30-Völker-Grenze bei der Besteuerung

  • So kompliziert ist es doch gar nicht. Aber noch mal für die ganz schwer Auffassenden:
    1. Der Umsatzsteuersatz ist 10,7 nicht 7% (außer man verzichtet auf die Anwendung des § 24 UStG).
    2. Die ausgewiesene Umsatzsteuer muss nicht abgeführt werden.
    3. Es muss keine Ermittlung der Vorsteuerbeträge erfolgen, weil der Vorsteuerabzug durch die Anwendung der Durchschnittssatzbesteuerung entfällt. Buchhalterisch ist die Umsatzsteuer also kein Thema.


    Hier hat uns der Gesetzgeber mal was Gutes getan.


    Also: In der Praxis ist die Umsatzsteuer für den Imker überhaupt kein Problem. Vorausgesetzt er ist in der Lage, aus dem Bruttorechnungsbetrag 10,7% Prozent für seinen Kunden herauszurechnen, wenn der es so haben will.



    Gruß Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)


  • Das mit dem "Mehrwert" stimmt so nicht unbedingt, weil nicht jeder betriebliche Aufwand mit Umsatzsteuer belastet ist und die Steuersätze für Eingangs- und Ausgangsumsätze nicht identisch sind.



    Gruß Wolfgang


    Ja das stimmt, aber gerade beim Imker, der 7% abführt (wenn er denn abführt), die allermeisten Kosten aber mit 19% besteuert sind - bekommt er ja meistens was raus, zahlen muss er erst, wenn die Einnahmen das 2,7fache der Ausgaben übersteigen. mfg

    Was wäre das Leben, hätten wir nicht den Mut, etwas zu riskieren? ( Vincent van Gogh )

  • Mensch Toyotafan,
    du bist auch ein Kandidat für die regelmäßige Kontrolle deines Blutdrucks. Ist nicht schlimm, tut nicht weh, und kann dein Leben entscheidend verlängern.
    Zu der Mehrwertsteuer auf Nichts, sodaß man sich als Aussenstelle des Finanzamtes fühlt kann ich dir sagen, ja, so ist das. Als kleine Belohnung für dieses Service darfst du dir eben auch von der gezahlten MwSt. was zurückholen, wenn du einen gewissen Aufwand treiben willst. Ich muss als Architekt 19 % MwSt. kassieren für die wirren Gedanken, die in meinem Kopf herumspuken, und um Ärger zu vermeiden auch auf die lächerlich geringe Aufwandsentschädigung als gelegentlicher Dozent am MGH, Französisch Kochen.
    Und seien wir mal ehrlich, den peniblen ultragenauen Deutschen Michel, den lese ich aus deinen Beiträgen auch heraus.
    Versteh mich nicht falsch, ich will keinen Blödsinn erzählen und habe mich jetzt auch nicht auf dich eingeschossen. Ich kann dir nur den Rat geben, alles, alles etwas gelassener zu sehen. Du und kein Steuerberater wird an der Wirklichkeit da draussen nichts ändern, du kannst dich nur selbst aufreiben. Und dieses Thema ist es nun wirklich nicht wert, sich darüber aufzuregen.
    Viele entspannte Grüße
    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.


  • Für uns "Kleinimker" wird sich nichts ändern, da dass Finanzamt davon ausgeht, dass erst ab 25 Völker ein Gewinn erzielt wird. Davor ist es also Liebhaberei.


    ????
    Muß man bei einer Liebhaberei eine EAÜ machen?
    Lt. Bienenknecht #45 schon ab dem 1. Volk.
    Was ist denn nun richtig?
    Gruß Harald

    Man kann auch ohne die Imkerei leben. Nur nicht so schön!

  • Hallo !


    ????
    Muß man bei einer Liebhaberei eine EAÜ machen?
    Lt. Bienenknecht #45 schon ab dem 1. Volk.
    Was ist denn nun richtig?
    Gruß Harald


    Dein FA (oder besser der für Dich zuständige Sachbearbeiter) entscheidet was Liebhaberrei ist,
    die 25 Völkergrenze ist angeblich eine FA Anweisung, mir konnte sie noch keiner zeigen.


    Wenn Dein FA Beamter will, dann ab dem ersten Volk eine Einnahmen/Ausgaben Überschußrechnung,
    und wenn er will mit Umsatzsteuer und das monatlich ...


    Gruß
    der Bienen
    Knecht
    .... der die Willkür der FA Sachbearbeiter schon einmal direkt spürte.

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Meine Nachfrag beim FA: Keine Ahnung.
    Dafür der Rat, mal bei der landwirtsch. Buchungsstelle nachzufragen. Die wüßten sowas...

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo !




    und wenn er will mit Umsatzsteuer und das monatlich ...


    Das stimmt doch überhaupt nicht! Für die Voranmeldezeiträume gibt es festgelegte Beträge und an die wird sich auch dein FA Sachbearbeiter halten. Du tust ja gerade so, als hätte sich dein FA Sachbearbeiter an dir persönlich bereichert.:mad:


    @toyota: Steuerberater sind keine Halbgötter und man ist auch nicht mit ihnen verheiratet . Vielleicht solltes du mal wechseln, das ist einfacher als man glaubt!

    Was wäre das Leben, hätten wir nicht den Mut, etwas zu riskieren? ( Vincent van Gogh )

  • Hallo !


    Das stimmt doch überhaupt nicht! Für die Voranmeldezeiträume gibt es festgelegte Beträge und an die wird sich auch dein FA Sachbearbeiter halten. Du tust ja gerade so, als hätte sich dein FA Sachbearbeiter an dir persönlich bereichert.:mad:


    Neee, aber Spaß dran haben etwas so auszulegen das es dem Steuerpflichtigen nicht past.
    Das unterstelle ich dem einen oder anderen dort schon.


    Ich habe es erlebt bei meinen Photovoltaikbeteiligungen.
    UmSt mußte ich im ersten Jahr monatlich, im zweiten quartalsmäßig,
    im dritten wegen Erweiterung der Beteiligung wieder monatlich, danach wieder quartal,
    danach jährlich zahlen.
    Andere an der selben Anlage Beteiligten, haben UmSt ab dem ersten Tag jährlich
    und im nachhinein bezahlt.
    Was ich dann nach 5 Jahren als ich die UmSt Zahlung einstellen wollte erlebt habe,
    das ware dann eine Show und ging hart her. Bis der Sachberabeiter wechselte,
    der Neues sah das alles sehr ähnlich wie ich ... und gut war es.
    Die Vorgesetzten der Sachbearbeiter erklärte das alles mit "Ermessens-Spielraum".


    Auch Klasse war, was uns ein Teilnehmer (FA Beamter) beim Seminar
    "Steuer und Vermarktung" am BI Kirchhain, zum 10,7% Satz und dessen
    Bekanntheit / Umsetzung in seiner Behörde machte.
    Ich sag nur: Erschreckend.


    Heute bin ich immer froh, wenn ich meiner Steuerzahlerpflicht mit fünf oder mehr Anlagen
    (N, KAP, V, S fallen mir gerade ein) ohne Nachfragen nachkommen darf.



    Gruß
    der Bienen
    Knecht

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Mensch Toyotafan,
    du bist auch ein Kandidat für die regelmäßige Kontrolle deines Blutdrucks. Ist nicht schlimm, tut nicht weh, und kann dein Leben entscheidend verlängern.


    ich fühle mich geschmeichelt, wenn du dir sorgen um meine Gesundheit machst!
    Danke!



    Zu der Mehrwertsteuer auf Nichts, sodaß man sich als Aussenstelle des Finanzamtes fühlt kann ich dir sagen, ja, so ist das. Als kleine Belohnung für dieses Service darfst du dir eben auch von der gezahlten MwSt. was zurückholen, wenn du einen gewissen Aufwand treiben willst. Ich muss als Architekt 19 % MwSt. kassieren für die wirren Gedanken, die in meinem Kopf herumspuken, und um Ärger zu vermeiden auch auf die lächerlich geringe Aufwandsentschädigung als gelegentlicher Dozent am MGH, Französisch Kochen.


    OK wenn du fürs franz. kochen Geld verlangst ist das eben deine Sache ;-)


    Spass bei Seite:


    also von den Steuerberatern erwarte ich überhaupt keine Besserung! Die sind ein Teil dieses SYSTEMS und haben wirklich keinerlei Interesse da was ernsthaft zu erleichtern! Glaubst du im Ernst, dass die sich den Ast absägen, auf dem sie so gut sitzen?


    Die wenigsten! Und die Idealisten werden pö a pö platt gemacht!


    Siehe Kirchhof


    und bei uns Imkern ist es etwas anders gelagert als bei dir. Da gibt es keine Freizeit Architekten die da unterm Tisch mal eben geschwind dir einen Bauplan machen für fast zu UME!


    und auch keine Rentner-Architekten die mit der Rente noch den Betrieb finanzieren


    Ok da gibts ein paar die länger machen aber die wissen was ein Architekt kostet und machen dir die Preise eben nicht kaputt!


    Das sind aber die kleinen Unterschiede hier in der Landwirtschaft uns speziell in der Imkerei!


    Die Finanzbeamte fragen da nicht danach in deren Augen bist du immer ein Betrieb und Betriebe kalkulieren! Zumindest die die noch leben!



    Und seien wir mal ehrlich, den peniblen ultragenauen Deutschen Michel, den lese ich aus deinen Beiträgen auch heraus.
    Versteh mich nicht falsch, ich will keinen Blödsinn erzählen und habe mich jetzt auch nicht auf dich eingeschossen. Ich kann dir nur den Rat geben, alles, alles etwas gelassener zu sehen.


    ja das mach ich schon jetzt eigentlich wollte ich nichts mehr Posten zu dem Thema aber...


    Du und kein Steuerberater wird an der Wirklichkeit da draussen nichts ändern,


    na da bin ich mir nicht so sicher!


    Die Hoteliers haben auch was bewegt!


    und die Bienen haben z.Z. eine Öffentliche Wahrnehmung, welche so noch nie da war!


    Ja sie sind zum Wahlkampfthema geworden!


    du kannst dich nur selbst aufreiben. Und dieses Thema ist es nun wirklich nicht wert, sich darüber aufzuregen.
    Viele entspannte Grüße
    Wolfgang


    Aufreiben lass ich mich so schnell nicht!


    Auch wenn du vielleicht den Eindruck hast!


    Aber ich bin viel entspannter, wenn ich dem ab und zu Luft mache!


    und es lesen ja so viele Stille mit!


    Die sollen wissen dass ich so langsam einen Hals bekomme was mit uns Imkern gemacht wird!


    7115 Steuervorschriften gibt es


    wer sag mir das wer kennt die alle perfekt bis ins letzte Detail?


    Dein Steuerberater?


    der mag Experte sein für Architekten


    aber nicht für Landwirtschaft!


    Ich seh sie doch immer diese dicken Wälzer an Kommentare zu dem den § dingersteuerselbstbedinungswertmachtkaputtstaatgesellschaft


    und dann geh ich mit meinem Wau Wau spazieren und alles ist GUUUUT


    Grüßle

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Und warum machen wir es nicht wie die Altvorderen, die sagten nie wo Bienen sind und was die können.
    Die wurden sogar vom Staat geschütz, für das Wissen das sie hatten und bewahrten!
    Dieser Staat hat das auch gemacht, bis zur Revolution von 89/90
    11 Jahre danach wurden Türme gesprengt und wir IMKER sollen uns nicht mit der Varroamilbe auskennen die als bewußtes Kampfmittel gegen den Feind gezüchtet wurde?
    Geht´s noch?

  • Hallo Toyotafan,
    das mit den schwarz arbeitenden Architekten ist auch nicht mehr das, was es mal war. Auf jedem Plan der irgendwo vorgelegt wird, steht dein Name, und was wir für unsere Arbeit bekommen ist in einer HOAI, der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure festgelegt. Und wenn jeder Bauherr auch noch eine Förderung vom Staat oder einen Kredit von der Kreditanstalt für Wiederaufbau will, dann fällt das heimlich mal eben Zeichnen auch aus.
    Steuerberater habe ich keinen, und auch keinen Anwalt. Beide Berufsgruppen stehen nicht auf meiner Freundeliste. Die Einen verdienen ihr Geld durch die undurchsichtige Steuergesetzgebung und man ist ihnen ausgeliefert, und die Anderen, naja, an seiner eigenen Dreisigkeit. Du kennst sicherlich den Unterschied zwischen einem Autounfall bei dem ein Hund überfahren wurde und dem, wobei es einen Anwalt erwischt hat. Vor dem Hund sind Bremsspuren.
    Und noch was, es gibt weit mehr Imker, die ihren Honig unversteuert verkaufen als Architekten, bei denen es sich wenigstens lohnen würde.
    Viele Grüße
    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Vielleicht habe ich die Antwot auf meine Frage in diesen vielen Meinungsußerungen hier überlesen, wenn ja dann entschuldigung im Voraus.
    Ich habe mehr als 30 Völker und möchte eine Besteuerung nach ESTG 13 a in Anspruch nehmen. Voraussetzung dafür ist das ich selbst landwirtschaftliche Fläche bewirtschafte. Ich habe Streuobstwiesen angepachtet und pflege diese. Zählt dies, unter steuerlichem Aspekt, als landwirtschafzliche Nutzflächenbewirtschaftung und welche Flächengrößen sind da erforderlich? Ich habe ca. 1 ha Streuobstwiese in Pacht. Reicht dies für 13a???

  • In SH wird mit einer Fläche ab 3000 qm argumentiert. Das sollte dann aber weder Parkplatz noch Festivalgelände sein. Und es schadet sicher nicht, den Ertrag aus der Fläche steuerlich anzugeben.

    Viele Grüße
    Marcus


    Beekeeping is not about honey. It’s not about money. It’s about survival.
    "Regional gehört die Zukunft." H. Lichter