OS-Träufeln bei verbautem Zweizarger

  • Hallo miteinander!


    So langsam naht bei mir der Zeitpunkt der OS-Träufelung und ich bin so am Überlegen, was ich alles besser machen kann als letztes Jahr.
    Letztes Jahr, meinem ersten Bienenjahr, hatte ich im Dezember 3 Völker. Bei zweien ging das Träufeln wie im Bilderbuch, beim dritten habe ich beim Hochlupfen des oberen Brutraums gemerkt, daß die Waben der beiden BR-Zargen miteinander verbaut sind. Bei dem Volk hab ich dann von oben geträufelt in die Wabengassen, in denen ich Teile der Wintertraube sehen konnte. Durch das Hochlupfen habe ich aber natürlich die Traube gestört, es kamen einige Bienen hochgekrabbelt.
    Jetzt ist das bei drei Völkern zwar nie nicht repräsentativ, aber bei diesem dritten Volk war der Varroa-Totfall im Frühjahr höher als bei den beiden anderen.


    Deswegen denke ich jetzt darüber nach, wie ich die stärker verbauten Völker dieses Jahr etwas schlauer behandeln kann.
    Möglichkeit 1: gaaaanz vorsichtig antesten, wenn stärker verbaut, dann gleich mit Taschenlampe bewaffnet Wintertraube lokalisieren und von oben träufeln, ohne daß Unruhe aufkommt.
    Möglichkeit 2: wenn verbaut, dann Waben voneinander lösen, wieder zumachen und am nächsten Tag nochmal zum Träufeln kommen.
    Möglichkeit 3: Obere Zarge lösen, träufeln, zumachen und nicht so viel Anfänger-Gedöns machen.


    Wie macht Ihr das?


    Liebe Grüße
    Ulrike

  • Guten Morgen,


    oder 4.) Dr. Liebig fragen. Der muss es wissen, gibt es für ihn ja sonst keine Bienenwohnungen, die den Namen verdienen.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Guten Morgen,


    oder 4.) Dr. Liebig fragen. Der muss es wissen, gibt es für ihn ja sonst keine Bienenwohnungen, die den Namen verdienen.


    Die gelegentlichen Zwischeneinwürfe auf und gegen Liebig haben mich jetzt neugierig gemacht - danke also für den Hinweis. Aber ist das nicht OT? Gibt es dafür lieber einen Liebig-thread, wenn er so wichtig ist?

  • Ulrikes Problem habe ich in abgewandelter Form auch schon in 1,5 x Deutsch-Normal Bruträumen gehabt:
    Oben aufgemacht und die Traube nicht gesehen. Mal saßen die Bienen ganz unten, da habe ich die Zarge um 90 Grad gekippt und die Traube von unten geträufelt. Ich hatte auch schon den Fall, dass de Bienen so mittig in 1,5 DNM saßen, dass ich unsicher war, ob noch viele da waren. An die Spritze habe ich dann einen 10 cm langen dünnen Schlauch angestöpselt und damit "blind" auf die vermutete Wintertraube getröpfelt.


    Ich nehme jetzt so eine starke Taschenlampe mit. Vielleicht sehe ich damit mehr.


    Jedenfalls höre ich auch das Brausen nicht immer, wenn die Stadt zu laut ist. Und wenn sich die Bienen dann noch "verstecken" braucht es einiges an Gottvertrauen, die Welt gut zu finden.


    Ideal da die Bienenkiste. Durch die geringe Höhe der Kiste wird der optimale Blick aufs ganze Volk auch bei der Winterbehandlung von keiner anderen Beute geschlagen.


    Gruß, Gunnar

    Meine Bienen fliegen zu 100 % mit flüssigem Sonnenschein.

  • Die gelegentlichen Zwischeneinwürfe auf und gegen Liebig haben mich jetzt neugierig gemacht - danke also für den Hinweis. Aber ist das nicht OT? Gibt es dafür lieber einen Liebig-thread, wenn er so wichtig ist?


    Hallo Jakob,


    mach doch einfach einen Liebig-Fred auf.


    Ich versuche mich mit beiden Konzepten (1-/2-räumiger BR) und vielleicht ist das doch ein Vorteil das Brutnest aufklappen zu können ...


    Gruß Jörg

  • Hallo Michael,


    wenn ich die Anmerkung von Hr. Rübengrün richtig verstanden habe, meinte er die Lage des Bienensitzes (horizontale), um dann vielleicht doch ohne Aufreißen träufeln zu können.


    Gruß Jörg

  • Ich kann hier euere Gedankengänge nicht nachvollziehen . Bei Zweizarger ist grundsätzlich anheben der oberen Zarge angesagt damit die Traube Unten beträufelt werden kann ,sonst ist die Behandlung ungenügent .


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.