Blauton-Silikon-Matrizen

  • Werbung

    Da sind die Zellen stärker ausgezogen. Natürgemäß lösen sie sich deswegen schlechter von der Matritze (aber immer noch recht gut). Diese viel dickeren Mittelwände werden von den Bienen ungleich schneller ausgebaut. Ein zweiter Vorteil ist, dass sie viel steifer sind und man mit weniger Drähten auskommt (bei DNM reichen zwei). Dafür braucht man aber natürlich mehr Wachs pro Mittelwand.


    Freut mich, wenn Ihr damit zufrieden sein.


    Es wird in Kürze eine neue, eine modifizierte Geometrie geben, welche die verschiedne Rückmeldungen und Ideen der Imker berücksichtigt.
    Nein, wir erfinden nichts Neues, das wäre ja auch etwas vermessen, der Baukunst der Honigbiene etwas an 'besserer' Geometrie vor die Nase zusetzen.
    Diese modifizierte nC-rapid-Geometrie berücksichtigt die Ansprüche der Imker an eine schnelle Entnahme der MW aus der Form (der techn. Aspekt) ohne dass die Bienen auf eine MW gepresst werden und diese dann wieder abnagen und umbauen müssen (hier der Aspekt was bienengerecht ist).
    Der erste Vorlauf-Test läuft seit heute. Bis jetzt sehr erfreulich.
    - weniger Wachsverbrauch
    - sehr leichte Entnahme der MW aus der Form - selbstverständlich OHNE Trennmittel
    - gute Einlötbarkeit der MW


    Es wird neben der bestehenden 5,4 nC-rapid nun - wenn die Berichte der 12 Testimker positiv verlaufen - auch eine Geometrie in 5,1 nC-rapid geben.
    Der Unterschied zu der bestehenden nC-Geometrie ist, dass sich die MW sehr viel leicht aus der Form nehmen lassen und der Ausbau im Stock ohne Probleme erfolgt.
    Näheres auf unserer Internetseite, diese wird gerade nach und nach aktualisiert.



    Zitat

    ribes ..Die Preise haben sich ja offenbar seit 2012 z.T. um 1/3 erhöht. Ist das ein Hinweis auf erhöhte Nachfrage wegen außergewöhnlich guter Erfahrungen damit?


    Keine Ahnung ob man das so deuten kann - hört sich aber gut an.
    Der Preis hat sich deshalb verändert:
    - das hat was mit der Entwicklung der Geometrien zu tun (2 Jahre Entwicklung und Tüfteln und den nicht geringen Kosten der Herstellung der Urformen) und
    - den hohen Preisen der verwendeten Spezial-Silikone


    Jonas

  • Hallo Jonas,


    was spricht aus Deiner Sicht gegen eine Doppelform?
    Bzw. warum bietet Ihr sowas nicht auch an?
    Ist das so viel schlechter zu händeln?


    Da könnte man doch schön in der Zeit wo man auf die Abkühlung warten muß schneiden und hätte die Produktion fast verdoppelt...?
    Ab 100 MW/Std. ließe sich die Sache für mich, mal abgesehen davon dass ich mein Wachs nicht aus den Händen geben müsste, auch in Bezug auf den "Stundenlohn" zumindest "schön rechnen"...


  • Der Preis hat sich deshalb verändert:
    - das hat was mit der Entwicklung der Geometrien zu tun (2 Jahre Entwicklung und Tüfteln und den nicht geringen Kosten der Herstellung der Urformen) und
    - den hohen Preisen der verwendeten Spezial-Silikone


    Inwiefern hat sich die Geometrie der Ablaufschürze geändert? Auf den wenigen Fotos, die es gibt, sieht die von 2012 genauso aus wie die aktuelle?

  • Hallo Jonas,


    was spricht aus Deiner Sicht gegen eine Doppelform?
    Bzw. warum bietet Ihr sowas nicht auch an?
    Ist das so viel schlechter zu händeln?


    Da könnte man doch schön in der Zeit wo man auf die Abkühlung warten muß schneiden und hätte die Produktion fast verdoppelt...?
    Ab 100 MW/Std. ließe sich die Sache für mich, mal abgesehen davon dass ich mein Wachs nicht aus den Händen geben müsste, auch in Bezug auf den "Stundenlohn" zumindest "schön rechnen"...


    ..es spricht nicht vieles dagegen.
    Grundsätzlich müssen dann alle bewegliche Teile verstärkt und die Trägerplatten wesentlich dicker werden, damit sich das Ganze nicht verwindet.
    Das ist das Hauptgegenargument.


    Warum wir keine solche Geräte anbieten?
    Weil ich es nicht von der Lagerhaltung mir leisten kann, für jede MW-Größe die erforderlichen Dicken der Spezial-Alu-Platten hier auf Vorrat zu halten.
    Und weil die Nachfrage danach sehr gering ist, vielleicht einzwei im Jahr.


    Wir bieten die Alternative, indem wir dafür die Matrizen in Übergrößen anbieten. Da sind wir die Einzigen die so etwas anbieten/verkaufen. Zudem berate ich gerne jeden Bastler/Selbstbauer, der sich bei mir die Matrizen besorgt hat mit Rat und Tat, wie er sein Gerät bauen sollte/könnte. z.B. DN 1,5 oder Zadant oder Schweizer Größen


    Was die Stückzahl/h betrifft, so schafft man mit der 5.4 nC-rapid-Geometrie auch ohne große Übung 50 Stück/h. Mit Übung ca. 60. Das hat auch was damit zu tun, dass man das Wachs bei dieser Geometrie nicht mehr auf 80+ erwärmen muß. Es reichen 65-70 Grad = kürzere Abkühlzeiten. Gleiches ist für die neue 5,1 nC-rapid-Geometrie angestrebt, welche ich gerade in der Herstellung von MW austeste.


    Die angenommen 100 Stk./h = 50 Sück MW aus Deiner Doppelpresse, sind rein theoretischer Natur, weil das Handlind dieser großen MW nicht so einfach ist, was zur Folge hat, Du mußt bedächtiger mit den Dingern umgehen muß. Wenns wirklich 100 Stk./ h sein sollen, würde ich Dir erst mal raten, mit einer normalen MW-Presse zu arbeiten und sofort nach dem Pressen die MW einlöten. Du wirst sehen, dass Du i.d.R. nicht viel schneller bist als die Presse Dir die MW 'vor die Füße wirft'.
    Wenn Du vorhast für andere MW zu gießen um diese dann zu verkaufen, dann würde ich Dir trotzdem zu zwei Pressen raten, weil Du dann flexibler sein wirst.
    Für größere Mengen > 150 Stk/h sind dann eher Walzwerke gefragt. Aber für den Preis einer Walze (Verzug der Zellstuktur inbegriffen) bekommst Du 3 MW-Pressen. Und so viel schneller bis Du damit auch nicht, weil Du zuvor dünne Wachsplatten hast anfertigen müssen um diese dann durch die Walzen zu ziehen.


    Zitat

    ribes
    Inwiefern hat sich die Geometrie der Ablaufschürze geändert? Auf den wenigen Fotos, die es gibt, sieht die von 2012 genauso aus wie die aktuelle?


    richtig, da hat sich nicht viel geändert. Nur Kleinigkeiten. Warum auch, die hat sich bestens bewährt.
    Allerdings bin ich gerade dabei mir was neues auszudenken, indem das ablaufende Wachs auch seitlich gelenkt werden kann, damit die von mir empfehlende Fritteuse noch besser, weil asymetrisch - also nicht nur mittig drunter gestellt - drunter paßt. Das Arbeiten wird dadurch noch etwas ergonomischer. Wer mal 5-7 Stunden MW gemacht hat, weiß was ich meine.


    Jonas

  • Danke, klingt sehr plausibel.


    Denke das mit dem gleichzeitigen Einlöten macht am meisten Sinn; hatte den Gedanken auch als erstes, bis ich die doppelte Presse beim Wettbewerber von Dir gesehen hatte.


    Die Sache mit der seitlich abgeführten Silikonschürze, wäre für mich übrigens auch ein Kaufargument. Würde ich mir sonst wohl selber basteln. Finde das jetzt keine sooo große Herausforderung...
    Brauche die Gießform erst nächsten Winter. Würde mich freuen, wenn Du dann was passendes anbieten würdest.

  • ..schönes Foto. Danke.
    Mir ist diese Bauart aber viel zu flach,
    Da staut sich schnell das Wachs und die Mulde ist voll.
    Dann heißt es das erstarrte Wachs rausdrücken oder geht's nur mit rauspopeln?
    Zudem klebt weiterhin Wachs am Überlauf fest = Stockmeisel von Nöten.
    Mit ist auch die Breite der 'Kleckerstraße' vom Wachsschmelzer zur Presse zu schmal.


    Meine Lösung wird eine gänzlich andere sein. Asymetrische Umlenkung des abfließenden Wachses unter Beibehaltung des Vorteils, das anhaftende Wachs als Ganzes ohne Werkzeug von der Ablaufschütze zu nehmen.


    Jonas


    Nachtrag:
    Janos könntest Du mir ein paar Fotos aus anderen Blickwinkeln von dem Teil zukommen lassen?
    Bitte an info@bienenhilfe.de
    Würde mich freuen. Danke.

  • ...Breite der 'Kleckerstraße' vom Wachsschmelzer zur Presse zu schmal...
    Meine Lösung ...Asymetrische Umlenkung des abfließenden Wachses unter Beibehaltung des Vorteils, das anhaftende Wachs als Ganzes ohne Werkzeug von der Ablaufschütze zu nehmen.


    Es ist gut, wenn der Entwickler auch selbst mit seinen Ergebnissen arbeitet (bei manchem Konsumprodukt wäre das Strafvollzug).
    jonas : Asymmetrie legt eine Variante für Linkshänder nahe. Könnte man diesen Aufwand/Material reduzieren, wenn auf der Rückseite der Auslaufspitze der Wachsschürze eine Schlaufe (oder gar Edelstahlschraube) in das Silikon eingebettet würde, durch die sich dann wahlweise mit einem angehängten Gewicht (Edelstahlmutter o.ä.) oder durch Befestigung am Wachsbad die Auslaufspitze formen und präzise lenken ließe (bzw. 2 Schlaufen für Rechts- bzw. Linkshänder)? Alternativ: Einbettung eines stärkeren Edelstahldrahtes (Fahrradspeiche?), womit der Gießer die Ausformung des Schürzenauslaufes selbst zurechtbiegen könnte?


    p.s.: Bis dahin behilft sich der Bedürftige z.B. damit (2 x lochen, Edelstahlspeiche einspannen + zurechtbiegen):
    http://www.shop.hightechflon.c…I-Wsby93M8CFZAK0wod8qkBsA
    oder
    http://www.lidl.de/de/ernesto-silikon-backmatte/p227656?variantId=000000100200618002&et_cid=16&et_lid=328103&et_sub=shopping&gclid=CKbsyfK-3M8CFWgq0wodoSsBJA

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von ribes () aus folgendem Grund: p.s.


  • Allerdings bin ich gerade dabei mir was neues auszudenken, indem das ablaufende Wachs auch seitlich gelenkt werden kann, damit die von mir empfehlende Fritteuse noch besser, weil asymetrisch - also nicht nur mittig drunter gestellt - drunter paßt. Das Arbeiten wird dadurch noch etwas ergonomischer. Wer mal 5-7 Stunden MW gemacht hat, weiß was ich meine.


    Ich habe das für mich ganz automatisch so gelöst, dass ich von der Seite arbeite. Der Schmelzbehälter steht also gar nicht zwischen mir und dem Gießgerät.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Ich habe das für mich ganz automatisch so gelöst, dass ich von der Seite arbeite. Der Schmelzbehälter steht also gar nicht zwischen mir und dem Gießgerät.


    ...sicher, das ist durchaus eine Möglichkeit.
    Das Aber, liegt aus meiner Sicht darin, dass die Belastungen für die Wirbelsäule wesentlich größer sind, wenn man immer wieder Arbeiten macht, die die Wirbelsäule einseitig belasten. Dies wäre in diesem Fall, das seitlich versetzte Vornüberbeugen zum Aufwärmehälter hin und dem etwas weiter nachvornebeugen um die MW-Presse auf Druck zu halten. Ich werde versuchen eine andere Lösung zu finden, die eine Bedienung von vorne ermöglicht und der asymetrischen Wachsumlenkung mittels der Ablaufschürze. Ich probiere gerade ein neues Material aus. Aber ich denke, es wird eine sehr einfache, simple Lösung werden.
    Danke für Eure Anregungen.


    Jonas

  • Hallo zusammen,


    ich habe eine Matrize von Blauton bekommen. Beim näheren Betrachten sind mir Gießfehler aufgefallen.
    Ist das üblich und hatte jemand deswegen schon Probleme? Anzahl ist überschaubar aber ich habe sie noch nicht gezählt.
    Ich vermute eher nicht aber wäre an der Erfahrung interessiert. Danke.



    https://dl.dropbox.com/s/xaxef…e12/20170219_01.jpeg?dl=0



    https://dl.dropbox.com/s/g5ovl…d9w/20170219_02.jpeg?dl=0



    https://dl.dropbox.com/s/za0lb…th1/20170219_03.jpeg?dl=0



    https://dl.dropbox.com/s/urvxn…mri/20170219_04.jpeg?dl=0


    Sorry fürs doppel Posting. Maus war zu schnell ;)

  • Danke für die guten Bilder!


    Interessant sind ja auch die Rippel innerhalb der Flächen. Vielleicht die Abdrücke der Fräßspuren der Metallmatritze, mit der das Silikon gegossen wurde?


    Bei meiner Einfach-Silikonform sind diese Flächen jedenfalls glatt.


    Die gezeigten Löcher habe ich in meiner einfachen Form auch. Es könnte sich um die Abdrücke von Trennmittelresten handeln, die vor dem nächsten Silikon-Guss noch nicht abgetrocknet waren. Oder um Abdrücke von Blasen/eingeschlossener Luft am Grund der Zellprägung in der flüssigen Silikonmasse.


    Die Bienen bauen auch äußerst schlampige Mittelwände aus, von daher denke ich, sind weder die Löcher noch die Rillen ein ernsthaftes Problem. Sollten es allerdings viele solche Löcher sein, passt das nicht so ganz zur beworbenen Exaktheits-Qualität des Herstellers.


    Eher schon könnte ich mir vorstellen, dass das Rillenmuster in den Flächen dazu führt, dass die Bienen Aufwand haben, diese Flächen zu glätten, falls ihnen das wichtig ist. Sie werden es dann ganz bestimmt auch können, allerdings wird ja damit geworben, dass diese Matrize so exakt und fein ist und die Bienen daher besonders wenig Aufwand beim Anpassen haben. Sollten die Bienen Wert auf die Glättung dieser Flächen legen, haben sie an dieser Stelle dann möglicherweise einen Mehraufwand.


    Gruß
    hornet