dem behandeln jetz fertig! ........ Ich selber hatte ja im Jahr 2011 auf 2012 alle meine Bienen verlohren


    Zufall??


    Was bringt euch eigentlich diese Winterbehandlung, außer ein gutes Gefühl, etwas getan zu haben. Glaubt ihr allen Ernstes ihr erwischt alle Milbe. Die Natur Antwortet auf Dezimierung immer mit Masse. - So auch in der Bienenwelt -


    Völker die an der Varroa zugrunde gehen, tun dies im Herbst (vor dem 21.12.) danach ist die Todesursache zu 99.99% eine andere. (Mäuse, Specht, Futtermangel /Futter abriss etc.) Die massiven Völkerverluste, wie sie heute an der Tagesordnung sind, haben wir erst seit dem großflächigen Einsatz der Winterbehandlung.


    Wir nehmen uns selbst, mit der Winterbehandlung, massiv die Möglichkeit die Völker auf Vitalität aus zu suchen. Völker die bis zum 21.12. überleben, werden auch im Frühjahr noch leben (andere Todesursachen mal ausgeschlossen) .. die Völker die denn im Frühjahr viele Milben haben, sind schwächer und bringen wenig Flugfähige Drohnen hervor, aber Sie leben noch! Der Imker wird dieses Volk kaum zur Nachzucht nutzen und die Drohnen werden auch nicht zum Zuge kommen.


    Die Biene brauch im Winter nur eines! RUHE, RUHE und nochmal RUHE! und keine Störung mit Säuredusche!


    MfG
    Thomas

    Der Mensch steht im Mittelpunkt und somit allein im Weg.

  • Natürlich bringt eine Behandung jetzt nichts mehr gegen einen Zusammenbruch in diesem Winter. Ziel ist es aber auch (zumindest bei mir), die Belastung in einem Volk so zu reduzieren, dass 2013 erst im August so viele Varroen im Volk sind, dass diese Völker Schwierigkeiten bekommen. Und dann kann ich schon mit AS behandeln.
    Den Erfolg der Winterbehandlung sieht man also erst im kommenden Sommer.

  • ...Was bringt euch eigentlich diese Winterbehandlung, außer ein gutes Gefühl, etwas getan zu haben. ... Die Biene brauch im Winter nur eines! RUHE, RUHE und nochmal RUHE! und keine Störung mit Säuredusche!


    :daumen:


    Ziel ist es aber auch (zumindest bei mir), die Belastung in einem Volk so zu reduzieren, dass 2013 erst im August so viele Varroen im Volk sind, dass diese Völker Schwierigkeiten bekommen. Und dann kann ich schon mit AS behandeln.


    Das ist IMHO das Behandler-Problem - solange es warm ist, wird erst gehandelt, wenn bereits Schäden da sind.
    Im Winter dann das andere Extrem, mit dem dann den teilweise schon vorgeschädigten Winterbienen der Rest gegeben wird.



    LG André

    Der wahre Meister tut nichts, doch er lässt nichts ungetan. (Laotse)

  • Hallo Chris,

    Zitat

    .. die Belastung in einem Volk so zu reduzieren, dass 2013 erst im August so viele Varroen im Volk sind, dass diese Völker Schwierigkeiten bekommen. Und dann kann ich schon mit AS behandeln. Den Erfolg der Winterbehandlung sieht man also erst im kommenden Sommer.


    Dass ist doch aber auch ohne Winterbehandlung der Fall. Wenn ein Volk schon vor dem August Probleme bekommt, ist noch genügend Zeit einzugreifen, zu behandeln, umzuweißeln, totale Brutentnahme zu machen oder what ever. Aber das Wichtigste ist: Mann sieht ab wann ein Volk Probleme bekommt und kann handeln.
    und was heißt "schon mit AS" behandeln.
    AS (alle Säuren nicht nur AS) schädigt die Brut, so wie auch die Bienen. Ab der ersten August Woche werden die Winterbienen erbrütet und diese sollten unter Best möglichen Bedingungen aufwachsen. - Säure und Milbenfrei-
    Eine kurzlebige Sommerbiene wird über eine Säuredusche nicht erfreut sein, muss sich aber über Langzeitschäden keine Gedanken machen. Eine Winterbiene welche bis 6 Monate und mehr durchhalten muss, bei der haben Schäden durch Säuren und PSM (auch in kleinsten Dosen) viel gravierendere Auswirkungen.
     
    Mit jeglicher Behandlung spielen wir den Chemiekonzernen genau in die Hände.
    Grüße
    Thomas

    Der Mensch steht im Mittelpunkt und somit allein im Weg.


  • Mit jeglicher Behandlung spielen wir den Chemiekonzernen genau in die Hände.
    Grüße
    Thomas


    @all . Es steht jeden frei zu behandeln oder nicht , nur braucht keiner der Nichtbehandler dann klagen wenn er im Frühjahr keine Bienen mehr hat .


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Ich verstehe auch gerade nicht, warum man jetzt die Milbenzahl nicht bestmöglich reduzieren soll, so sie denn nachweislich erhöht ist -
    damit ich dann deutlich vor August Argusaugen auf kippende Völker haben muß, mit bereits massivem Varroabefall und entsprechenden Viruserkrankungen im Schlepptau, die dann einer Behandlung bedürfen?
    Damit fällt für genau diese Völker die Honigernte für das in den Verkehr bringen aus.
    Es soll ja Bienenhalter geben, die genau hier Prioritäten setzen. Die wollen nicht an Selektionsstudien teilnehmen, vielleicht auch, weil sie es gar nicht beurteilen können, die wollen erst einmal ein paar Jahre klassisch Imkern lernen.
    Dann fangen einige an, das Hirn einzuschalten, andere nie und andere denken, sie täten es, tun es auch, die erdachten theoretisierten Erfolge fehlen aber und die Bienen müssen es so oder so ausbaden. Das Ergebnis der Nicht- als auch der Überbehandlung ist öfter ähnlich: Tote Völker. Interpretationsfreiheit besteht jedoch.


    Es gibt auch Anfänger, die die Alternativen, um Milbenzahlen ohne Säure- oder Medikamenteneinsatz zu drücken noch nicht überblicken, geschweige denn beherrschen, obwohl sie Umweiseln buchstabieren können. Gerade diese haben meistens (noch?)geringere Völkerzahlen und wenig Material, welches Gegenarbeiten mit meist massivem Nachwuchsaufbau etc. nicht ohne weiteres möglich macht. By the Way gehen die Altvölker, je nach Maßnahme dann unter diesen Bedingungen im Sommer trotzdem ein, sogar Schwärme.
    Und dann steht er da, der Jungstarter. Ohne Bienen. Da gebe ich Josef recht.


    Das nur mal zum Bedenken auch anderer Gesichtspunkte


    Und Völker, die einen starken aber nicht tödlichen Varroabefall hatten oder haben und sehr schwach sind, gehen sehr wohl auch in der nächsten Zeit noch hops. Direkt ein Schild "Varroa" dranhängen kann man dann evtl. nicht mehr, ja. Wieder mal interpretationsvariabel.
    Und nein. Ich schließe nicht die Augen vor PSM und anderen Problemen, die sind mir sehr wohl bewußt.


    Etwas bedenkliche Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper