Warre horizontal

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    .... Diesem Problem begegnet man in der Trog damit, das man von vorne die leeren Waben zugibt und die ausgebauten nach hinten schiebt......................


    Genau das habe ich bei #9 geschrieben .
    Siehe dazu auch schnitt2.gif

    weg mit den Zwergbienenständen (K.Freudenstein)

  • ... wenn ein Schwarm eingeschlagen ist, dieser eine gewisse Anzahl ausbauen wird und auf diesen dann sitzen bleiben wird. Wenn dann Tracht herrscht werden sie einfach das Brutnest verhonigen und schwärmen, nicht aber nach hinten ausbauen oder maximal wenige Waben...


    Hat jemand Erfahrungen, wie wenige Waben dies denn in etwa wären?



    LG André

    Der wahre Meister tut nichts, doch er lässt nichts ungetan. (Laotse)

  • Einfach aus dem Grund, weil sie nicht horizontal wollen.


    Bist Du der festen Überzeugung, daß das für Warm- und Kaltbau gleichermaßen gilt?


    Selbst im Warmbau sehe ich da nicht so große Probleme. In den Trogbeuten T120 brauche ich nix umhängen und trotzdem baut mir ein Ableger oder Kunstschwarm 20 Waben in einem Rutsch ruck-zuck aus. Eingreifen muß ich nur im Frühjahr des Folgejahres, wo aber eine leichte Reizung nach hinten völlig ausreicht. In der Tracht wird dann ja nach oben erweitert.


    Eventuell ist das Erweitern nach oben auch eine Idee für eine Trogbeute im Warré-Maß und mit Kaltbau?


    Gruß
    Bernhard

  • Zitat

    Diesem Problem begegnet man in der Trog damit, das man von vorne die leeren Waben zugibt und die ausgebauten nach hinten schiebt.


    Hallo Gümher,
    jetzt habe ich es kapiert. Vor Jahrzehnten hat dies ein alter Imker so gemacht. Er war aber die Meinung sie bauen besser hier, weil sie das Brutnest am Flugloch haben wollen.


    Gruß
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • ...Vorteil Deiner neuen Beute beschrieben.


    1) Keine Magazine stapeln und abheben.


    2) Hoher Rand möglich, dadurch kein Überquellen der Bienen über den Rand.


    3) Rähmchen lassen sich auf den Schienen beiseite schieben und können innerhalb der Beute bleiben. Sie müssen also nicht herausgehoben und "irgendwo" (Wabenbock, leere Zarge,...) zwischengeparkt werden.


    4) Zwischenableger in der Beute ohne großes Tammtamm.


    5) Blick von oben über alle Wabengassen hinweg = sofortiger Gesamteindruck vom Volk.


    6) Zugriff auf Rähmchen vor und hinter dem Honigaufsatz (wenn verwendet). Honigaufsatz läßt sich auf der oberen Kante verschieben.


    => Nachteile gibt es natürlich auch. Aber wo gibt es die nicht?


    Gruß
    Bernhard

  • Hallo Bernhard,


    dann überwiegen ja wohl wie Du aufgelistet hast, die Vorteile. Zumindest für den, der in der Auflistung welche sehen will. Bis auf das Zargenstapeln, da gebe ich Dir recht, das ist ein Vorteil.
    Egal, ich will niemandem den Spaß verderben.


    Vielleicht lasst Ihr uns wissen, wie es Euch in der Praxis ergangen ist.

  • Leben und leben lassen. Wenn alle immer den Brei von gestern essen würden, dann würden wir heute noch Waben aus Bäumen schneiden. :wink:


    Ein bisschen Ausprobieren und Experimentieren muß auf dem Weg zur perfekten Beute erlaubt sein.


    The Quest for the Perfect Hive
    von Gene Kritsky, Oxford University Press
    ISBN: 978-0195385441


    Gruß
    Bernhard

  • Ein bisschen liegt die Idee auch "in der Luft". Denn sie wird an vielen Orten der Welt unabhängig voneinander "empfangen".


    So basteln einige Imker an einer horizontalen Version der Warrébeute.


    Hier ein Beispiel: http://yabeep.blogspot.com/201…ternative-warre-htbh.html


    Noch ein Beispiel, wo eine TBH mit Warréaufsätzen gebaut wurde:
    http://foxglovefarmbees.webs.c…20topbar%20hive%20006.jpg


    Oder hier: http://sketchup.google.com/3dw…6229896adcedf4f5d85dbbe02


    Oder hier: http://www.naturalbees.com/thurtopbar.html


    Oder hier: http://sketchup.google.com/3dw…93ce12221fcf993def721b84d

  • Ich habe natürlich auch schon mal mit diesem und ähnlichen Gedanken gespielt:


    Hier mal meine unausgereiften Idee für eine Trogbeute, die aus Magazinen aufgebaut ist.


    Die Zargen bestehen aus einem Dach, zwei Seitenwänden und zwei Leisten als Stabilisatoren. Das Dach ist etwas kürzer als die Seitenwände - etwa 1 cm auf jeder Seite. Die Zarge hat mindestens ein Innenmaß von 34x34x34 cm. (Etwa 39 Liter, oder zwei normale Warrezargen.)


    Daraus ergibt sich ein Abstand, wenn die Zargen zusammengeschoben werden - und damit eine Aufstiegsmöglichkeit nach oben.


    Ansicht von unten.


    Links und rechts werden zwei Deckplatten angesetzt.


    Blick von unten.


    In der Mitte müssen noch zwei Klötze rein, um die Lücken nach außen zu schließen. (Oder einfach als oberes Flugloch offenstehen lassen?)


    Oben drauf kommt eine Flachzarge von etwa 10 cm Höhe. Die Flachzargen können aus dünnerem Holz sein. Die Flachzargen sollten mit Oberträger ausgestattet werden. Die Flachzargen nehmen später den Honig auf.

  • Die Flachzargen können der Tracht entsprechend erweitert und/oder geerntet werden. Nach der ersten Flachzarge sollte ein Absperrgitter eingelegt werden?


    Das Besondere an dieser Anordnung: die Honigflachzargen können auf eine der beiden Brutzargen verschoben werden.


    So kann der eine oder der andere Brutraum bearbeitet werden. Ganz ohne Heben sind die Brutzargen jederzeit zu erreichen.


    Als Boden kann eine Art Rahmen verwendet werden. Dieser Rahmen steht rechts und links etwas über, so daß der Rahmen als Griffe dient. Die Beute kann dann ganz leicht von zwei Personen transportiert werden. (Ohne Honigräume.) Die Bretter vorne und hinten bilden eine Art Schiene, so daß die Zargen nicht verrutschen können. An dem Rahmen können die Zargen mit einem Spanngurt festgezurrt werden.


    Blick in die Seite: hier kann ein fester Boden oder eine Varroawindel eingeschoben werden.


    Blick von unten.


    Fluglöcher sind einfache Löcher in den Brutzargen, die mittels einer Drehscheibe verschlossen werden können. Offen, vergittert oder ganz geschlossen.

  • Betriebsweise
    Ungefähre Betriebsweise


    Die Bienen werden auf einer Zarge 34x34x34 cm überwintert. (Entspricht zwei Warrezargen.)


    Im Vorfrühling nach dem Reinigungsflug wird die Seite geöffnet, die Bienen reizgefüttert und erweitert. Das Flugloch am Brutnest wird geschlossen und das Flugloch in der erweiterten Brutzarge wird geöffnet. Die Bienen arbeiten sich in Richtung Flugloch und durch die Fütterung wird das Brutnest ausgehnt. Dem Futter hinterher.


    Noch vor der einsetzenden Frühtracht (Kirsche), wird die erste Flachzarge aufgesetzt.


    Mit einsetzender Volltracht werden weitere Flachzargen aufgesetzt und bei Verdeckelung gegebenenfalls geerntet. Kontrolle durch Ankippen. Fällt der Vorschwarm, werden die Brutzargen entfernt und in zwei Ableger mit den Weiselzellen aufgeteilt. Sie dürfen sich bis zum Winter zu Vollvölkern entwickeln. Der Vorschwarm kommt auf den alten Platz, wo er zwei leere Brutzargen ausbaut und die Honigräume weiter füllt.


    Nach der Ernte wird ein Flugloch geschlossen, um das Nest kompakter in eine Zarge zu bekommen. Gegebenenfalls wird das Brutnest eingeengt, indem durch den Aufstiegschlitz zum Honigraum ein senkrechtes Absperrgitter gesetzt wird. Die Königin befindet sich dann auf einer Seite und nur dort wird das Brutnest weitergeführt. Auf der anderen Seite wird die Spättracht eingetragen. Die im Frühjahr zur Brutreizung herangezogen werden kann.



    Gruß
    Bernhard

  • Achso...noch eine Sache: Es blieb bei der theoretischen Erörterung. Vielleicht nicht ohne Grund....:wink: