Welche Bienen zählen zur Untergruppe der dunklen Biene?

  • Was würdet Ihr da antworten zu solch einer Frage wenn sie euch gestellt wird?
    Was sind die charakteristischen Merkmale und die Eigenschaften dieser Gruppe?


    Danke für eure Antworten
    Markus

  • Hallo Markus


    du weiß doch was was keiner weiß ?? Aber egal


    Morphologisch durch´s Flügelgeäder sehr gut zu definieren siehe : http://www.nordbi.org/images/v-index6.gif ; Ferner das lange Überhaar gedrungerner Körper .....


    Verhalten : angepaßter Brutrythmus; starke Flugkraft und Weite, Pollen-hamster, sehr Winterhart und sparsam mit dem Vorrat ( WInter wie Sommer) ; sehr gut funktionierdende Fluglochwache


    Ach so nur der Form halber Unterart nicht Untergruppe :wink:http://de.wikipedia.org/wiki/Unterart


    Grüße
    Simon der jetzt die Morphologen aus seinen Reihen motiviert :wink:

    Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.
    Georg Bernhard Shaw

  • Danke für die Begriffserklärung Unterart lieber Simon aus dem Münsterlande :bussi:


    Was ich jetzt über den ganzen lieben Tag gefunden habe ist das,
    ich bitte um Korrektur:


    Welche Bienenrassen zählen zur dunklen Biene und was sind ihre charakteristischen Merkmale und Eigenschaften?
    Eigentlich ist diese Frage nicht korrekt gestellt, da es sich bei diesen folgenden Bienen nicht um Rassen handelt sondern um Gruppen der Unterarten der Rasse der westlichen Honigbiene apis mellifera, die als 9.(7.) Rasse der apis gilt.


    Die Unterarten der Westlichen Honigbiene können in Gruppen unterteilt werden (weitgehend nach Ruttner)


    Dunkle Bienen:
    Dunkle Europäische Biene (Apis mellifera mellifera) Nigra genannt
    Iberische Biene (Apis mellifera iberica) Spanische Biene
    Tellbiene (Apis mellifera intermissa)
    Riffbiene (Apis mellifera major)
    Saharabiene (Apis mellifera sahariensis)


    Eigenschaften:


    mellifera mellifera:
    große Winterhärte, sparsamer Umgang mit ihren Vorräten und maßvolle Volksentwicklung


    mellifera iberica:
    haushälterisch veranlagt, langlebig, robust, sie kittet viel und schwärmt wenig


    intermissa:
    zur Schwarmzeit werden Hunderte Weiselzellen angesetzt; oftmals werden mehrere Königinnen gleichzeitig im Volk gefunden. Schon nach 5-6-tägiger Weisellosigkeit treten Eier legende Arbeitsbienen auf. Auch der Hang zur Stillen Umweiselung ist höher als bei Europäischen Bienen. Nicht in der Lage, in Mitteleuropa zu überwintern. Sie kennt fluglose Zeiten nicht, denn auch im Winter folgt nach jeder Frostnacht wieder ein Tag mit Flugwetter. Tagestemperaturen von unter 10 Grad C sind im Verbreitungsgebiet der Intermissa unbekannt. Sommerbrutpause.


    major:
    Imkerlich und biologisch ist die Riffbiene wenig erforscht, die Besonderheit ist, dass es sich um eine dunkle Biene handelt, die wie die intermissa in Afrika beheimatet ist. Manche schließen daraus, dass die Wiege der Menschheit und der apis mellifera in Afrika war.


    sahariensis:
    sehr aggressiv, den besten Haushalt mit Honigvorräten, fliegt sehr weit, sammelt im Gegensatz zur intermissa und major viel mehr Honig und Pollen. Absolut anpassungsfähig an andere Klimazonen. Brutstop bei fehlender Tracht.
    persönliche Anmerkung von mir:
    Meiner Meinung nach war dies die Ur-Biene, aus der alle andere Untergruppen der mellifera sich dann bildeten, beweißen kann ich das im Moment aber nicht. Ursprünglich war meiner Meinung nach, als die Bienezucht von dem Menschen ergriffen wurde, in dem heutigen Verbreitungsgebiet der sahariensis keine Wüste vorhanden, sondern ein gemäßigtes warmes Klima wie es jetzt z.B. in Mitteleuropa herrscht. Leider bin ich nicht firm genug und habe zu wenig Zeit um diese Theorie von mir, die ganz alleine auf einem Bauchgefühl beruht zu beweisen zu wollen.


    Charakteristische Merkmale der dunklen Biene:
    Meiner Meinung nach gibt es die nicht, klar könnte ich jetzt schreiben was Ruttner, Adam oder Zander und Böttcher oder andere hoch angesehene Imker schreiben, bzw. abkupferten, aber dies entspricht nicht meiner Meinung, auch sehe ich nicht den Cubitalindex als charakteristisches Merkmal an, da dieses Merkmal nur einem Genotyp entspricht.
    Warum ich dies behaupte? Weil ich weiß, dass diese Bienen züchterisch nicht auf Sanftmut, Ertragsreichtum, Finderwille, Winterfestigkeit, Wabenstetigkeit, Wirrbau, Propolis, bearbeitet wurde. Diese Bienen wurde nur auf Überleben selektiert, was überlebte durfte sich vermehren.
    Ich gehe sogar soweit, dass ich behaupte dass die carnica dieser Gruppe entspringt, nur mit dem bedeutenden Unterschied, dass die carnica über Jahrzehnte intensiv züchterisch bearbeitet wurde über ihre Mutterlinie und die anderen Gruppen nicht.



    Aus welchen Bienenrassen setzt sich die Carnicagruppe zusammen, was ist ihnen gemeinsam und wo sind diese Untergruppen ursprünglich beheimatet?


    Kärntner Biene (Apis mellifera carnica)
    Italienische Biene (Apis mellifera ligustica) sie ist die weltweit häufigste gehaltene Biene
    Makedonische Biene (Apis mellifera macedonica)
    Südgriechische Biene (Apis mellifera cecopria)
    Sizilianische Biene (Apis mellifera siculla)


    carnica:
    Sie ist die nördlichste Vertreterin der Balkan-Rassengruppe und ist nur in den Regionen südlich der Alpen autochthon.
    Hans Peschetz erklärt in seinen Büchern (Der Weg zur besten Honigbiene ; Vom Anfänger zum Meister; Das Carnica Buch,) dass es in Kärnten ein „Bienen-Rassen-Misch-Matsch“ gab und erst 1929 die Carnica (Stamm Glockner) vom Fuße des Großglockners in Kärnten gezüchtet und vermehrt wurde. Dies bestätigt die Annahme von Ruttner, dass die carnica zur dunklen Biene gehört und ursprünglich südlich der Alpen in Slowenien etc. beheimatet war.


    Eigenschaften:
    schwarmfreudig,
    schneller Volksaufbau im Frühjahr,
    reagiert unmittelbar auf die Tracht oder Nichttracht,
    sehr sanft,
    winterhart,
    Honigstapelung Brutnest nah,
    frühe Winterruhe in Stämmen nördlich der Alpen.


    ligustica:
    Eigenschaften:
    starke Brutlust
    große Anpassungsfähigkeit an verschiedene kühl- und warmgemäßigte Klimaten
    baut sehr starke Völker auf
    reagiert nicht auf Trachtlücken
    Brutnestferne Stapelung des Honigs
    kaum Winterruhe in Ihrem heutigen Phänotyp
    sehr sanft
    äußerst schwarmträge
    Nahsammlerin
    keine Waldtrachtbiene
    anfällig gegen Krankheiten
    sie ist die Weltbiene der modernen Imkerei




    Ich habe bei Kai aus seinem Nordforum und bei Wikipedia abgekupfert ich hoffe dass das okay ist.




    Markus

  • Nein, Sahariensis wir mittlerweiel als eine Reliktpopulation die von scutellata getrennt wurde betrachtet. Sehr aggressiv ist sie nicht. Sie läßt sich unter Rauchgabe wie heimische Bienen bearbeiten. In der Kombinationszucht perfekt!

    42

    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space




  • Hallo Markus


    ist das auch kopiert oder deine Meinung?? Wird bestimmt spannend jetzt !!


    aber der Simon lädt den Markus ein zumindest 3 Linien der Unterart Apis m.m. kennen zu lernen und du wirst merken der Rutner wußte was er da schrieb.


    Und jetzt noch bitte das reinziehen: http://www.ig-dunklebiene.de/oekotyp-suedwesteuropa.html



    Grüße
    Simon

    Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.
    Georg Bernhard Shaw

  • Lieber Reiner,
    danke das hab ich auch schon so vernommen.
    Nur es ist die Frage, wie weit ist diese Wissen in den Imkerschulen angekommen ist und wie kann ich mit Menschen auf diesen Schulen diskutieren?
    Lies mal nach was Ruttner schrieb und dann lies Adam.
    Wer hat nun die Ordnung der Untergruppen hergestellt:roll:


    Es ist ein wirkliches Dillema wenn sie Dich als Meister fragen.
    Ich habe im Moment noch keine Antwort.
    Ich such die Antwort, aber dafür sollte ich mal nach Nordafrika zum Beobachten.


    Ich danke wirklich allen die hier an diesem Faden arbeiten.


    Markus Bärmann

  • ...


    Hallo Simon,
    das ist alles kopiert!
    Meine einzigste Erfahrung mit der Dunklen aus der Schweiz war, dass sie mir von Imkern zwangsentweiselt wurde.
    Deswegen finde ich auch so Fragen für eine Meisterarbeit sehr zweifelhaft, da nur nachgeplappert wird was öffentliche Meinung ist.
    Das hat meiner Meinung nix zu tun mit einem selbständigen Denken, das von einem Meister gefordert werden sollte.


    Gerne besuch ich Dich und schau mir Deine Bienen an!


    Danke!
    Markus

  • Das ist doch schön .


    Dann wollen wir hoffen das Licht in die dunkle Welt kommt.


    Grüße
    Simon

    Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.
    Georg Bernhard Shaw

  • Was würdet Ihr da antworten zu solch einer Frage wenn sie euch gestellt wird?
    Was sind die charakteristischen Merkmale und die Eigenschaften dieser Gruppe?


    Danke für eure Antworten
    Markus


    Ökotypen, Variationen der Unterart mellifera.

    - Zweifel ist das Wartezimmer der Erkenntnis -