19.1.2013 "Wir haben es satt"-Demo in Berlin


  • Hallo Simon,
    auch hier les ich wieder vom Imkerbund, der dran beteiligt ist und da man ihn schon auf der Demo vermisst hat stellt sich die Frage nach der Nichtnennenung der Umweltgifte eigentlich gar nicht mehr. Man lässt sich offen mit einer kleinen Aufwertung des eigenen "Machtgefühls" abspeisen.
    Ich hab mich bei dem Antwortschreiben der Aigner schon gefragt welchen Gegenwert die Imker für die Gelder erhalten und um ehrlich zu sein müssten eigentlich inzwischen Multimillionäre sein, gemessen an den Informationen und Hilfen für die Allgemeinheit.
    LG
    Andreas

  • Moin Andreas,


    ich fürchte, so teuer sind die nicht. So ein bisschen Augenhöhe und ein Kleingartenfest in Wichtigstein an der Phrase nach Jahrzehnten der Hierarchie: das reicht genügsamen Gemütern. Man konnte das schön bei der Stuttgarter Bahnhofsschlichtung bemerken, und das waren ja schon Leute, die vorher klare Positionen hatten, die sie da eingeseift und über den Geißlerlöffel barbiert haben.


    Klare und faktengestützte Positionen aber kann man in dem Zusammenhang weder bei der Wissenschaft noch bei den Verbandsoberen im DIB in ungebrochener Linie beobachten, leider. Also ist ihre Einseifbarkeitsprognose auch vergleichsweise günstig im Sinne von kost nicht viel.


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Schönen Aufdnacht, liabe Leit!


    http://www.meine-landwirtschaf…achrichten.html#news26980


    Das mit dem Greening, wird schwierig! Ich wär auch, ehrlich gesagt, lieber für ein Colouring.


    Was bleibt, wär der Funke Hoffnung, nur den macht der DBV sofort zunichte, sobald der aufflammt.


    Nun, was können Imker tun und was würde es ihnen kosten?


    Tun könnten sie alles und kosten würd es nichts, wenn sie denn wollten.


    Die Imker haben einen hohen Stellenwert in der Gesellschaft, hab ich mir von den Bauern sagen lassen müssen.


    Eine Veränderung in der Landwirtschaft, muss von allen kommen.


    Verbrauchern, Handel, Politikern und von den Erzeugern.


    Wobei das Umgarnen der Lobbyisten bei den Politikern, das größte Problem darstellt.


    Doch sieht man, sind sie käuflich und demzufolge abhängig von den Wählern.


    Ergo, sind keine Unternehmungen umsonst, die eine kleinbäuerliche Ldw. befürworten und Agroindustrien ablehnen.


    Dieser besagte Paradigmenwechsel wird kommen, schon allein, weil er kommen muss.


    Nur wann, ist ungewiss?!


    Das liegt an uns allen, wie wir es vorantreiben, es vorleben, es zulassen, es wollen.


    Bezahlen, tun wir es so, oder so. Deshalb kostet es uns nichts, im Gegenteil, lanfristig sparen wir uns und ersparen, viel.


    Unser kleines Agrarbündnis, BGL-TS, hat dieses Jahr einiges vor, ich werde noch berichten und informieren.


    Wichtig ist hier, dass alle Organisationen, die hier vertreten sind, an einem Strang ziehen, auch wenns unterschiedliche Meinungen gibt.


    Das Ziel, die kleinstrukturierten Bauernhöfe zu erhalten, muss oberstes Gebot sein!


    Ich sehe nur hier, eine Chance für das Überleben der Honigbiene.


    Griass Simmerl

  • BMELV: "Im Umfeld der Grünen Woche werden erneut von Seiten einiger Nichtregierungsorganisationen zum Teil Vorwürfe und Behauptungen in die öffentliche Diskussion eingebracht, die auf falschen Annahmen oder falschen Daten basieren, die irreführend sind und einer Überprüfung nicht standhalten. Nachfolgend stellt das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz die am häufigsten angeführten Vorurteile und Falschbehauptungen richtig":
    http://www.bmelv.de/SharedDocs…papierLandwirtschaft.html
    LG winolf

  • Wann????
    Da habe ich es auch nicht so weit wie Du. Diesmal warst du ja sehr im Vorteil.


    Als kleine Vorabinfo, damit genug Zeit zum Planen bleibt die Antwort der Organisatoren...

    Zitat

    liebe Imkerinnen und Imker,


    wir haben uns sehr gefreut, dass ihr die Demo so zahlreich unterstützt habt - euer ImkerInnen-Block war beeindruckend! Ich hoffe, ihr seid alle gut wieder nach Hause gekomme und trotz der Kälte nicht krank geworden!
    Ja, wir planen tatsächlich eine weitere Demo in München - Details stehen allerdings noch nicht fest. Sehr wahrscheinlich soll es der 27.7. werden (das letzte Wochenende vor den Schulferien in Bayern). Sobald ich weitere Informationen habe, melde ich mich noch einmal bei euch.


    Wenn ich was Genaueres weiss werd ich es hier dann zur Info einstellen. Ich denk trotz der momentanen schulischen Verpflichtungen werd ich das grad noch so hinbekommen und kan so den DIB ein wenig entlasten :lol:.


    LG
    Andreas

  • Liebe Mitimer_Innen.


    Worte reichen leider nicht aus und bewirken in unserer Gesellschaft fast nichts.


    Wir brauchen eine geeinte Imkerschaft, die zu Taten bereit ist um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen.


    Eine Utopie! Aber eine sehr Schöne.


    lg Manfred

  • Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer: (Ja, genau der, der sich als Grüner erstmal einen Audi A8 bestellt hat, nachdem er Minister wurde...)
    "Wir wollen die Tiere künftig nicht mehr an die Ställe anpassen, sondern die Haltung an die Bedürfnisse der Tiere." - Und das mittels sogenannter "Tierschutzindikatoren"...
    http://www.welt.de/wirtschaft/…en-Staellen-anpassen.html

  • Bernhard
    keine Unwahrheiten verbreiten.
    Es war nicht Meyer, sondern sein Sekretär, und der ist nicht mehr.
    Grünen-bashing muss nicht sein.
    Für mich sind sie die letzte Hoffnung.
    Wenn ich jünger wäre ginge ich aber zu Greenpeace.
    Und DU bist 35 Jahre jünger als ich
    Gruß
    Nilpferd

  • Moin Helmut,


    da hast Du recht. Es bleibt aber ein Konzept von zweifelhaftem Durchgriff, wenn, wie im Radio zu hören, die Hühnerfüße vor dem Absägen gescannt und auf entzündliche Veränderungen ausgewertet werden. Wenn das zu viele sind, sagt man es dem Mäster und fragt den, was er nun dagegen tun will. Das soll er dann, und ob es nützt, sieht der nächste Scanvorgang... Den jeweiligen Hühnern, die an den Indikatorfüßen hängen, nützt das nichts mehr. Die Hühnermörderei muss technisch aufrüsten, um die Füße zu scannen und die Bilder auszuwerten... Geht Richtung immer größere Hühnermordstätten, macht längere Fahrwege...


    Damit es lückenlos greift, wird man sich alsbald darauf einigen, dass nur tote Hühner, deren Füße für den Tierschutz gescannt worden sind, verkauft werden dürfen... Wegen Vogelgrippe und zugehöriger Panik ist schon jetzt eine bäuerliche Freilandhaltung, wie auch eine Hobbyhaltung von Hühnern schwierig. Einfach laufen lassen... und dann hustet auf Fehmarn ein Schwan, und es werden Autos desinfiziert, unter einem Himmel voller Möven und Zugvögel... Es werden Stallhaltungsanordnungen geschrieben, und dann ist die Oligopolisierung der Geflügelhaltung wieder ein Stück weiter und der Oligarch gestärkt...


    Clas, den Ahnung leicht erschreckt...

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • .....Wegen Vogelgrippe und zugehöriger Panik ist schon jetzt eine bäuerliche Freilandhaltung, wie auch eine Hobbyhaltung von Hühnern schwierig......... und dann ist die Oligopolisierung der Geflügelhaltung wieder ein Stück weiter und der Oligarch gestärkt...


    Clas, den Ahnung leicht erschreckt...


    Das ist generelles Konzept. Übrigens auch in der Industrie. Gern als "im Sinne des verbraucherschutzes" verkauft.


    Es braucht mir keiner mehr zu erzählen, dass das nicht Absicht sei.

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)