Bienen im Baum

  • derbocholter @ Mit etwas Geschick kann man sicher Brutwaben ohne Rähmchen ausbrüten. Es muss ja keine Zarge sein. Wie auch immer, mit Oberträgerteile kann man sehr wohl die Wabengassen bilden und die Brutwaben abwechselnd in die Kiste reinschlichten. Das nimmt kaum Zeit in Anspruch, besonders bei so dunklen Waben, die eh sehr stabil und schwer brechen, muss das sehr leicht gehen. Also nicht immer in Legobausteinen denken, sondern lieber mal Ideen schöpfen, oder? :)
    Bezüglich der Drohnenbrut: Klar ist es für einen Magazinimker der ganze Mittelwände gibt, eine Fläche von rund 50 Drohnenzellen nicht viel, da er ja Baurahmen gibt und das künstliche Bild eines ganzen "Drohnenbrutbrettes" sich vor Augen führt. Mit meiner Aussage am Anfang wollte ich damit nur erwähnen, dass für die ersten paar Frontwaben viel Drohnenbrut war, die ja nicht so stark besetzt waren als die anderen dahinter und drüber. :)


    molle @ Ich muss zugeben, ich nahm mir nicht die Mühe um seine Worte zu lauschen. Aber nach deiner Übersetzung kann ich diese Handlung gut verstehen, und umso mehr freut es mich, dass er sich die Arbeit angetan hat (und ja eh war wirklich gut ausgerüstet und machte es prima - die Bienen waren aber auch Vorbildlich, man stelle sich vor sie wären böse Stecher gewesen, dass halbe Volk hätte ihren Stachel in seinen Schutz versenkt und wären dadurch verloren gegangen, spätestens bei der Motorsäge). Tolle Geschichte!

    Mit freundlichen Grüßen, Lachnide

  • Komische Aktion - ich haette die Bienen lieber da gelassen als nen Imker an dem Baum rumsägen zu lassen. Da können sie froh sein, wenn der Baum das übersteht! Interssant finde ich aber die Idee, die Bienen direkt in die Beute zu saugen...ob die das überstehen?
    Ich habe mal ein Volk im Winter geborgen, als eine Walnuss gefällt wurde. Da habe ich einfach den ganzen Baumabschnitt mit dem Volk mitgenommen. War eine tierische Schlepperei aber mal was andereres...das Volk überlebte den Umzug sogar ganz gut.


    Melanie

  • Hallo,
    warum sägt man den hohlen Baum nicht einfach ein Stück über dem Bienennest ab?
    Da der Stumpf bestimmt auch jemanden stört noch ein Schnitt unter dem Brutnest, und dann an einen neuen Platz mit dem Bienennest im Holzstamm.

  • Moin Thomas,


    es wußte ja wohl auch erstmal keiner, wie hoch hinauf und wie tief hinab die Bienen brüteten und der Baum hohl war.


    Und rein fälltechnisch ist ein schrägstehender hohler Baum auch eher was für sehr Fortgeschrittene... Zwischen Häusern eher stückweise von oben abzunehmen, und da fürchtet sich der Baumkletterer oder sonstige Höhenarbeiter vor Irritationen durch die vielleicht oppositionellen Immen...


    Man könnte das, aber man müsste das wollen, genauer: Die Besitzerin müsste das wollen und zu zahlen bereit sein.


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • ... warum sägt man den hohlen Baum nicht einfach ein Stück über dem Bienennest ab?
    ... und dann an einen neuen Platz mit dem Bienennest im Holzstamm.


    Nicht jeder hat schweres Gerät verfügbar, um ein >2m Stück Baumstamm von der Dicke mal eben abzutransportieren...



    LG André

    Der wahre Meister tut nichts, doch er lässt nichts ungetan. (Laotse)

  • Hallo,
    warum sägt man den hohlen Baum nicht einfach ein Stück über dem Bienennest ab?
    Da der Stumpf bestimmt auch jemanden stört noch ein Schnitt unter dem Brutnest, und dann an einen neuen Platz mit dem Bienennest im Holzstamm.


    Ja, so hatte ich das damals gemacht. Aber es war halt im Winter, da war die Traube eng und kompakt, da war das noch machbar, das Stück ziemlich knapp zurecht zu schneiden. Im Sommervolk ist das wohl schwieriger...


    Melanie


  • Man könnte das, aber man müsste das wollen, genauer: Die Besitzerin müsste das wollen und zu zahlen bereit sein.

    :daumen: Genauso issas. Außerdem müsste erstmal auch der Vorschlag kommen an die Besitzerin - vielleicht wollte dieser Bienerd gar keine Klotzbeute...



    Nicht jeder hat schweres Gerät verfügbar, um ein >2m Stück Baumstamm von der Dicke mal eben abzutransportieren...

    Als "schweres Gerät" genügt ein Miethänger entsprechender Länge, dazu am Auto ne Hängerkupplung, mindestens zwei motivierte Hominiden (entsprechendes Kaliber bieten meist gleich die Jungs die den Baum abtragen:p) und als Tierschutzmaßnahme luftdurchlässiges Gewebe vorm Flugloch.


    Gruß Molle

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“

  • :lol:Du wirst lachen, aber ich dachte wirklich erst Hominiden- oder Säugetierschutz hinzuschreiben:p

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“

  • Ein Bienenvolk lebt in einer Linde: (im Nachbarort von mir)





    Der Baum ist schon seit Jahren besetzt, vermutlich aber nicht durchgehend. (Im Frühjahr war keine Flugaktivität zu verzeichnen.)

  • Wow,


    das ist echt cool, merci! Wenn der Baum öfters mal belegt wird, was machen die Bienen mit den verrunzten Altwaben da drin?! Dürfte doch recht gesundheitsschädlich sein, wenn da schon mehrere Völker darin gehaust haben und irgendwann auch gestorben sind!?

    "Neunzig Jahre in einer Landschaft und in gesegneten frohstimmigen Stunden wird sie der Greis immer noch sehenswert finden, neugierig durchsuchen und Manches entdecken, als sähe er sie zum ersten Male mit reifem Auge."
    - Alexander v. Warsberg, Odysseeische Landschaften.