Völkerverluste Ende 2012

  • Moin Kai,


    den Varroaschaden halte ich schon für möglich.


    Dennoch würde ich empfehlen, die Brutwaben auf Milben in der Restbrut und auf Milbenkot zu revidieren und den Abfall nach der Winterbehandlung bei den Nachbarvölkern zu prüfen.


    Weiter die Notizen über Volkszustand, Behandlungen, Wetter und Erfolg im Laufe des Sommers.


    Ich halte, in der Zusammenschau dessen, was ich hier und anderswo lese, nicht für ausgeschlossen, dass die Varroa eh schon geschwächten Bienen oftmals nur den Rest gibt.


    Ich weiß, dass sie auch gesunde Völker töten kann.


    Wie man aber diese beiden Möglichkeiten differentialdiagnostisch trennt: Das wäre auszuarbeiten.


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...


  • Ein idealtypischer Varroaschaden aus dem Bilderbuch.


    Ich weiß, daß Du es abkannst und wir sind unter Freunden, daher: typischer Bullshit. Ich weiß nicht, was Du für Bilderbücher liest? Sicher ist eine tiefergründige Diagnose hilfreicher für die Zukunft, um die gleichen Fehler nicht noch mal zu machen. Wenn sich alle ein wenig mehr Mühe geben würden, wären wir auch in Punkto Pestizide weiter. Diese Diagnose-Schnellschüsse und Betriebsblindheit - auch bei den Amtsschimmeln! - sind es, welche der Verschleierung zuarbeiten.


    Deswegen Photos+Schilderung der Vorgeschichte des Volkes. Dann gucken wir uns alle als Imkerforumbienenstock die Sache in Ruhe an und dann kann immer noch der Schluß gezogen werden, daß es sich um einen Varroaschaden handelt. Wenn es denn einer ist...


    Viele Grüße


    Bernhard

  • Es ist sehr wenig zu sehen.. ich werde es mit selbst noch mal genau angucken. und wenn ich etwas halbwegs ungewöhnliches finde.. mach ich auch fotos..
    die Vorgeschichte ist.. eher langweilig.. im März gekauft.. von Zander auf Dadant umwohnen lassen... ca. 20 kg. Honigernte...2 mal Drohnenbrut geschnitten ... UND drei große Brutwaben als Ableger entnommen.. das Volk war im Spätsommer das Stärkste am Stand.. bekam Winderfutter.. trug aber auch selbst sehr viel vom Springkraut ein.. nahm das Futter sehr gut auf.. LangzeitBehandlung mit Tymol... mäßiger Varroafall... bis vor 4 Wochen trugen sie noch Pollen ein!!!!


    Ich gucke selbst noch genauer und melde mich dann zurück. danke schön


    manfred

  • Hallo Zusammen,
    ich habe gestern und heute meine Völker mit Bienenwohl behandelt. Ich bin sehr angenehm überrascht :-D
    2 Völker sitzen auf 5 vollen Gassen, und die restlichen 5 auf 6-8 Gassen. (alles 2-Zarger)
    Und meine Portion Bienengift habe ich mir heute auch abgeholt ;-)

  • Zitat

    LangzeitBehandlung mit Tymol... mäßiger Varroafall... bis vor 4 Wochen trugen sie noch Pollen ein!!!!

    Eigenlich dürfte das bei deiner Schröpferei und Drohnenschneiderei kein Problem sein. Lass die Finger von Thymol.


    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Lass die Finger von Thymol.


    Das ist nur eine Frage der richtigen Anwendung und nicht eine generelle Frage.


    Thymol eignet sich nur für Völker mit geringem Anfangsbefall - und zur richtigen Zeit. Daher die Preisfrage, wann hast Du mit welchem Mittel und in welcher Dosierung angefangen und wann wiederholt, Manfred?


    Das bisschen Schneiderei und Ablegerbildung bewirkt gar nichts hinsichtlich der Varroapopulation. Ein einziger Brutzyklus weiter ist die Population wieder gleich stark.


    Gruß
    Bernhard

  • Ich weiß, daß Du es abkannst und wir sind unter Freunden, daher: typischer Bullshit.
    Deswegen Photos+Schilderung der Vorgeschichte des Volkes. Dann gucken wir uns alle als Imkerforumbienenstock die Sache in Ruhe an und dann kann immer noch der Schluß gezogen werden, daß es sich um einen Varroaschaden handelt. Wenn es denn einer ist...


    ... Tja. Es war sicher ein Schnellschuss.
    Aber, da die Varroa-Problematik alles haushoch überlagert, kein Kunststück. Mit 95% (? oder mehr ?) Wahrscheinlichkeit steckt eben die Varroa hinter dieser Art Verlust, direkt oder indirekt.


    Worauf willst Du hinaus ? Was ist daneben noch möglich, oder wahrscheinlich ?

  • Hallo und einen schönen Abend allen,


    habe heute mit OS Träufeln angefangen. Erfreulich, bisher sind alle am Summen, drei Schwächlinge sind aber dabei.
    Erstaunlicherweise sind alle Völker die in der Heide waren am stärksten, sie Sitzen auf 7- 9 Waben, was mich doch überrascht hat. Hatte eher damit gerechnet das hier der meiste Ausfall zu beklagen sein wird.
    Behandelt mit Schwammtuch ab 11.9 und Aufgefüttert, Sie benötigten aber nicht viel weil einiges an Heidehonig im BR war.


    Gruß Enrico

  • Hallo Bernhard,


    Zitat

    Ein einziger Brutzyklus weiter ist die Population wieder gleich stark.


    Wenn das stimmt, dann hieße das, er hätte 3 Wochen Zeit gewonnen, bis zum Beginn der Sommerbehandlung. Das ist nicht Nichts! Aber bei unbekannten Anfangsbefall, kam das Thymol wohl doch zu spät. (Bin übrigens gar kein Freund von Thymol)


    Gruß
    Ludger

  • Hallo Bernhard,
    alles bis auf ein kleines Flugloch verschließen, dann die doppelte der angegebenen Menge nehmen. In jedes Eck ein Plättchen, dann muss noch das Wetter, die Zeit und der Befall stimmen, dann funktioniert es. Zmu Glück wird Thymol bei Honiguntersuchungen nicht mehr bestimmt.:wink:
    Auf jeden Fall haben die Thymoler bei uns die höchsten Verluste. Ob ich meine MiniPluse mit Thymol behandle oder nicht, der Verlust ist gleich hoch.


    Meine früheren Thymolverluste ärgern mich noch heute.


    Gruß
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Gestern habe ich auch die Oxalsäurebehandlung gemacht, ein Volk war nicht mehr da, es war aber extrem schwach, 27 sind gut drauf, hoffe ich jedenfalls.
    Ob des unkens, ich habe mit ALV behandelt, um den 20. Juli, obwohl der Geruch wesentlich schwächer war, hat es wohl gut gewirkt. Aber abgerechnet wird im Frühjahr.
    Jetzt noch ein Phänomän, in einer der Trogbeuten - sind 1m lang -, sind zwei Wintertrauben, das Volk war im September noch extrem stark, die ganze Kiste war voll. Es ist nut ein Flugloch offen, ein Trennschied ist nicht drinnen. Sollten da 2 Königinnen oder besser Völker in einer Kiste sein?? Zwischen den Wintertrauben sind ca 10 Waben mit Futter, sonst keine Abtrennung. Hat jemand so etwas schon mal erlebt oder gibt es eine Erklärung? Gibt es 2 Wintertrauben mit einer Königinn?
    Im Sommer hatte ich das Volk zur Schwarmverhinderung in einen Flugling und einen Brutling aufgeteilt, an beiden Enden der Kiste waren die Fluglöcher auf. Im Flugling wurden auch Weiselzellen angesetzt, die habe ich ausgebrochen und dann vereinigt. Wenn ich eine Weiselzelle und damit eine Königin übersehen habe???
    Das Volk war auch im Sommer extrem stark,


    Fragen über Fragen


    Grüße aus Werder an der Havel

  • @ Bernhard : Ich habe im August 4 Wochen lang mit Apiguard behandelt, nach Anleitung, also 2 x 14 Tage, je ein Alu-Schälchen. Alle Völker gleichzeitig. Nach 10 Tagen ca. setzt der Varroafall ein und hält LANGE an.. mind noch 4 Wochen nach Ende der Behandlung.


    Das Wetter hat bei dieser Behandlung nicht die selbe Bedeutung wie z.B. bei der AS-SchwammtuchBehandlung, einfach aufgrund des längeren Zeitraumes. Aber es war hier an jedem einzelnen Tag perfekt !


    Bei diesem Volk, das stärkste am Stand (von nur 4 Völkern) war der Varroafall auch am stärksten. Einige hundert Milben.


    ICH HABE HEUTE DEN KASTEN GENAUER INSPIZIERT:


    Kann es sein, dass ich das Volk ZU STARK aufgefütter habe? Bzw. dass dieses Volk noch SEHR viel eingetragen hat... es sind jetzt noch rund 19 kg Futter im Volk, bis auf kleine Flächen mit leeren Zellen (alles zuammen maximal eine 3/4 Dadant Wabe, beidseitig) ist ALLES VOLL MIT FUTTER...


    Also würde das Sinn machen---: Brutraum verhonigt.. kein (Brut-)Raum genügend Winterbienen zu "machen"... zu kleine Überwinterungsmasse an Bienen???


    Typischer Anfängerfehler??


    lg Manfred

  • Hallo,


    bei der gestrigen Oxalsäurebehandlung fand ich alle nicht nach der Tracht verkauften Völker (17) lebendig vor. Bis auf eines waren sie von guter bis sehr guter Stärke und saßen in hübsch geschlossenen Wintertrauben. Die eine Ausnahme (DN-Zweizarger) hat die Wetterprognosen wohl falsch verstanden: was mir da aus der Kiste entgegensummte, war ein wunderbar trachtreifes Volk, das anderthalb Zargen satt ausfüllte. Vielleicht honigen Eisblumen ja doch - ich hoffe es jedenfalls, da die ansonsten ein ernsthaftes Futterproblem bekommen.


    Robert

    Was auch immer geschieht: nie dürft ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken! (E. Kästner)