Bestäuber an der Robinie

  • Hallo,
    ich bin Studentin und schreibe gerade meine Bachelorarbeit zum Thema: Welche Bestäuber kommen an der Robinie (Robinia pseudoaccacia) vor?
    Können Sie mir vielleicht weiter helfen? Wie viele unterschiedliche Arten sind an der Robinie vorzufinden? Welche Arten sind am Häufigsten?

  • Hallo Studentin,


    Pollen der Scheinakazie ist im Bienenhonig extrem unterrepräsentiert. Deswegen haben einige Imker mit dem Lebensmittelamt schon Probleme wegen der Sortenhonigauslobung als "Akazien/Robinienhonig" bekommen.
    Akazie liefert sehr viel Nektar und wird in den Trachtbüchern bei Pollen als sehr schwach eingestuft. Wegen des geringen Pollenangebots (oder zumindest weil die Honigbienen scheinbar wenig Akazienpollen sammeln) reduziert eine Akazientracht oft Schwarmtendenzen bei den Bienen (Pollen=Eiweiß=Larvenfutter).
    Ich hoffe sehr, dass Du Deine Arbeit auch noch während der Blütezeit im April/Mai schreiben kannst und Statistiken aufstellen kannst, sonst helfen Dir fast nur botanische Institute, Parks, Publikationen und andere Insektenforscher.

  • Hallo Studentin,
    , sonst helfen Dir fast nur botanische Institute, Parks, Publikationen und andere Insektenforscher.


    und Anfänger..........Vorstellung , Profil usw. ist bestimmt hilfreich .

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • und Anfänger..........Vorstellung , Profil usw. ist bestimmt hilfreich .


    Ich denke nicht, dass die Themenerstellerin an der Haltung von apis mellifera interessiert ist. :D


    @ Themenstarterin:


    Ich würde sagen, dass die Honigbiene eine wesentliche Rolle bei der Bestäubung von Robinien spielt. Alleine durch den Tatbestand, dass ein einziges Bienenvolk um die 60.000 Individuen besitzt. Des weiteren nutzen viele Imker zur Robinienblütezeit die Möglichkeit ihre Bienenkästen in die Nähe größerer Robinienvorkommen zu stellen.
    Dennoch ist eine treffende Aussage nicht ohne eine ausführliche Beobachtung entsprechender Bäume möglich.


    Neben den Bienen sind sicher auch noch Hummeln, Wespen und zahlreiche Wildbienen (Solitärbienen) am Nektar der Robinie interessiert.


    Stefan

  • Hallo
    Ich ernte jedes Jahr Robinienhonig.
    2011 hat der DIB diesen geprüft.
    Der Pollenanteil der Robinie betrug 39%.
    Ich glaube nicht, daß irgendein Bestäuber an dieser Blüte vorbeifliegen kann.
    Wobei die Honigbienen den Löwenanteil ausmachen, wenn sie denn vor Ort sind.
    LG Elk

  • Ich denke nicht, dass die Themenerstellerin an der Haltung von apis mellifera interessiert ist. :D


    Stefan


    Hallo Stefan , wer lesen kann ist klar im Vorteil . Nachden die Studentin fast 12 Stunden auf Antwort gewartet hat , hat Blumenwise geantwortet (= Anfäger ).Deshalb schrieb ich Anfäger ......Vorstellung , Profil usw. ist bestimmt hilfreich . Hat also mit Bienenhaltung nix zu tun .Das hat was mit Etikette zu tun und gibt meist mehr und qualifiziertere Antworten . Und wer hier einfach aufschlägt mit bla bla bla nun macht mal hat keine Antwort zu erwarten .Und deshalb erst Vorstellung , Profil usw.ausfüllen ....


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Wie viele unterschiedliche Arten sind an der Robinie vorzufinden? Welche Arten sind am Häufigsten?


    Hallo,
    sicher ist es nützlich bei Imkern nachzufragen, da die ja auch blühende Pflanzen ansehen. Nur dürfte die Aussage nicht zu bekommen sein, welche Arten und wieviele. Ich möchte niemanden zu nahe treten, aber eine Artbestimmung von den anfliegenden Insekten wird wohl keiner vornehmen.
    Außer Stechimmen und versch. Faltern dürften die Fliegen nicht zu vernachlässigen sein!
    Es gibt eine Menge Fachliteratur zum Thema Nahrungspflanzen von Blütenbesuchern!
    Grad fällt mir ein, es wurde in der Agrarökologie in den 80ern (Ost wie West) intensiv an Gehölzen in der Offenlandschaft geforscht, als man die Fehler der Flurausräumung erkannte und beheben wollte.
    Auch hat man in der ungarischen Steppe in den 60ern viel Robinie angepflanzt - vielleicht haben die auch dranrumuntersucht.


    Sicher eine spannende Arbeit - wir alle freuen uns auf ein PDF hier .....


    Viele Rechercheerfolge!
    Klausi

  • Danke für ihre Antworten.
    Ich kann leider nicht selbst die Bienen beobachten, da ich meine Arbeit im Winter schreiben soll und es eine Literaturrecherche sein soll.
    Ich habe auch schon zwei Bibliotheken nach passenden Büchern durchsucht, aber nicht wirklich was nützliches gefunden außer in englischer Sprache
    und ich dachte vielleicht benutzen Sie bestimmte Fachbücher, die Sie mir weiter empfehlen könnten.

  • Ich habe auch schon zwei Bibliotheken nach passenden Büchern durchsucht, aber nicht wirklich was nützliches gefunden außer in englischer Sprache


    evtl. mal das Pferd von hinten aufzäumen - meine damit - nicht Literatur suchen über Robinie und Bestäuber - sondern bei den Bestäubern schauen, woran diese gern gehen.
    und da gibts einiges in deutscher Sprache - obwohl ja für nen angehenden Bachelor Englisch auch nicht das Problem sein sollte.


    Nur Mut! der Winter wird lang!

  • Hallo studentin,


    schon ein bisschen komisch, das Thema im Winter anzugehen, wo man das einfachste, nämlich Nachgucken am Baum, nicht durchführen kann... Geht es um die Bestäuber in Deutschland oder am heimischen Standort?
    Ich würde mal nachsehen, ob es unter dem Thema Nutzholz (also Kurzumtrieb/Energieholz) Veröffentlichungen zum Thema Ökologie der Nutzholzarten gibt. Soweit ich weiß, soll Robinie für Kurzumtrieb geeignet sein und könnte mir vorstellen, dass es dort ggf. Untersuchungen gab, weil es keine heimische Baumart ist.


    Nur so eine Idee,
    Grüße
    Henrike

    Das Ganze ist mehr als das Summen seiner Teile.

  • Die Robinie ist an der Ostküste der USA heimisch und Honigbienen waren es da ursprünglich nicht. Evtl. könnte da amerikanische Literatur helfen. Bei Schmeiel werden bei Schmetterlingsbblütlern mit Bürsteneinrichtung auch nur Ameisen an.


    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Thema Nutzholz (also Kurzumtrieb/Energieholz) Veröffentlichungen zum Thema Ökologie der Nutzholzarten gibt. Soweit ich weiß, soll Robinie für Kurzumtrieb geeignet sein und könnte mir vorstellen, dass es dort ggf. Untersuchungen gab, weil es keine heimische Baumart ist.


    Ja, Robinie wird getestet/genutzt für Kurzumtriebsplantagen. Soweit ich es weiss gibt es aktuell keine Untersuchungen. Würde mich freuen darüber etwas zu erfahren!

  • Ist jetzt keine vollständige Recherche, aber hier dürfte was drinstehen


    Schulz, U., Brauner, O., Gruß, H. & Neuenfeldt, N. (2008): Vorläufige
    Aussagen zu Energieholzflächen aus tierökologischer Sicht. In: Archiv
    für Forstwesen und Landschaftsökologie 42, 83-87.


    und hier http://www.bund.net/fileadmin/…_bund_position_55_KUP.pdf


    mit ausführlicher Quellenangabe unter dem Text: http://www.forstpraxis.de/kurz…ewertung-naturschutzsicht


    da findet sich bestimmt irgendwo was, womit man weiter kommt. Aber ich bin ja schon Dipl-Inge und muss nicht mehr suchen :wink:


    Grüße, Henrike

    Das Ganze ist mehr als das Summen seiner Teile.

  • Hallo zusammen,


    ich habe mal so ein Semi-OT:
    Meine Robinienhonigernte war dieses Jahr reichlich und nach meiner Erinnerung blüht ja eigentlich nix anderes zur Zeit der Robienienblüte. Aber mein toller Robinenhonig fängt jetzt an fest zu werden ... Farblich ist er blass-hell, geschmacklich mild-unaufdringlich. Der Raps war definitiv verblüht, als ich geschleudert habe.


    Frage: Weiß jemand eine Erklärung? Welche Tracht könnte parallel geblüht haben?


    Gruß Jörg