Honigverkauf auf dem Parkplatz ?

  • Immer diese Anfängerfragen.....
    Bislang habe ich ja meinen Honig locker in Verwand und Bekanntschaft absetzten können. Dieses Jahr habe ich aber nun das Doppelte eingefahren. Wo darf ich denn eigentlich rein rechtlich meinen Honig, mal abgesehen von meinem Privatgrundstück und auf öffentlichen Märkten gegen geile Standgebühr so verkaufen ? Darf ich mich z.B. auf einen öffentlichen Parkplatz, brav die Parkgebühr bezahlt, Kofferraumklappe auf, freundliches Gesicht, einfach so hinstellen ? Mit welchen Maßregelungen der Behörden könnte ich da belangt werden ?
    Ich habe natürlich kein Gewerbe angemeldet und betreibe das rein hobbymäßig....
    Jens

  • Hi,


    von den Behörden vermutlich gar nicht, nur vom Eigentümer des Grundstücks.


    Macht aber nicht so einen seriösen Eindruck, findest nicht? Hat den Charakter von einem fliegenden Holländer der dir ein Messerset unterjubeln möchte :-)


    Gruß


    Peter

  • Und "unterjubeln" würde ich hier sogar im Sinn von "zwischen die Rippen stecken" verstehen ;)


    Den Parkplatzverkauf würde ich als Kunde als absolut unseriös einstufen, und dann später nirgends bei Dir kaufen.


    Frage doch lieber, ob irgendwer Deinen Honig für Dich verkauft? Irgendwer wo sowieso regelmässig Kunden auftauchen, meine Tante z.B. hat eine Heißmangel, dort hat sie mir schon angeboten meinen Honig zu vertreiben (wenn ich irgendwann mal so viel Mengen habe).

  • Und immer daran denken, mindestens eine Jahresernte im Keller zu lassen. Es kommen auch Nullrunden.


    Sehr witzig! Im dritten Jahr imker ich nun, immer mit steigender Produktion (jedes Jahr verdoppelt!!!) und noch nie hat mein Honig bis ins neue Jahr gereicht!


    Gruß Steffen

  • Na, das ist doch auch logisch das dann nichts passieren kann. :cool:
    Bei Deiner Logik steigt mit jedem Lebensjahr auch die Wahrscheinlichkeit der Unsterblichkeit:wink:
    Beste Grüße
    Gandalf

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Hallo Parkplatzfreunde,
    ich sehe das nicht so kritisch. Denkt doch nur mal an den Beelitzer Spargel, den Schifferstadter Rettisch, die guten pfälzer Kartoffeln, den neuen Wein und die frischen Langusten an der Ausfallstraße von Fort de France nach Süden. In diesen Fällen steht der Straßenverkauf für Frische, Originalität, Kompetenz, Qualität. Also wenn man mit der Aufmachung seines Wagens klar machen kann, dass man da regionalen Honig direkt vom Imker bekommt, dann ist das sicherlich sinnvoller als das Emailschild am Gartentor mit der Sonnenblume im Hintergrund und dem Imker mit Strohhut am Zaun. Ich könnte mir vorstellen, dass das gut funzt, und wenn ich mit einer Stunde im Feierabendverkehr an der Straße mehr verkaufe als bei - 5° C und leichtem Niesel bei strammen Ostwind von 8.oo Uhr bis 14.oo Uhr am Donnerstag auf dem Markt in Wolfen Nord, dann mache ich das so. Und wenn einer über die Honigpreise jammert, dann hoffe ich doch, dass er selbst vermarktet und nicht an die entsprechenden Honigverkäufer verramscht. Natürlich ist es bequemer, wenn ich meine komplette Ernte im Fass verkaufe, jemand anderen meine Etiketten drucken lasse, meine Gläser im Edeka-Markt verkaufen lasse oder in der Edelbäckerei in München oder Hamburg ( natürlich in Verbindung mit einer attraktiven Erscheinung und einem niedlichen Namen ), abbaar dann bitte nicht über den Ertrag jammern.
    Viele Grüße vom Parkplatz
    Wolfgang, der gewohnt ist, sein gegrilltes halbes Hähnchen, seine Bratwurst, seine Currywurst, seine Fischsemmel und die Pommes Schranke an einer mobilen Imbisbude auf dem Parkpatz zu kaufen

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Hallo Parkplatzfreunde,
    Wolfgang, der gewohnt ist, sein gegrilltes halbes Hähnchen, seine Bratwurst, seine Currywurst, seine Fischsemmel und die Pommes Schranke an einer mobilen Imbisbude auf dem Parkpatz zu kaufen


    .......jetzt, lese ich viele Deiner Beiträge mit anderen Augen:cool:


    :p_flower01:Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Hallo Jens,


    ich hab mir das auch schon überlegt. Immer wenn ich im Sommer die Autos mit offenem Kofferraum voller Kirschen, Pfirsiche oder Zwetschgen sehe...eben das schnell verderbliche Obst, denke ich mir "die würden das nicht machen, wenn es sich nicht lohnen würde"...


    Ich bin noch nicht aktiv geworden, aber meine erste Anlaufstelle wäre das Ordnungsamt. Immerhin wären die es wohl, die Dir das Knöllchen anhängen würden, wenns nicht ok ist :wink: dann wissen sie sicher auch ob Du noch eine anderweitige Genehmigung brauchst.


    Und: es kommt auf den Parkplatz an, obs läuft ... :cool:


    Gruß Jule

    Begeisterung ist der Schlüssel zum Tor der ungeahnten Möglichkeiten.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Jule () aus folgendem Grund: rsf

  • ....vielleicht sind es ja auch nur Vorurteile und man muß sich das Angebot mal ansehen.
    Auf meinem Nachhauseweg stehen abends immer nette junge Damen vor Verkaufswohnwagen auf einem Parkplatz.Habe mich immer gefragt, wer da Nachts was auf einem Parkplatz kauft. Es scheinbarer offensichtlich Stammkunden zu geben, denn da ist immer etwas los. Mit Honig scheint da aber keine zu stehen.
    Vielleicht geht ja doch was. Werde berichten.:daumen:
    Gandalf

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Honig sollte was besonderes sein. Ich kann nicht erwarten, das die Kunden das annehmen, wenn ich aus dem Kofferaum heraus verkaufe.


    Wenn jeamand Absatzprobleme hat, dann würde ich erst mal mit verschenken anfangen. Natürlich mit Hintergedanken und an die richtigen Leute, wo Folgegeschäfte warscheinlich sind.


    So hab ich es gemacht. Im Altenheim mal immer wieder das eine oder andere Glas verschenkt. Auf Nachfrage sagte ich immer, das ja bald schon der neue kommt. Es dauert ein paar Jahre, sich einen Kundenstock aufzubauen,inzwischen hab ich schon wieder zu wenig.

  • Zitat

    ...Mit Honig scheint da aber keine zu stehen.
    Vielleicht geht ja doch was. Werde berichten.


    Hmm, ja,
    Feldversuch?
    Kennste den Film mit der Basinger nicht?:wink:


    Wolfgang . Die Vorstellung mit dem ansprechend als Regionalimker von Qualität aufgemachten Fahrzeug an passender Straße oder Parkplatz finde ich auch nicht abwegig.
    Manch Präsentation der sommerlichen Erdbeeren oder sonstigen Waren schon, das käme darauf an.


    Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper