Weitere Behandlungs-Vorgehensweise

  • Hallo,
    ich habe immer noch einen erhöhten natürl. Milbenabfall. 10 - 15, teilweise 20 Milben am Tag. :evil:
    Da ich Angst habe, dass die Völker bis zur Oxalsäurebehandlung zu sehr geschädigt werden, habe ich folgende Frage.
    Kann ich die Völker, (haben alle nur noch wenig Brut) in ein paar Wochen mit Milchsäure behandeln und dann im Dezember noch eine Oxalsäure hinterher? Oder schädigt dass die Bienen zu stark?
    Vielen Dank


    Liebe Grüße


    Simon

    "In der Natur ist die Bedeutung des unendlich Kleinen unendlich groß." (Louis Pasteur)

  • ...Kann ich die Völker, (haben alle nur noch wenig Brut) in ein paar Wochen mit Milchsäure behandeln und dann im Dezember noch eine Oxalsäure hinterher? Oder schädigt dass die Bienen zu stark?


    Hallo Simon,


    in ein paar Wochen die Bienen für Milchsäure auseinanderreißen???
    Schau mal auf den Kalender.


    Es gibt 3 denkbare Möglichkeiten:
    1. Sofortige OS-Bedampfung
    2. An einem wärmeren Tag AS versuchen, aber gleichzeitig mit Friedhofskerze (die mit dem Deckel) die Beute innen beheizen.
    3. Warten bis zur OS-Träufelbehandlung.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Hallo Radix,
    meine Überlegung mit der Milchsäure war, dass ich nicht zweimal Oxalsäure anwenden muss. Oder verkraften dass die Bienen ohne Probleme, wenn ich jetzt OS verdampfe und im Dezember dann noch mal beträufle.
    Vielen Dank


    Liebe Grüße


    Simon

    "In der Natur ist die Bedeutung des unendlich Kleinen unendlich groß." (Louis Pasteur)

  • Die Völker jetzt noch mit Milchsäure zu behandeln halte ich für ein großes Risiko. Ich würde die Völker mit Oxalsäure (2x im Abstand von 4 Tagen) bedampfen. Ameisensäure hat leider nicht mehr so die große Wirkung, da die Temperaturen nachts zu niedrig sind.


    Die Sublimation sollte dann reichen bis zur "Restentmilbung" im absolut brutfreien Zustand.

  • Hallo,


    ich habe mir gerade die offiziellen Behandlungsvorschläge mit Milchsäure nochmal angesehen. Da wird gerade November/Dezember als Winterbehandlung in Betracht gezogen. Bayrische Landesanstalt für Wein und Gartenbau und Bieneninstitut Kirchhain


    Im letzten Jahr sind außerdem genau die Völker, die ich um diese Jahreszeit mit Milchsäure nachbehandelt habe gesund über den Winter gekommen. (Die Völker hatten zu diesem Zeitpunkt aber maximal eine Ameisensäurebehandlung (LD) hinter sich) Ich würde raten in den Wetterbericht zu sehen - mitte nächster Woche soll es hier in der Gegend nochmal angenehm warm werden - und baldmöglichst behandeln. Bei eingeschränktem Brutumfang dürfte das zu einer deutlichen Entlastung führen.


    Gruß
    Ludger

  • Hallo,


    ich habe vor ca. 14 Tagen zwei meiner Völker wegen zu hohem Milbenfall mit Milchsäure behandelt. Bei ca. 10 Grad abends. Hat super geklappt, die Wirkung war sehr gut (~450 Milben in 3 Tagen bei einem Volk)
    Komisch nur, dass nach wie vor > 5 Milben/ Tag fallen.


    Milchsäure wird auch als Behandlungsmittel für den Winter in brutfreien Völkern als Oxalsäure-Alternative empfohlen. Ist aber mit Sicherheit viel mehr Stress für die Bienen da jede Wabe gezogen werden muss.


    Gruß


    Peter

  • Sorry,
    klingt brutal, aber ich würde jetzt nichts machen (und im Kopf die Völker abschreiben)
    Und mir die Frage stellen, was ist wann warum schief gelaufen.
    Sollten sie im Dezember noch leben, kannst Du sie ja zur geplanten Restentmilbung noch mitbehandeln.
    Große Hoffnungen habe ich jedoch nicht.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Milchsäure wird auch als Behandlungsmittel für den Winter in brutfreien Völkern als Oxalsäure-Alternative empfohlen. Ist aber mit Sicherheit viel mehr Stress für die Bienen da jede Wabe gezogen werden muss.


    Gruß


    Peter


    Hallo Peter,
    klar ist das Stress für die Damen! Halte ausschau nach einem kühlen Tag im Dezember (+5°C.) und beträufle deinen Bienen mit 3,5%iger Oxalsäure.
    Deckel auf, Folie runter, 50ml in den Gassen mit Bienen, die Zarge und gut ist. Folie + Deckel wieder druff, Ende. Und ab Februar gehts wieder aufwärts. :wink:
    Wegen deiner 5 Milben / Tag mach dir mal keine Kopfschmerzen, bei 10 am Tag wirds kritisch.


    gruss
    rudi

  • Hey Rudi,


    danke für die Infos. Das wäre auch mein nächster Schritt gewesen. ~16 Tage nach dem ersten Bodenfrost.
    Zur Kontrolle der Brutfreiheit müssten ja trotzdem ein paar Waben gezogen und die Brut ggf. aufgerissen werden. Ganz ohne Störung gehts wohl nicht :-(


    Gruß
    Peter

  • Hallo Peter,


    ich sehe es auch so wie Rudi, der Milbenfall hat seine Begründung in der Milchsäurebehandlung, das ist deshalb kein natürlicher Milbenfall.


    Hallo Simon


    maximal eine OS-verdampfung jetzt und dann wie vorgenommen.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Hallo !



    Der Imkerin Ihr Knecht würde so vorgehen:
    Wenn es natürlicher Milbenfall ist (die letzte AS Beahndlung also 3 Wochen her) dann jetzt
    Milchsäure im Sprühverfahren geben. Noch ist es ja nicht übermäßig kalt,
    wenn man dabei Brut entdeckt, diese mit einem Löffel oder so herauskratzen
    (künstlich Brutfreiheit erzeugen).


    Und dann zur Zeit (hier immer ca. 4 Wochen nach dem ersten Bodenfrost) nochmal OS träufeln,
    somit bist Du fachlich und rechtlich auf der sicheren Seite.


    Manchmal frage ich mich warum wir hier nur 60%ige AS im Nassenheider
    und 3,5% Oxalsäure im Träufelverfahren brauchen. (Wenn überhaupt !)



    Gruß
    der Bienen
    Knecht

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.


  • Hallo Peter. Bei Milchsäure ereichst Du nur die Milben die auf den Bienen sitzen . Schlüpfende Bienen bringen neue Milben aus den Zellen mit .


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.