Bauer fragt Weiden nutzen für Vieh und Bienen fördern?

  • Moin,
    es gibt aber sowas wie Kleemüdigkeit des Bodens, man sollte ihn nicht öfter als zwei Jahre hintereinander anbauen.
    Luzerne mögen die Bienen nicht, weil sie da jedes Mal einen Kopfstoß kriegen, wenn sie an die Blüte kommen = wenn's was irgendwas anderes gibt, werden sie das immer vorziehen.:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Clas . Weißklee säht sich wieder selbst,sofern der Samen reift , bekommt auch Ranken und blüht fast das ganze Jahr .


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • .....und Weißklee gibt einen superzitronigen Honig, der fein kristallisiert ohne zu Rühren! (Nur aufpassen wg. Wassergehalt)
    .....und ist ein Superbodendünger und Viehfutter! (denkt auch an die Nektarhefen)


    .....Luzerne ist nach Rot und Weissklee der drittbeste Nektarspender von den Kleearten und Bodenaufbereiter, sowie ausgezeichnetes Viehfutter!


    Klar, daß Mischungen verschiedener Kleesorten mit Stein, Inkarnat, Perser usw. (Esparsette nicht vergessen http://de.wikipedia.org/wiki/Esparsetten, ausgezeichnete Futter und Zeigerpflanze) wohl das Optimum für Wiederkäuer und Insekten wären.


    Für mich pers., geht jedoch nichts über eine anständige Magerwiese, die noch Rückzugsrefugien für aussterbende Flora und Fauna bieten.
    Bei mir sehe ich solche Paradise leider immer seltener.:cry:


    Gruß Simmerl

  • ......und wenn wir schon beim Thema sind, dann denkt doch bitte dabei auch an das hier: http://www.imkerforum.de/showthread.php?t=31675


    ...wären unser Superfutterpflanzen, die nebenbei auch noch den Honigvögeln Nahrung geben, nicht so in Vergessenheit geraten, bräuchten wir den Sojawahnsinn nicht!


    Dass die Campesinos revolutionieren müssen, resultiert aus unserer Bequemlichkeit und unserem Unsachverstand, der wiederrum auf reiner Profitgier einiger Weniger basiert.


    Heute fliegt Geronimo zurück in seine Heimat.
    Ich weiß, er trägt in seinem Herzen mit, dass er hier bei uns Verbündete hat.


    Deshalb ist dieser thread sehr wichtig.
    Auch für Geronimo!


    Sehr nachdenkliche Grüße
    Simon

  • Wenn ich zur Esparsette hinzufügen darf, da man in der Schweiz und Frankreich in Studien folgendes festgestellt hat:


    Bei Verfütterung von Esparsette kann sich der Befall durch Magen-Darm-Würmer bei den Tieren (Kühe, Schafe, Ziegen) erheblich reduzieren.
    Wobei es bei der Wirksamkeit auf den Tanningehalt der Esparsette ankommt.
    Und das ohne nachteilige Auswirkungen.


    gruß


    bernhard

  • Moin, moin,


    Esparsette aber will Kalk, und da bin ich mir in und um Mönchengladbach eher unsicher.


    Es hängt natürlich auch davon ab, wie der Bauer wirtschaften will. Weißklee ist auf Dauerweiden, auch recht intensiv genutzten, ausdauernd. Esparsette, wenn ihr der Boden gefällt, und die Nutzung nicht ganz so intensiv ist, auch. Rotklee ist nicht weidefest, bei Schnittnutzung aber immerhin mehrjährig. Bienen aber sind da oft etwas zu kurzrüsselig. Bei ausschließlicher Schnittnutzung in ökologisch sinnvollen Intervallen wird Weißklee zurückgedrängt.


    Alle verschwinden sie, wenn der Bauer Löwenzahn oder Ampfer bekämpfen möchte; die Mittel töten sie auch.


    An der Überlegung, die Düngung dürfe nicht zu deftig sein, ist etwas dran. Die Düngung darf nicht zu deftig sein.


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

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