Bienen im Baum

  • Zur Ergänzung: Ich hatte schon Ableger, die standen etwas abseits, dort wo im Herbst Matsch war und ich keine Gelegenheit fand sie aufzufüttern. Auch diese kamen mit 3 kg Futter zurecht. Dabei waren es keine sparsamen Dunklen, und es waren dünne Ablegerkasten.
    Wenn es ein gescheites Volk ist, wartet es mit dem Brüten bis was reinkommt. Denn es muss nicht schon im Januar brüten. Brutlose Bienen leben länger als 6 Monate!

  • Zur Ergänzung: Ich hatte schon Ableger, die standen etwas abseits, dort wo im Herbst Matsch war und ich keine Gelegenheit fand sie aufzufüttern. Auch diese kamen mit 3 kg Futter zurecht. Dabei waren es keine sparsamen Dunklen, und es waren dünne Ablegerkasten.
    Wenn es ein gescheites Volk ist, wartet es mit dem Brüten bis was reinkommt. Denn es muss nicht schon im Januar brüten. Brutlose Bienen leben länger als 6 Monate!


    Du solltest dir ernsthaft Gedanken über deine Standorte für die Völker machen, wenn du die nicht mal auffüttern kannst.
    Vielleicht wolltest du das ja auch gar nicht, und du bist einer von den Bienenflüsterern?
    Versuch macht klug, oder was?
    Wenn deine Völkchen zur Zeit der Auffütterung noch auf Ablegerkästen sitzen, dann denke ich mir mehr und mehr, dass manche Leute - so wie du - erst einmal die basics lernen sollten, bevor sie hier Thesen verfassen. 3 kg Winterfutter! Boah! Da zeigt sich was ein guter Imker ist.
    Du solltest dir weniger Völker halten wenn du nicht rum kommst.


    Das einzig richtige an deinem Beitrag ist, das brutlose Bienen länger leben.
    Aber das lernt man schon als Anfänger.

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Hallo zusammen,

    luxnigra schrieb:

    Was du mir da alles wieder andichtest was ich gedacht haben könnte...

    Jetzt hab Dich mal nicht so, ich kenn doch Deine Themen. :)


    luxnigra schrieb:

    Die Brut ist lückig. Demnach ist dieses Volk gerade im Begriff die letzte Brut auslaufen zu lassen. Oder todkrank.

    Das ist das Schöne und Einfache an der Imkerei: Es gibt immer nur klar definierte Zustände mit eindeutigen Folgerungen. :)
    Wahrscheinlich liegt es an der Entfernung, dass Du so klar sehen und urteilen kannst. Aus der Nähe ist das schwieriger. Da hättest Du vielleicht die flächige Anlage der Brut und den großen Anteil an frischer Brut bemerkt.
    Vielleicht handelt es sich ja doch um übermäßige und anhaltende Varroa-Panik-Brut!?
    Übrigens: Die Brutnester von VSH-Bienen sehen genau so lückig aus... :)
    (Da hab ich doch nicht etwa... oh, oh, oh... :oops:)


    luxnigra schrieb:

    Solche Völker brauchen, nachdem sie aus der Brut gegangen sind, extrem wenig Futter. Unabhängig von der Volksstärke.

    Kann ich nicht bestätigen.
    Wie Du selbst geschrieben hast, machst Du ja derzeit wieder Versuche mit kleinen Völkern. Da wäre es doch einfach für Dich, mit Waage und Einstichthermometer diese Deine Aussagen mehrfach in dieser Überwinterung zu überprüfen.
    Und uns dann die Ergebnisse im Frühjahr offen und ehrlich mitzuteilen. Das wär doch mal was!


    luxnigra schrieb:

    Ich hatte schon Ableger, ... Auch diese kamen mit 3 kg Futter zurecht.

    In unserem Fall waren das gewogene 3 kg. Bei Dir auch? Oder eher gefühlte 3 kg?
    Und wann hast Du im Frühjahr Dein Versäumnis korrigiert und nachgefüttert?
    Wer macht das wann und wie im hohlen Baum?


    luxnigra schrieb:

    Wenn es ein gescheites Volk ist, wartet es mit dem Brüten bis was reinkommt. Denn es muss nicht schon im Januar brüten. Brutlose Bienen leben länger als 6 Monate!

    Noch mal: Das Problem ist doch gewesen, dass es im Oktober noch flächig gebrütet und sowohl am Futtervorrat als auch an seiner eigenen Lebensenergie genagt hat!
    Ich verstehe Deine Argumentation nicht: Das sind doch alles Informationen, die Du wie jeder andere bekommen hast und die Du berücksichtigen könntest. Um was geht es Dir eigentlich?


    -------------------------------------
    Ist das nicht kurios?
    Ich erfahre von einem Bienenvolk in Not, weiß aus Erfahrung mit anderen Völkern in dieser Lage um die Chancen und Risiken für deren Überleben, mache das, was in meiner Macht steht, um die Bienen vor dem sicheren Tod zu bewahren - und muss mich dann hier dafür rechtfertigen.
    Dafür rechtfertigen, dass ich diesem Volk seine 0,25%-Chance genommen habe, aus eigener Kraft mit der Situation fertig zu werden! Verkehrte Welt...


    Zur Klarstellung: Ich bin weder rührselig noch weltfremd. Ich weiß natürlich, dass jährlich tausende ausgebüxte Schwärme dieses Schicksal erleiden und dass sowohl die große Zahl an Schwärmen als auch deren hohe Todesrate im Bauplan der Natur enthalten sind. Untrennbar verbunden mit der enormen Überlebenskraft unserer Bienen (...die ersten Bienen haben schließlich noch die letzten Saurier gesehen... :) ).
    Aber ist es nicht eine andere Sache, einem solchen Volk, das man kennt und dem man helfen könnte, eben nicht zu helfen und lieber beim Sterben zuzusehen?
    In einer Zeit, in der schon genug Bienen an uns Menschen sterben...


    luxnigra schrieb:

    Berichte uns im Frühjahr, im zeitigen.

    Gerne.
    Aber eine Bitte: Du machst ja gerade wieder Versuche mit kleinen Völkern. Berichte uns auch von diesen Versuchen, ehrlich und offen und ohne Schuldzuweisungen an Nachbarimker.


    luxnigra schrieb:

    Aber schlussendlich ist jede Diskussion sinnlos, ...

    Diesen Ball greife ich gerne auf und verabschiede mich aus diesem Thema bis zum Frühjahr.
    Viele Grüße,
    Rudi



    luxnigra schrieb:

    Zur Ergänzung: Ich hatte schon Ableger, die standen etwas abseits, dort wo im Herbst Matsch war und ich keine Gelegenheit fand sie aufzufüttern.

    Zur Ergänzung: Diesen Satz habe ich gar nicht gerne gelesen... :evil:

  • 1. Ich mache keine Versuche mit kleinen Völkern.
    2. Der Standort war ein Test. Es waren nur 3 Ableger. Und es war nicht meine Schuld dass ich da nicht hingekommen bin. Im Nachhinein bin ich aber froh einen derartigen "Zwangs"versuch durchlebt zu haben.

  • Nun ja - ich bin immer noch nicht überzeugt, ob sie der Rettung wirklich bedurften.
    So ein Stamm mit Gemüllfußbodenheizung ist ja schließlich kein hölzerner Pappkarton...


    Hattest Du die nicht auch noch mit einem weisellosen zusammengetan?


    Soviel zum Glauben. :wink:

  • Hallo zusammen,
    so, die Frühjahrsdepression ist durch (weil: es schlüpfen täglich mehr Jungbienen, als Altbienen sterben), das Brutnest sieht gut aus, die Futterversorgung aus eigener Kraft funktioniert bestens: Das Volk hat - wie erwartet - sehr gut überwintert.
    Anfangs März hat es nochmal 2 Futterwaben gebraucht, aber seither kommt es alleine zurecht.


    Ein Blick unter den Deckel zeigt: Der erste Honigraum ist bereits gut belebt. Mittlerweile hat das Volk einen zweiten und der dritte wird bald folgen.





    Und im Brutraum sieht es auch gut aus. Aus dem Volk ist also doch etwas mehr geworden, als Futter für Wachsmotten, Vögel und Mäuse... :)
    Fazit: Ich bin sehr zufrieden mit unserer Rettungsaktion.





    -----------------------
    Spaß haben mir auch die letzten Postings in diesem Thema gemacht. Insbesondere die Formel:
    3 kg Futter im brütenden Oktobervolk + Fußbodenheizung = gute Überwinterungschancen. :roll:
    Na ja, die selbsternannten Bienengurus von heute sind offenbar auch nicht mehr das, was sie früher mal waren. :)


    Nix für ungut und viele Grüße aus dem sonnigen Taunus,
    Rudi

  • Die folgenden Vorlieben bei der Nestwahl der Honigbienen wurden identifiziert («>» bedeutet hier: «bevorzugt vor»):


    • Nesthöhe: 5> 1 m
    • Größe des Fluglochs: 12,5> 75 cm2
    • Position des Flugloches: unten> oben
    • Eingang in Richtung: Süden> Norden
    • Volumen der Bienenhöhle: 10 <40> 100 Liter


    Keine Präferenzen wurden bei den folgenden Variablen gefunden:

    • Form des Fluglochs (Schlitz vs. Kreis)
    • Form der Höhle (Würfel vs. hohen Quader)
    • Zugluft (mild vs. zugig)
    • Trockenheit (nass vs. trocken)


    => Die Zugluft und die Nässe können die Bienen durch Versiegeln mit Propolis abmindern, weswegen ihnen das anfangs (vermutlich) egal ist und ihre Entscheidung nicht beeinflußt.


    aus:
    Nest site selection by the honey bee,Apis mellifera
    Insectes Sociaux 1978, Volume 25, Issue 4, pp 323-337
    Thomas D. Seeley, Roger A. Morse
    http://link.springer.com/article/10.1007/BF02224297
    http://link.springer.com/conte…/10.1007%2FBF02224297.pdf
    http://download.springer.com/static/pdf/640/art%253A10.1007%252FBF02224297.pdf?auth66=1415286270_e84be94593d41c181eadd830aedf85c9&ext=.pdf