bienenvolk in hauswand

  • hallo zusammen


    wir bauen gerade ein haus und da ich gerne ein bienenvolk hätte, ist mir eine verrückte idee gekommen.


    unsere hauswände bestehen aus 36cm vollholz.
    darin könnte man problemlos ein passendes loch fräsen.


    die bienen hätten das ganze jahr gleichbleibende temperaturen
    ich könnte auch problemlos die temperatur anpassen.


    das ganze sollte dann von der raumseite nur mit plexiglas abgedeckt sein, so daß ich den bien auch mal beobachten kann.


    was haltet ihr davon?
    verrückt oder durchführbar?


  • verrückt oder durchführbar?


    Verrückt und Durchführbar.
    Bloß: Was passiert, wenn das Volk eingeht (z.B. im Winter) und anschließend die Wachsmotten von den Volksresten Besitz ergreifen? Wachsmottenlarven fressen ohne Problem große Fraßgänge in Holz. Das würde ich nicht lustig finden :mad: 
    Oder ist die Plexiglasscheibe zum Abnehmen, so dass man eingreifen kann? Das wird aber eine große Sauerei.... Meine Frau würde mich lynchen .....

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • in die plexiglasscheibe sind natürlich öffnungen eingefräst.
    für die rahmen und zum saubermachen und so.


    ich möchte ja auch nur ein wenig honig für uns haben.
    also ab und zu mal einen rahmen rausziehen.


    den rest für den bien.


    mir geht es nur darum ein bienenvolk zu haben und zu beobachten.
    kann auch ruhig etwas mehr kosten.


  • mir geht es nur darum ein bienenvolk zu haben und zu beobachten.
    kann auch ruhig etwas mehr kosten.


    Aber dafür Statik und Wärmedämmung des Hauses beeinträchtigen? Na dafür wären mir die Kosten zu groß, da müsste der Honig schon mit Gold aufgewogen werden.


    Mein Vorschlag: Lieber eine Klotzbeute, die leicht von hinten zu öffnen ist in den Vorgarten stellen, sieht gut aus, kann leihct bearbeitet werden und macht nichts am Haus kaputt.


    Stefan

  • Benno1


    Moin Benno,


    zunächst noch nachträglich ein Willkommen hier im Forum.
    Ein kleiner Hinweis in eigener Sache: Wir legen in diesem Forum Wert auf Groß- und Kleinschreibung und es gibt dazu schon einige Diskussionen mit sehr guten Beiträgen.
    Z.B.:http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=16045&p=178730#post178730


    Fehler machen wir alle, aber eine notorische Kleinschreibung gibt es hier nicht. Auch wenn man auf der Couch lümmelnd mit dem Tablet schreibt.


    Wir hoffen auf Dein Verständnis.


    Beste Grüße
    Hartmut

  • Zitat

    ich möchte ja auch nur ein wenig honig für uns haben.
    also ab und zu mal einen rahmen rausziehen.


    den rest für den bien.


    mir geht es nur darum ein bienenvolk zu haben und zu beobachten.
    kann auch ruhig etwas mehr kosten.


    Hallo,


    der Tipp von Wolfgang ist schon richtig, es ist umständlicher so, als "Normalbienenhaltung". Eher die Kunst der hohen Schule.


    Und diese Normalbienenhaltung solltest Du erst einmal beherrschen, der Inhalt des obigen Zitates erweckt jedoch den Eindruck, dass Du gerade erst mit der Imkerei beginnst oder noch gar nicht begonnen hast.
    Vom Gedanken: EIN Bienenvolk "nur mal so zum Gucken" mußt Du Dich schnell verabschieden. Das ist schwer, denn viele Einsteiger haben so eine Vorstellung imKopf: Keinen Streß, keine Eingriffe, mit dem ganzen Pipapo will man nichts zu tun haben. Auch keine Massen an Honig etc. Nur ein bisschen Natur, Beobachten, "natürliche Haltung" und nur für die Familie mal ein bißchen Honig.


    Vergiß es, das sind Traumvorstellungen, bei denen Dich die Realität einholen, wenn nicht gar erschlagen wird.


    Ein Bienenvolk braucht Betreuung.
    Es muß die Möglichkeit für Eingriffe bestehen, Du solltest auch bedenken, dass eine Behandlung (welcher Art auch immer) gegen Varroamilben unerläßlich ist. Willst Du dagegen nichts unternehmen, nimmst Du jetzt schon in Kauf, dass die Bienen daran zu Grunde gehen.
    Unter solchen Bedingungen sollte man keine Verantwortung für ein Lebewesen übernehmen.


    Mach Dich schlau, besuch Imker, einen Verein, einen Anfängerkurs, lies, bis Dein Hirn qualmt (HIER findest Du alles !:wink:)


    Dann beginnst Du "normal".
    Später kannst Du diesen Traum immer noch verwirklichen.
    Es gibt hier einen Thread mit Fotos von den Bienen von Bernhard. Die stehen innen, haben Fensterzargen zum gucken, haben eine Verbindung zum Flugloch in der Hauswand (Dachboden), leider finde ich den Beitrag auf die Schnelle nicht.


    Vielleicht meldet er sich ja selbst.


    Soweit meine Meinung.
    Die Dich NICHT von der Bienenhaltung abhalten soll. Nur auf dem Boden der Realität muß man bleiben, sonst landet man hart auf selbigem und verliert vielleicht die Lust.


    Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo Benno1


    laß dein Haus ganz und bau dir eine Schaubeute die kannst du dann an die Hauswand stellen. Du kannst reinschauen und auch Honig ernten. wenn man Bienen halten will, sollte man sich das gut überlegen. Hier geht es um den Bien, ein Lebewesen, das man nicht nur für einen Sommer halten sollte.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Und uebrigens koennen Bienen ganz schoen Laerm machen...wenn ihr dann mal ein Bett an die Bienenwand stellt, summt es da Tag und Nacht...das mag dann doch mal stoeren. Und wenn das Volk mal dahin gehen sollte, dann zieht vielleicht auch mal ein Wespenvolk ein. Die sind weniger holzschonend und wer weiss, die eine oder andere Ritze finden dann auch Bienen wie Wespen...dann kommen sie aus Steckdosen, Kabelkanaelen und was auch immer.


    Kurzum: Nette Idee aber die Risiken ueberwiegen den Gag. Daher wirklich lieber den Bienen ein eigenes Haus...


    Melanie

  • Ich kenne einige Imker, die in ihrer Stube einen Bienenstock haben. Mit einer Türe und dahinter Glas, zum beobachten. Ein
    kleiner Durchbruch nach aussen genügt. Auch in der Schule steht in der Bioklasse ein Bienenstock.
    Da diese in Speziellen Magazinen gehalten werden, kommen sie zum Überwintern einfach ins Freie.
    Ist ein Kompromiss.
    LG Hannelore

  • Eine Kühlung oder ein Verstellen ist nicht zwingend notwendig, da eine Verbindung zur Außenwelt über das Flugloch ausreicht, um den Bienen eine Vorstellung über das herrschende Wetter zu geben.


    Ich habe zwei Völker bei mir auf dem Dachboden angesiedelt. Über ein Flugloch in der Mauer können die Bienen nach draußen. Der Dachboden ist direkt über meinem Schlafzimmer und nur durch einen relativ dünnen Bretterboden getrennt. Ich kann daher die Bienen nachts zufrieden schnurren hören oder bei Tracht der Honigturbine lauschen. Inklusive Duft nach Nektar im ganzen Haus.


    Die ganze Story über ein Jahr verfolgt: http://www.immenfreunde.de/forum/viewtopic.php?f=66&t=185&start=0


    Ich habe eine Verbindung nach außen auf diese Art gebaut:


    In jeder Zarge ein Fenster:
    Bild:


    Der Aufbau:


    Von außen:



    Gruß
    Bernhard

  • Hach, Danke Bernhard ! :liebe002::p_flower01:


    Das meinte ich doch.


    Sag mal, ( hab`s nicht mehr im Kopf, falls schon irgendwo geschrieben, sorry)
    wie läuft das bei Bearbeitungsschritten, wo Du schließlich indoor die Beute öffnest und Bienen mehr oder weniger auffliegen.
    Dann irgendwann früher oder später bist Du fertig und setzt alles wieder zusammen.


    Reicht ein Fenster nach draußen zum Abfliegen der Abwehrfront? Eingeflogen auf den Innenraum sind sie ja schließlich nicht und ein Zurück gibt es bei geschlossener Beute nicht. Halten sie sich noch lang um die Beute auf?


    Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper