Rahmen Modifiziert ? Vorteile / Nachteile

  • Servus zusammen!


    Jetzt gibt es schon wieder etwas, das ich nicht verstehe: Da der Unterträger des modifizierten Rähmchens 19 mm breit und 10 mm hoch ist, ist der Bienenabstand an dieser Stelle nicht eingehalten. Das führt theoretisch zu Hohlräumen von ca. 16 x 18 mm zwischen den Rähmchenunterträgern (Oberkante) bis zur Oberkante Rähmchenoberträger der darunter liegenden Schicht. Was machen die Bienen damit?


    Ein Schwank am Rande: Ich war kürzlich bei einem sehr professionellen, sehr netten und vertrauenswürdigen Rähmchenhersteller in der näheren Umgebung, um ihn zur Herstellung von modifizierten R. zu gewinnen. Gleich vorweg: Er lehnte es ab. Doch erzählte er mir auch, dass er jahrzehnte Zanderrähmchen ohne sich dessen bewußt zu sein mit 0,5 cm kürzeren Seitenteilen hergestellt hatte, ohne dass es einem einzigen Kunden aufgefallen wäre.


    So gehts mir in der Steiermark. Das mit dem beespace ist wirklich eine verflixte Sache!


    lg
    bienensenn

  • Servus frisbee!


    Zitat

    Da gibt's keine Probleme mit Verbau.


    Eine Ausnahme von der Regel? Was ist an dieser Stelle anders, dass sie da nicht verbauen?


    Zitat

    Werden in Deiner Gegend nur klassische Raehmchen verwendet?


    Durchwegs gerade Rähmchen oder Hoffmann, 25 mm breit, 10mm stark, vereinzelt auch mit etwas stärkeren OT (12-13mm).


    lg
    bienensenn

  • Die bauen von oben nach unten runter. Mit oder ohne Mittelwand. Wenn sie dann am Unterträger angekommen sind, ist dort die Wabe auch so breit ausgezogen wie der Oberträger, dh sie steht seitlich über den Unterträger raus. Da der Unterträger selbst kaum Höhe hat, fühlt sich das vermutlich wie normales Wabenende an, das ja unten auf den letzten Zentimeter auch schmal zuläuft.


    Kikibee

    Coronataugliches Freiluft-Imkerforumstreffen am 3.-5.9.2021 in Bad Karlshafen an der Weser.

  • Gute Frage...


    Darueber hab ich noch nie nachgedacht. Ich denke aber, dass aufgrund der geringen Staerke von nur 10 mm der UT von den Bienen als Teil des Wabenrands betrachtet wird. Sie bauen ja auch die Schwarmzellen dort an und ziehen das Zellenmuster oft etwas ueber das Holz drueber. Waeren die UT wesentlich staerker wuerden sie diese vermutlich miteinander verbauen. Aber das ist nur gemutmasst.


    Vielleicht meldet sich ja noch jemand zu Wort, der das sicher weiss.

  • Hallo,


    hatte jemand schon mal den Fall, dass die Mittelwände (mit breitem Oberträger) nur widerwillig angekommen wurden?


    Bei mir der Fall:
    - 2. später dann die 3. Zarge wurde nur langsam/widerwillig angenommen.
    - Ein Schwarm in eine Zarge mit Mittelwänden mit breitem Oberträger eingeschlagen, wurde nicht angekommen.
    -Habe eine Mittelwand mit schmalen OT in eine Zarge mit Mittelwände breite OT gegeben. Ist deutlich weiter, fast fertig ausgebaut. Alle mit breitem OT fast nicht angerührt.


    Ich kann nicht beweisen, dass an den breiten OT liegt. Aber komisch bzw verdächtig ist das schon.

  • Nö, hatte ich noch nie. Zögerliche Annahme ist m.E. nicht in der geometrischen Form des OT bedingt, sondern hat andere Gründe (zuviel Raumgabe/zuwenig Personal, störender Geruch z.B. bei neuen Rä., Schwarm plante zunächst Wiederauszug o.a.). Beim nächsten Experiment MW mit schmalem OT (aus gleichem Material wie breite OT) an den Rand geben und evtl. Bevorzugung prüfen.
    Das wäre dann wirklich außergewöhnlich, sofern alles andere gleich (ebenso: MW aus demselben Paket) ist.

  • Hm, das Rähmchen mit dünnem OT war an Position 8. Also zumindest keine Zentralwabe. War aber deutlich besser ausgebaut als die Zentralwabeb/Mittelwände. Alle Rähmchen sind nagelneu. Das könnte, wie Du auch meinst, die zögerliche Annahme erklären. Trotzdem wurde das Rähmchen mit dünnem OT anscheinend bevorzugt. Leider hatte ich nur die eine "dünne". Vielleicht besorge ich mir noch eine.


    Danke

  • Hm, das Rähmchen mit dünnem OT war an Position 8. Also zumindest keine Zentralwabe. War aber deutlich besser ausgebaut als die Zentralwabeb/Mittelwände. Alle Rähmchen sind nagelneu. Das könnte, wie Du auch meinst, die zögerliche Annahme erklären. Trotzdem wurde das Rähmchen mit dünnem OT anscheinend bevorzugt. Leider hatte ich nur die eine "dünne". Vielleicht besorge ich mir noch eine.


    Danke


    Liebe Sonnenblume,


    kannst Du noch präzisieren, welche Rä. Du meinst? Ich benutze die modifizierten Rä., deren OT 28,5mm breit und 19mm stark ist:
    http://www.imkereibedarf-biene…ereibedarf/Products/02263
    Für die Drohnen-Rä. benutze ich die "einfachen" Zander-Rä. mit geraden Seiten, deren OT nur 22mm breit und 10mm stark ist:
    http://www.imkereibedarf-biene…eibedarf/Products/02241-A
    Die sind deutlich instabiler (für BauRä. aber ausreichend) und auf einen Blick von oben gut zu orten (Kennzeichnung eingespart). Als ich in einem Jahr zuwenige modifizierte Rä. vorrätig hatte, mußte ich notgedrungen im HoR II mit den einfachen Rä. mischen. Ich sah keine Unterschiede in der Annahme - allerdings bei ausreichend starken Völkern, Volltracht und ausreichenden Außentemperaturen (nicht wie jetzt zu den Eisheiligen).
    Ich kann nicht ausschließen, daß 1 ... 2 Tage Differenz bei der Annahme auftraten, da ich so engmaschig nicht kontrollierte. Aber ich vermute bei Dir andere Ursachen. Wenn alle Rä. (bis auf die Breite) gleich (neu) waren und die MW aus einer Charge, dann könnte es bei Dir z.B. an unterschiedlicher Temperaturverteilung in der Etage darunter gelegen haben (je nach Brutalter, Bauaktivitäten, Nähe zum BauRä. o.ä.) oder an den kurzen Wegen für die Tankstellenbienen zwischen Futterzellen und Heizerbienen oder kurzen Wegen zur Versorgung der Bautraube o.a. Letzteres beobachtete ich jetzt bei einer Imkerfreundin (1,5 Za. im BrutR), die in ihren HoR zwei überzählige FuW zum Umtragen mittels aufgesetzter ZaZarge umgehängt hatte -> Dort bauten die Bienen nicht die zentralen MW zuerst aus, sondern die auf Pos. 3 direkt neben den FuW, obwohl das nicht über dem Brutnest, sondern über dem kühleren abgeschiedeten Bereich der BrutZarge lag.
    M.E. arbeiten Bienen weit effektiver als selbst Geizimker sich das vorstellen können.


    Mit imkerlichen Grüßen - Gottfried

  • M.E. arbeiten Bienen weit effektiver als selbst Geizimker sich das vorstellen können.


    ja, das tun sie..., Neubau wird am liebsten Nahe der Futterquelle gebaut, deshalb ist das Futterloch(Glasfütterung) im vorderen Drittel des Deckels bei uns angebracht.
    Extra Rähmchen für Drohnenrahmen ist unnötig, ein Teil was als Neuteil erst Sinn macht, aber im späteren Betreib ne Extrawurst ist. Wennman alte Waben auschneidet, einfach 1cm stehenlassen, fertig ist der Drohnenrahmen. Sie werden mit Reißzwecken oder wenn keine zur Hand mit Marker angekreuzt. Außerdem werden sie zum Ende der Saison bzw zur Überwinterung von den Bienen als Futterwabe vollgetragen- haben dann also volle Last.
    Gruß Fred

  • j
    Extra Rähmchen für Drohnenrahmen ist unnötig, ein Teil was als Neuteil erst Sinn macht, aber im späteren Betreib ne Extrawurst ist.


    Mag sein. Ich finde es trotzdem übersichtlicher, immer und überall, sogar im Dunklen oder seitlich bzw. von unten betrachtet.
    Und der Geizimker erst, der weiß: Die einfachen Rä. sind im Vergleich zu den modifizierten 40% preiswerter und nehmen 21% weniger Lagerplatz weg, wenn sie mit Versatz bei den Abstandshaltern gepackt werden und wiegen weniger. Und es passen bei Zander rechnerisch 148 mehr 5,4mm-Brutzellen rein als in modifizierte!
    Mich kosteten sie gar nichts, da "ererbt"...