Imkerviewing vor Ort

  • Hallo allerseits,


    der aktuelle Film "More than Honey" ist ein Beipsiel dafür, wie man heute die Öffentlichkeit wachrüttelt und auf Probleme aufmerksam macht. Wir Imker sollten hier mitreden und diese Gelegenheit nutzen. Dafür müssen wir mitreden können.


    Schließt Euch zusammen und organisiert vor Ort ein gemeinsames Imker-Viewing in den Kinos.


    Gruß
    KME

  • Hallo Leute,
    ich kann mir nicht vorstellen, dass viele Imker die noch etwas außerhalb ihres Bienenhauses mitbekommen auf diesen Film verzichten werden. Darüber hinaus wäre es vielleicht eine gute Idee, beim nächsten Tag der offenen Imkerei, beim nächsten Kirschblütenfest oder bei der nächsten Veranstaltung mit Interessierten und Lokalpolitikern, diesen Film zeigt.
    Oder vielleicht kann man ja mit dem einen oder anderen kleinen Provinzkino einen Imkerabend veranstalten. Beuten als Deko, ein Honigbuffet, Vorstellung der drei Imkervereine und des Berufsimkers aus der Umgebung und eben der Film. Danach noch eine kleine Diskussion, ein Aushang zur Jungimkerwerbung, eine Standplatzbörse, die Wahl der Flotten Biene 2o13 und viele junge Mädels mit knappem Bienenkleidchen, von deren Armen man Honig probieren kann. Uch, ich glaube, es geht wieder mit mir durch.
    Viele Grüße
    Wolfgang, der sich fragt, warum Bienen keine langen Ohren haben

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • was immer das bedeuten mag.


    Der Thing ist/war bei den Germanen und anderen Nordeuropäischen Völkern eine Versammlung, so heißt z.B. das Norwegische Parlament "Storting" (Großversammlung). So meint der Drohn wohl, eine kleine Diskussionsrunde im Anschluss zum Film wäre gut um die gewonnenen Erkenntnisse zu vertiefen.


    Gruß
    Ulrich

  • Ach, das Thing,
    das von den Nazionalsozialisten hochstilisierte Ding. Ab 1930 hat man wohl bei jeder größeren und kleineren Stadt so was im Wald nebenan ausgegraben. Blank polierte Sitzsteine mit verunglimpften Ortsnamen im Kreis aufgestellt. Und dort hat man sich dann im Schein der Fackeln und im glanz der Hakenkreuze regelmäßig zu den Geburtstagsfeiern des Gröfaz getroffen. Unnötig zu erwähnen, dass man dort Met getrunken hat und sich das DIB-Glas ausgedacht hat :-).
    Ja gut, alles Spaß, habe nur Gestern wieder DIB-Gläser mit Reichsadler in meiner Pfandkiste gefunden.
    Natürlich gab es das auch in meiner alten Heimat, gibt es bis heute. Ohne Bärenfell ist es auf diesen Steinen kaum auszuhalten. Und ich habe mich immer gefragt, wie jemand mit liederlicher Sportbekleidung, schweren Ausrüstungsgegenständen, schlechten Schuhen und einer nur halb so langen Lebenserwartung von Asselheim bis an den Billesweier wandert um sich dort mit anderen grunzenden Raufboden zu treffen. Da lob ich mir doch das grichische Symposium. Dort war es warm und es waren nur Männer zugelassen und Frauen mit eindeutigem Ruf.


    Viele Grüße
    Wolfgang, fußlahm und leicht frierend

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Hallo allerseits,


    habe mir soeben den Film angeschaut. Viel verraten will ich hier nicht, aber JEDER Imker sollte ihn gesehen haben. Er ist schockierend, erschreckend, ernüchternd, drastisch. Auf melancholische Weise stellt er folgendes dar (in aller Ausführlichkeit:


    • die Arbeitsweise der neo-kapitalistischen Großimker (USA, China)
    • die Dunkle Biene ("alte Schweizer Landrasse") wird richtungsweisend dargestellt (ein Plädoyer für die Dunkle!)
    • die Biologie der Biene wird in tollen Aufnahmen erklärt
    • die resistente afrikanische Biene wird beschrieben
    • Zucht- und Versandmethoden der Carnica-Imker (Züchter Singer) tragen zur genetischen Einengung bei.



    Ein wachrüttelnder Film.


    Leute, schaut ihn Euch an.


    Gruß
    KME

  • ...Schließt Euch zusammen und organisiert vor Ort ein gemeinsames Imker-Viewing in den Kinos.


    Das versuche ich gerade:
    Habe mit einem engagierten Dorfkino welches öfter Events derart macht (Lesung und Kino, Ausstellung und Kino etc) Kontakt aufgenommen.
     
    Damit sich das für die lohnt, muss eine Mindestanzahl Zuschauer kommen, außerdem ist es erst im Januar/ Februar realistisch. Bis dahin wird jeder interessierte Imker den Film schon gesehen haben, nehme ich an...


    Wenn es soweit ist, gebe ich das hier auf jeden Fall bekannt.


    Angedacht ist, eine kurze Information für die "nichtimker" zu geben, wie wir hier in der Region imkern.
    Honigverkostung / Honigbrot.
    Kleinen Honigverkauf, wenn wir noch welchen haben.
    Was zu trinken.
    Und Imkerbeisammensein/ gefachsimpel / Diskussion oÄ
     
    Mal schauen was da geht.


    Grüße Jule


    PS, wer kommen würde, bitte per PM bei mir melden, je mehr wir im Vorhinein sind umso eher klappt das.

    Begeisterung ist der Schlüssel zum Tor der ungeahnten Möglichkeiten.

  • HAllo Jule,


    sehr schön!!!! Und wenns mit dem Kino nicht klappt, könnte man dann die DVD kaufen und vorführen.


    Mit dem Honigverkauf würde ich es mir aber überlegen. Ich glaube nämlich nicht, dass jemand nach DEM Film noch Lust auf Honig hat. :cool:


    Gruß
    KME

  • Das ist auch das, was mich immer wieder etwas stört bei diesen wichtigen Themen. Wann habt ihr das letzte Mal an der Wursttheke mit dem Fleischer über die Maul-& Klauenseuche diskutiert, über die Blauzungenkrankheit oder BSE. Seltsamer Weise wird die Imkerei in letzter Zeit, gerade bei Gesprächen mit Muggels, vor Allem in Verbindung gebracht mit Bienensterben, Varroa, Faulbruht und Nosema. Kein wirklich schönes Thema am Marktstand.
    Viele Grüße
    Wolfgang, der jetzt ins Reisebüro geht um über Flugzeugabstürze und Geiselnahmen zu diskutieren, nachdem ich den Bäcker mit Mutmaßungen über Mehrwürmer und Kakalaken fertig gemacht habe

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Das ist auch das, was mich immer wieder etwas stört bei diesen wichtigen Themen.


    Wolfgang, der jetzt ins Reisebüro geht um über Flugzeugabstürze und Geiselnahmen zu diskutieren, nachdem ich den Bäcker mit Mutmaßungen über Mehrwürmer und Kakalaken fertig gemacht habe


    HAllo, ja oder zu H&M Bekleidungen, um über Kinderarbeit in Bangladesh zu sprechen, oder zu Lidl, um über Giftfleisch zu sprechen.


    Und ja: all dies sind wichtige Themen. Sie zeigen uns, dass Profit über alles geht, über Artenschutz, Menschenrechte und Demokratie.,


    Gruß
    KME

  • Hallo Miteinander,
    ist der Thingtag (Dienstag) denn ein guter Termin für so eine Veranstaltung?
    Ich wäre mehr für Donarstag (Donnerstag) oder Freyastag (Freitag), oder wie bei den Römern Saturnstag...
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.