Bienenkiste 2.0 (?)

  • Einige paar gesammelte Schnapsideen zur Bienenkiste und deren Verschlimmbesserung. :wink:


    Als erste Modifikation würde ich die Länge der Oberträger von Brut- und Honigraum in gleicher Länge ausführen. So können die Waben ohne Probleme getauscht werden. Die Bienenkiste ist also in der Mitte halbiert, wo sich die Oberträger treffen.


    Anstatt eines Trennschieds würde ich ein permanent installiertes Absperrgitter verwenden.


    Beide Kopfbretter wären mit einem Falz ausgestattet und beide Deckel können entfernt werden.



    Zwei Eingänge - an jeder Seite des Absperrgitters einen Eingang:



    Außerdem würde ich ein aus Dreiecken gestaltetes Gestell verwenden. Die Beute ruht/hängt an einer am Dach befestigten Achse auf diesem Gestell und ist dort frei beweglich zu rotieren. Ich würde vermutlich ein doppeltes Dach bauen, also zwei Dachbretter, durch Latten auf Abstand voneinander getrennt. (Nicht im Bild.) So kann da die Achse durchgesteckt werden und außerdem wird die direkte Sonneneinstrahlung auf das Dach vermieden.




    Die Kiste wird auf einer Seite besiedelt.

  • In der ersten Saison wird diese Seite mit Wabenwerk gefüllt. Nur auf dieser Seite ist der Eingang geöffnet.


    Im Frühjahr des folgenden Jahres wird die Königin beim Einsetzen der Haupttracht Anfang Mai herausgefangen und mit einer Brutwabe auf die andere Seite des Absperrgitters gesetzt. Der Eingang auf dieser Seite wird nach ein paar Tagen geöffnet, wenn sich die Bienen dort um die Königin herum versammelt haben und dort anfangen zu bauen.


    Die Bienen werden auf dieser Seite das Brutnest ausbauen, während auf der anderen Seite die Brutwaben langsam von Brut leeren und mit Nektar/Honig angefüllt werden. Beide Eingänge bleiben geöffnet, so daß die Sammlerinnen nicht durch das Absperrgitter schlüpfen müssen, sondern ungehindert zu den Honigwaben kommen.


    Sobald die Waben verdeckelt sind und das Ende der Tracht naht, werden die Waben geerntet und die Königin ein weiteres Mal auf die andere Seite gesetzt, so daß die nächste Tracht genutzt werden kann.


    Viele Grüße


    Bernhard

  • Vergiss das.
    Meiner bescheiden Beobachtung nach über die letzen 30 Jahre ist, dass Bienen viel viel lieber in die Vertikale gehen wollen, als in die Horizontale.
    Bienen streben zum Himmel nicht zur Erde!
    Ich weiß dass Du nicht mich meinst mit Deinen Ausführungen oben:wink:

  • ...lieber in die Vertikale gehen wollen, als in die Horizontale.


    Mir ist das klar. Erfahrungen in der Horizontalen gibt es ja zuhauf. :wink:
     
    Nur wenn ich wenn ich - durch eine Wette gezwungen - das Meiste aus einer Bienenkiste rausholen wollte, ohne das grundlegende Design stark zu verändern, würde ich es auf die oben beschriebene Art angehen.


    Griaßdi,
    Bernhard

  • Hallo Bernhard,


    spannende Idee, aber wenn du die Bienenkiste an der Achse um 180°, entsprechend deiner Zeichnung drehst, würden die Waben doch auf den Kopf gestellt? Jetzt bin ich mir nicht sicher, ob die Bienenkiste eine Stabilbaubeute, oder eine Oberträgerbeute ist. Aber selbst bei Stabilbau hielte ich das für problematisch. Oder gibt es da gegenteilige Erfahrungen?


    Gruß
    Ludger

  • ... würden die Waben doch auf den Kopf gestellt?


    Ja, die Waben sind fixiert und die Bienenkiste ist eine Unterbehandlungsbeute. Ähnlich wie Lüneburger Stülper wird sie zur Bearbeitung auf den Kopf gedreht. Das Drehen "würde" ich konstruktiv noch einfacher gestalten, als es bisher vorgesehen ist.


    Gruß
    Bernhard

  • Ah Missverständnis,


    Zitat

    und die Bienenkiste ist eine Unterbehandlungsbeute


    Ich hatte deine Zeichnung so verstanden, dass du das Umräumen der Hälften durch Drehen erledigen wolltest.
    Dennoch habe ich jetzt die Frage, wie du die Rähmchen von der einen auf die andere Seite bekommst, ohne dass sie der Schwerkraft folgen? Wenn sie normalerweise fixiert sind, müsstest du sie dafür ja lösen?


    Gruß
    Ludger

  • Ja, die Oberträger sind durch Querleisten fixiert und können durch Lösen der Querleisten gezogen werden. In der Bienenkiste 2.0 wären die Leisten durch die Seitendeckel rechts und links ersetzt. Da würde es also ausreichen, die Deckel zu öffnen. Da die Kiste beim Öffnen auf dem Kopf steht, stehen die Waben auf den Oberträgern.


    Gruß
    Bernhard

  • Witziges Ding, das


    und dann noch so n Zeiger wie an amerikanischen Briefkästen: Wenn der Honigraum links voll ist, kippt er nach unten, der Zeiger geht hoch und der Imker sieht, dass es Zeit wird, den Honig zu klauen. Danach ist der Honigraum leichter als der Brutraum, kippt wieder nach oben, der Zeiger entsprechen nach unten :D


    Stefan