Wächterinnen am 23.12.12

  • Hallo noaber


    Ich versuche mal deine Fragen zu beantworten. Im Normalfall fliegt eine Suchbiene so lange ihr "Treibstoffvorrat" reicht aber sie auch wieder sicher nach Hause kommt,
    auch wenn sie nichts gefunden hat. Eine Suchbiene hat die größten Erfahrungen und wird deshalb auch nicht von den Wächterinnen abgestochen, aber kontrolliert schon. Es gibt den Fall, das Bienen sich aus einem weisellos gewordenen Volk sich bei starken Völkern einbetteln, die müssen sich einer Leibesvisitation wie du sie beobachtet hast unterziehen. (habe ich vor kurzem erst gelesen), verhält sie sich richtig, wird sie auch eingelassen.
    Ich denke du hast folgendes gesehen; Es war eine Suchbiene eines anderen Volkes, möglicherweise leidet dieses Volk Hunger,die zu zielstrebig in das Volk eindringen wollte, möglicherweise war auch der fremde Stockgeruch und der der fremden Königin, letzteres der Hauptgrund für den Todesstich.


    Keines Falls war es eine eigene Suchbiene.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hallo Drobi
    Danke für Deine Erklärungen. Ich hatte meine Beobachtungen auch als Anfrage an die Landwirtschaftskammer NRW Geschäftsbereich Bienenkunde gestellt und ich bekam von Dr. Werner Mühlen folgende Antwort:
    Was Sie beobachtet haben, ist ein singuläres Ereignis, dem man zunächst kaum eine Bedeutung beimessen kann. Es kommt immer wieder vor, das Bienen abgewiesen werden am Flugloch. Da das Geschehen sich am 23.12. abspielte lässt es viele Deutungen zu. Zunächst werden Stockbienen immer eingelassen, egal ob sie Nahrung bringen oder nicht. Spurbienen (Suchbienen) kehren zurück wenn sie nichts finden und werden auch eingelassen.
    Fremde Bienen, die räubern wollen, oder sich nur verflogen haben, werden abgewiesen, ev, auch getötet. Bringt eine Spurbiene einen sehr fremden Geruch mit (Pflanzenschutzmittel zB), wird sie nicht erkannt und wie eine fremde Biene behandelt.
    Im Dezember können Bienen bei Temperaturen über 10-12ºC ausfliegen, verklammen dann aber möglicherweise und sind "froh" in irgendein Volk wieder einfliegen zu können. Sie werden dann natürlich abgewiesen. Dies mag hier geschehen sein. Eine Gefahr von den Nachbarvölkern geht nicht aus.


    Mir war schon wohl klar, dass es sich um eine Ausnahme handelt was ich beobachten konnte. Was mir aber Sorgen bereitet ist jetzt der zweite milde Winter in Folge und das es bei den jetzigen Temperaturen eben immer öfter vorkommen könnte. Auch gestern am 4.1. und heute am 5.1. fliegen wieder einige Völker. Die Fluglöcher sind jetzt wohl verkleinert. Aber das man jetzt schon auf Räuberei achten und das eingelagerte Winterfutter im Auge behalten muss, ärgert schon. Bei den schwächeren Völkern, mit stark verkleinertem Flugloch, schaue ich regelmäßig nach ob tote Bienen das Flugloch von innen verstopfen. Wenn man schon im Januar mit den Völkern arbeiten muss, fragt man sich doch wie das kommende Bienenjahr aussehen wird.
    Gruss Noaber