Rahmen Modifiziert ? Vorteile / Nachteile

  • ...braucht es keinen schmäleren Unterträger, da dort sowieso kein Kippkontrolle nötig ist. Ich habe nur im Honigraum Zander flach meist über Absperrgitter. Im Brutraum bei einzargigen Brutraum würde es ebenfalls keinen schmäleren Unterträger brauchen.


    So kann man es sehen. Folge ist aber, daß ca. 1/3 mehr Holzbrett benötigt wird. Bei entsprechender Rähmchenzahl kommt da schon etwas zusammen. Für solche Materialverschwendung ist der Prototyp des sparsamen und umweltbewußten Imkers eigentlich nicht bekannt.
    Breite Unterträger lassen aber auch Bienen, Gemüll und Schmelzgut schlechter nach unten durch und bedeuten mehr Reinigungsaufwand. Wer´s nicht glaubt, muß probieren.

  • Hallo Gottfried,


    ich will gar nicht bezweifeln, dass sich Raehmchen mit 22 mm breiten Ohren besser greifen lassen. Wollte auch nicht speziell den Weber angreifen. Ich finde bloss nachteilig, dass somit Dadantraehmchen nicht gleich Dadantraehmchen ist. Wenn der Weber Lieferengpass hat, kann man z.B. nicht einfach auf Holtermann ausweichen und umgekehrt.
    Ich verwende die Beuten der Magazinimker e.V. und bin froh zu wissen, dass ich bei verschiedenen Anbietern bestellen kann und immer alles zueinander passt.


    Du nagelst quasi unter den Ohren laengs zum Obertraeger? Bombenfest.


    Ich schiesse von oben mit 32 mm langen Klammern. Auch Bombenfest. :daumen:


    An Deiner Erfahrung sieht man, dass Selbstbau klare Vorzuege haben kann. :) Ein Grund fuer mich, die Raehmchen selbst zu drahten ist z. B., dass ich nicht wissen kann, ob jemand anders nicht beim Drahten den Blaustift in den Hoffmannschenkel einschlaegt. :mad: :lol:

  • Da kammer Streichhölzer draus machen oder wenigstens Holzbriketts! Ja und die Leichtbau-Rähmchen drahtet man besser gleich längs UND quer.
    Im Ernst: Rähmchen kaufe ich in Teilen, baue sie aber noch selber zusammen. Da kann ich bestimmen, ob, wo und womit in welche Richtung genagelt wird, ob´s später an den Ösen u.a. rostet oder nicht und - wie straff der Draht ist und bleibt. Die Teile gehen so oft durch meine Hände und sind so nah am Honig in der Schleuder, da will und muß ich mich drauf verlassen können.
    Und: Ob man aus einem Brett 200 oder 300 UT raussägen kann, macht schon einen Unterschied...

  • Guten Morgen!


    Hatte beim Fruehstueck die Musse, das mal auszurechnen. Das wollte ich schon genau wissen. :wink:


    Tatsaechlich wuerde man rein rechnerisch 41,24 bis 48,97 % mehr Untertraeger aus der gleichen Menge Holz rauskriegen (Irrtuemer vorbehalten).


    Dennoch laege es mir fern, einen Imker, der breitere UT hat, als Materialverschwender zu bezeichnen, wenn man beruecksichtigt, wieviel Holz anderswo arglos verbraucht wird. Aber Schwamm drueber!


    Ansonsten bin ich ganz Deiner Meinung! Kaufe ja auch in Teilen und baue selber. Und ich wuerde auch nichts anderes mehr nehmen wollen als modifizierte Raehmchen aufgrund all der genannten Vorteile!


    Der Nebel weicht, der blaue Himmel bricht durch. Auf einen sonnigen Tag! :)

  • Ganz im Ernst:
    Ich habe auch schon Unmengen von Rähmchen getackert. Das geht und man hat bzgl. Haltbarkeit ein gutes "Gefühl". Aber wenn man sich ein bisschen umhört, dann bekommt man fertige Rähmchen zu absoluten Kampfpreisen. Da werde ich bei der nächsten Bestellung nicht einmal über einen Selbst-Zusammenbau nachdenken. Und qualitativ sind meine gekauften Rähmchen bisher nicht schlechter, als die selbst-gedingsten.


    Gruß Jörg

  • Hallo Jörg,


    klar, wenn man die Arbeitszeit rechnet, lohnt sich das auf gar keinen Fall!


    Aber wenn man Zeit und Spass daran hat, das in der Freizeit zu machen, bleiben schon ein paar Euro uebrig, fuer die mal ein paar Liter Sirup o.ae. gekauft werden koennen.


    Ich find's halt auch eine schoene Winterbeschaeftigung.

  • Ich sehe das auch als nette Winterbeschäftigung für Kleinstimker. Immerhin werden wahrscheinlich dadurch auch die Bienen geschont, weil ich imkerliche Impulse dann im Keller auslebe und nicht an der Beute.


    Kikibee

    Hoffentlich ein wieder normales IFT am 11-13.3.2022 im Jagdhof Kleinheiligkreuz bei Fulda.


  • Tatsaechlich wuerde man rein rechnerisch 41,24 bis 48,97 % mehr Untertraeger aus der gleichen Menge Holz rauskriegen (Irrtuemer vorbehalten).
    Dennoch laege es mir fern, einen Imker, der breitere UT hat, als Materialverschwender zu bezeichnen, wenn man beruecksichtigt, wieviel Holz anderswo arglos verbraucht wird.


    Incl. Schnittfuge? Keinem Imker wollte ich zu nahe treten. Nur deren gutes Image von sparsamem, nachhaltigem und umweltbewußtem Wirtschaften erhalten und Material-/Kostenkalkulationstrugschlüsse vermeiden helfen für unerschütterliche Selbstbastler.
    Verschwenden täte ohnehin zunächst einmal der Hersteller. Der aber kalkuliert seinen Materialbedarf genauer als wir Käufer. Bei dem kommt auch schneller ein eingesparter Wald zusammen. Da ist selbst ein Großhändler wie Weber (durchschnittlicher Lagerbestand von 100.000 Rähmchen lt. Selbstdarstellung!) ein kleines Licht.

    qualitativ sind meine gekauften Rähmchen bisher nicht schlechter, als die selbst-gedingsten.


    Lieber JörgK,
    bitte nenne uns den Lieferanten, der modifizierte Rä. mit Edelstahlösen, ohne später rostende Teile (z.B. Nägel) und hervorstehende Metallteile, an denen man mit Werkzeug hängen bleibt, ohne unnötige Nut und mit einer Querdrahtung anbietet, die man auch nach jahrelangem Gebrauch incl. Dampfschmelzen nicht nachspannen muß - gerne mit schmalen langen Ohren (des OT, meine ich, nicht des Lieferanten) und das alles zu "Kampfpreisen". Ich fürchte, an dieser Ausschreibung nimmt keiner teil. Ich will´s aber so, damit mich Gegenteiliges nicht jahrelang und immer wieder neu nervt. Und ich kenne mehrere Berufsimker, die Kostengründe dafür angeben, daß sie Rä. im Winter selber tackern. Die ersten Chargen mit nutenlosen Rä. in Teilen tauchten bei Weber übrigens auf, nachdem eine nenenswerte Bestellmenge von Berufsimkern zusammengekommen war. Die Kleinstimker fielen damals überhaupt nicht ins Gewicht. Einen nennenswerten Preisverfall habe ich seither nicht feststellen können.
    Gruß - Gottfried

  • Hallo Gottfried,


    Ich hatte im letzten Jahr eine Rest Menge von einer polnischen Lieferungen bekommen. Die fertigen dir dein Wunschrähmchen ab einer 1000er Bestellmenge gedrahtet und geöst für (m.E.) knapp über dem üblichen in-Teile-Preis.


    Gruß Jörg

  • Lieber Jörg,


    Du bestelltest direkt in Polen oder über einen deutschen Händler?, dessen Name zufällig mit W. begann? Wenn ja, dann hast Du mglw. die Restmenge aus meiner Retour erwischt. Das könntest Du daran erkennen, daß sich eben keine Edelstahlösen finden, dafür Blauton- bzw. andere schnellrostende Nägel und die Ergebnisse meiner anfänglich gutmeinenden Versuche, die Drahtspannung schon vor dem ersten Benutzen auf das nötige Maß zu erhöhen. Eine Sonderbestellung mit meinen Sonderwünschen hatte ich allerdings nicht aufgegeben, sondern ebenfalls einen Restposten versucht abzunehmen.
    Wenn ich Dich mißverstanden haben sollte -> ggf. pN, sonst bekommen wir noch Watschn.


    Danke - Gottfried