Völkerverluste Ende 2012

  • Hey Patrick,


    entsinne ich mich recht, dass Du Frühjahrsbilder mit ganz ähnlich starken Schwankungen eingestellt hattest?


    Sind die kleinen denn dann noch gut gewesen in der Entwicklung?


    Bei den Riesenvölkern ist es einem ja mulmig, was die Vorräte angeht. Habe auch so eine Wuchtbrumme: Ableger vom 28.6., die besetzen 9 Wabengassen Dadant, Windelblick bei 1°C...


    Grüße!


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • N`Abend Marion!


    Du entsinnst dich richtig, es sah im Frühjahr, genauer Ende 02/12, ebenfalls stark schwankend aus.
    Damals allerdings waren die Völker im Schnitt deutlich schwächer als es sich derzeit abzeichnet.


    Die Mickerlinge aus dem vergangenen Frühjahr sind im Prinzip als Einzeleinheiten nie 100%ig aus dem Knick gekommen, alledings hatte ich außer dem Riesenvolk, welches ja bekanntermassen durch Nachbarbienen und Milben zu diesem Zustand angewachsen war, auch keinen Vergleich. Und das Frühlingswetter war ebenfalls mehr als suboptimal.
    3 dieser Völker standen im Raps und haben für dieses Jahr einen wie ich behaupten würde, akzeptablen Ertrag erreicht, wobei eines der 3 ein Totalausfall war, sofern ich mich richtig erinnere.
    Den Rest des Jahres habe ich mich dann primär der Vermehrung ( der Völker!) :wink: gewidmet.


    Derzeit würde ich vermuten, dass die Kandidaten, die auf den obigen Bildern dem mittleren Volk ähneln, die erfolgversprechendsten sind. Bei denen kann ich zeitig erweitern im Frühjahr und in Raps / Obst sind sie mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit voll einsatzfähig.
    Bei den schäwcheren Völkern kann ich nix sagen, es kann auch in Fällen wie diesen sein, dass sie etwas später sind und dann zur Akazie voll auf der Höhe. Auch nicht das Verkehrteste.


    Bei dem Volk, welches quasi die gesamte Zarge füllt habe ich ein paar Sorgen wegen möglichen Futtermangels in einigen Wochen / Monaten, wenn wieder nennenswert gebrütet wird. Also heißt`s da besonders genau auf den Futterstand zu schauen, um sie nicht zu verlieren.


    Gruß aus dem leichten OT vom
    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Christrose blüht voll,
    Lenzrose ist hier und da schon auf,
    ...


    :p_flower01:Was ist denn der Unterschied? Ich dachte das wären 2 Namen für die Heleborus Niger...?


    Ich freue mich, dass alle eingewinterten noch leben! Teilweise waren sie stärker, als ich erwartet hatte, was aber an den zum Behandeln grenzwertig warmen Temperaturen liegen kann, weil die Traube lockerer saß.


    Die besten Grüße für das neue Jahr, Gesundheit für Eure Bienen und euchselbst,
    sendet Euch
    Jule

    Begeisterung ist der Schlüssel zum Tor der ungeahnten Möglichkeiten.

  • Hi Jule,


    mit der Christrose/Schneerose liegst Du da richtig in Sachen Helleborus niger.


    Die Lenzrosen gibt es in zig auch farblichen Zuchtformen und es sind Hybriden der Helleborus orientalis-Sorten = Frühlings Christrose.


    Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • @ Patrick,


    ich für meinen Teil bin gar nicht böse darüber, wenn nicht alle Völker gleich stark sind. Schwächere Völker kommen weniger schnell in Schwarmstimmung (zumindest ist das meist die Regel) und diese sind dann zum Wald noch da, was bei sehr starken oft nicht mehr so ist.


    Eine gesunde Mischung macht schon Sinn.

  • Moin Günther!


    Böse bin ich auf / über die (vermeintlich) schwächeren Völker sicherlich nicht! Sie waren allerdings in meiner Trachtsituation leider trotz meiner recht geringen Vergleichsmöglichkeiten immer diejenigen, die den geringsten Ertrag lieferten.
    Sicher, oftmals haben diese Völker auch keinerlei Schwarmtendenz, kommen andererseits aber auch z.T. selbst bis zum Frühsommer nie 100%ig auf eine "brauchbare" Größe, sprich zu klein als effektives Trachtvolk, zuwenig Bienenmasse für Ableger / KS.
    Solche Völker verwurste ich dann 2-3:1 zu KS und meist kommt dann erst der Entwicklungsaufschwung.


    Bei einer späteren, effektiv nutzbaren und lohnenden Tracht können diese Völker aber vermutlich gute Erträge liefern und evtl. daran sogar zu richtigen "Brechern" wachsen. In Anbetracht des Umstandes, dass ich hier mit die sicherste und ertragreichste Tracht stets mit Raps / Obst habe, sind die o.g. Völker aber halt zu spät wenn man so will, dran.


    In Summe freue ich mich aber erstmal, dass sie summen und leben.
    Wie`s in 2 1/2 Monaten aussieht wird sich zeigen.



    Sonnig-stürmische Grüße
    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • In dem Fall würde ich einen Ausgleich der Völker im Frühjahr machen, so lässt sich in der Regel in der Saison etwas stressfreier ev. auch erfolgreicher arbeiten.


    beehead

    give bee`s a chance- all together now- give bee`s a chance

  • Hallo Patrick


    habe gerade deinen Beitrag gelesen, das zusammenlegen der schwachen Völker ist schon gut, aber du solltest dich mal um gute Königinnen bemühen.:wink:

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Tach zusammen!


    @ beehead: Ich ziehe es in Erwägung, dass Ausgleichen mal auszuprobieren. Ich werde allerdings erstmal abwarten, ein Volk aus dem letzten Jahr mit einer Überwinterungsgröße die m.E. nicht ansatzweise zum Überleben ausreichte, hat von jetzt auf gleich einen gigantischen Sprung gemacht. Und dieses saß bei mir auf Großwaben. Die derzeitigen Zwerge haben nur 1 Zarge DNM. Mal sehen. Ich werde bei Interesse gerne berichten.


    @ Reinhard:
    Wenn du wüsstest in welchen Völkern welche Königinnen welcher Herkunft sitzen...:cool:.
    Ich kann derzeit aber durchaus mit etwas Stolz sagen, dass meine diesjährigen, ersten selbstgezogenen Königinnen von der Überwinterungsstärke der aufgebauten Völker her durchaus gut dabei sind. :-D


    Wechselhaft-windige Grüße
    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Frohes Fest zusammen,
    nachdem ich nach einer Grippe so einigermaßen übern Berg bin, hatte ich vorhin meine 6 Völker mit OS beträufelt.
    Ich bin positiv überrascht, dass alle so munter sind. Es sind bei uns heute 10 Grad Frühlingstemperatur und trotzdem kein Flugbetrieb! Erst nach der Behndlung sahen einige ärgerlich nach mir.
    Beim Heimweg ging ich einem Hinweis nach, dass es in kaum 1 km Entfernung einen fremden Bienenstand beben soll. Tatsächlich standen an einem Ackerrand (Wintergetreide) 12 Dadant Beuten. Ohne Name und Adresse des Imkers. Dieser Fremde hatte es auch drauf, zum Besuch seiner Beuten einfach großzügig über den Acker zu fahren.


    Da ich vermute, dass dieser Imker aus einem anderen Landkreis kommt, sollte wohl was unternommen werden oder? Was ratet Ihr mir? Soll ich wenigstens dem Landwirt mitteilen, dass es keiner von unserem Verein ist?


    Gruß, Schwärmer


  • Da ich vermute, dass dieser Imker aus einem anderen Landkreis kommt, sollte wohl was unternommen werden oder? Was ratet Ihr mir? Soll ich wenigstens dem Landwirt mitteilen, dass es keiner von unserem Verein ist?
    Gruß, Schwärmer


    Ich frage mich, was das mit den Landkreis bzw. den Verein zu tun hat. Angeprangerte Vermutungen bringen nur Rederei und führen zu nichts.
    Kleb einen Zettel am fremden Bienenstand und bitte um ein Gespräch.


    Einen guten Rutsch wünscht Mr.BeanE

    Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jedermann ist überzeugt, dass er genug davon habe. (René Descartes)

  • Hallo !



    Beim Heimweg ging ich einem Hinweis nach, dass es in kaum 1 km Entfernung einen fremden Bienenstand beben soll. Tatsächlich standen an einem Ackerrand (Wintergetreide) 12 Dadant Beuten. Ohne Name und Adresse des Imkers. Dieser Fremde hatte es auch drauf, zum Besuch seiner Beuten einfach großzügig über den Acker zu fahren.


    Da ich vermute, dass dieser Imker aus einem anderen Landkreis kommt, sollte wohl was unternommen werden oder? Was ratet Ihr mir? Soll ich wenigstens dem Landwirt mitteilen, dass es keiner von unserem Verein ist?


    Gruß, Schwärmer


    Freut mich das es Deinen Völkern gut geht.


    Ich habe die Erfahrung gemacht das die Agrarindustriewirte sich nicht für die Bienenhalter interessieren,
    und wenn das Feld für eine Frühjahrsaussaat vorgesehen ist, dann ist Ihm auch ein befahren total egal.


    Da wir fast jedes Frühjahr Anwanderungen haben, sind wir dazu übergegangen einen Brief an den
    Bienenaufsteller zu schreiben. Darin zitieren wir die Bienenseuchenverordnung §5,
    mit dem Hinweis das wir gerne bereit sind Ihm bei der "Bürokratie" zu helfen.


    Ergebnis: Entweder ist innerhalb von 14 Tagen ein Standschild mit Gesundheitszeugnis angebracht
    oder die Bienenvölker sind abgewandert.


    Gruß
    der Bienen
    Knecht

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.