zu wenig Futter

  • Hallo zusammen,
    ich habe auf meinem Bienengrundstück 16 Völker (auf Zadant) zu stehen, die in diesem Jahr sehr viel Futter (18-20 kg Sirup) verbraucht haben. Sie haben einfach nicht ihr "Wintergewicht" erreicht. Letzte Woche sah es dann so aus, als ob sie jetzt doch mal ordentlich eingelagert hätten. Überall fehlten noch so 2-4 kg. Die habe ich auch über Futtereimer in Leerzarge gegeben, aber es wurde nichts mehr abgenommen. Doch als ich jetzt die Völker nochmals wog, fehlten überall mind. 4 kg, z.T. 8 kg! Wie kann ich das jetzt noch verabreichen, wenn sie das Futter schon gar nicht mehr annehmen? Zuviel ist in den Kästen jedenfalls nicht drin und auch die Brut wurde schon sehr eingeschränkt, sodass Platz zum Einlagern da sein müsste. Sind die Völker so reduziert, dass sie nicht mehr brauchen? Können sie irgendwie selbst einschätzen, wieviel Vorrat sie anlegen müssen? Hören sie dann auf Futter abzunehmen, wenn diese Grenze erreicht ist? Eine Varroakontrolle ergab keine Anhaltspunkte. Ich vermute eher gegenseitige Räuberei. 4 der Völker haben ihr Wintergewicht, aber 4 Völker können doch nicht 12 andere so leer machen, dass bei denen jetzt 8 kg fehlen. Und ich kann die 12 auch nicht woanders aufstellen. Was tun? Bringt das Nachfüttern an warmen Tagen im Oktober noch was?
    Bisher habe soetwas noch nicht gehabt. Ende August spätestens Mitte Sept. waren bei mir die Völker eingefüttert und fertig und hatten auch das erforderliche Gewicht. Dies Jahr war daran nicht zu denken. Ich habe noch nie im Frühjahr notfüttern müssen. Aber so wie es jetzt aussieht, kann ich damit schon im Februar anfangen. Was würdet ihr tun: abwarten, oder noch warme Tage nutzen?

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • So ist die Natur dieses Jahr. Bei uns ist es genau so wie du beschrieben hast.
    Ich denke, jetzt noch nachfüttern ist sinnlos, ja kontraproduktiv.
    Habe viele Völker gesehen die heuer nicht einmal die Hälfte wiegen vom normalen Wintergewicht.
    Die Natur wirds schon richten.

  • Wenn die Bienen es bisher nicht geschafft haben, genug einzulagern, stimmt doch was nicht.
    Da hilft ein Mehr auch nicht mehr.
    Es gibt auch dieses Jahr wieder eine Menge schwacher Völker, bedingt durch schwache Königinnen.
    Da ist der Ansatz zu suchen

  • Hallo,


    hmm, ob das nur an schwachen Völkern liegt? Auch meine fressen mir dieses Jahr die Haare vom Kopf. Ich habe schon zweimal Futter nachgekauft, obwohl ich großzügig geplant hatte.


    Schwach ist davon nur eins, ein wohl etwas zu spät gebildeter Ableger, alle anderen strotzen vor Bienen.


    Gruß, Heike

    Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung, daß etwas anderes wichtiger ist als die Angst.
    (Ambrose Redmoon)

  • Ja, an den Zip-Lock Beutel habe ich ja auch schon gedacht, denn es nervt wirklich. Ruhig schlafen kann ich so nicht.
    Normalerweise würde ich auch sagen, die Natur betreibt wieder mal Auslese. Aber soviele Völker? Und es sind z.T. nur Ableger, da sind auch Wirtschafts-Völker dabei, die im Sommer recht stark waren.
    Was läuft da schief?
    Nicht mal die Hälfte vom Wintergewicht heißt in letzter Konsequenz aber: keine Überlebenschance. Oder doch?
    Beim Suchen nach ähnlichen Freds bin auf Beiträge von 2011 gestoßen, wo es in den Völkern ähnlich aussah. Wäre doch mal interessant was draus geworden ist.

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • Du schreibst, sie haben das Futter "verbraucht" - meinst Du damit: aufgenommen?
    Ich habe pro Volk fast 25 Liter Zuckerwasser eingefüttert und dann gewogen. Und 2 Wochen später waren davon schon wieder 2 Kilo weg. ( Stand vorletzte Woche)
    Ich würde auf jeden fall, insofern Wintergewicht nicht erreicht, noch versuchen, nachzufüttern.


    LG: Anni

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Moin, Holmi,
    kann man einfach nicht so pauschal sagen - ich hab schon genug Mickerlinge gehabt, die im nächsten Jahr super waren, und fette Völker, denen 28kg nicht gereicht haben.


    Ich würde warm füttern, solange noch was reingeht, und solange sie noch beweglich genug sind, was abzunehmen.


    Dann schläfst du wenigstens gut - mehr kannst du nicht tun.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Holmi,


    sie haben also 16 Kilo abgenommen nach der Einfütterung? Wann war die Einfütterung abgeschlossen? 16 KG Gewichtsabnahme erscheint mir mächtig heftig (oder verstehe ich hier schon wieder was falsch?)


    LG: Anni

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Das ist es ja eben: eigentlich ist die Einfütterung noch immer nicht abgeschlossen, weil teilweise bis zu 8 kg noch fehlen!

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • Hallo,


    ich kann nur von meinen Breiten sprechen aber ich wundere mich immer, wie viel Futter hier im Forum gegeben wird, zwischen 20 und 30 Kg Sirup ist da keine Seltenheit.


    Ich habe in meinen Anfängen immer auf Zander auf einer Zarge überwintert. Da habe ich bei wirklich starken völkern 12 Kg gegeben, bei schwächeren auch oft nur 8 Kg.
    Jetzt, seit ich Zander 1,5 habe (ähnlich wie Holmi mit Zadant) füttere ich bei den stärksten 15 Kg ein, ich hab auch welche dabei die nur auf 7 Waben sitzen und die sind nicht mal ganz fertig (NB), die haben nur 10 Kg.


    Verhungert ist mir aber noch keines. Ich weis, das hilft Holmi in diesem Fall nicht wirklich aber vielleicht beruhigt es ja ein wenig.


    Natürlich kommt es auch auf die Biene an, ich hab Carnica und die sind bekanntlich wenns kühl ist recht genügsam, da wenig Brut.