Völkervermehrung

  • Servus,


    da hätte ich noch eine weitere Anfängerfrage.
    Wenn man im April/Mai rum aus einem Volk mit 10 bebrüteten Rähmchen jeweils 2 Rähmchen (mit verdeckelter, offener Brut und Eiern) mitsamt ansitzenden Bienen entnimmt und auf 5 Beuten aufteilt (1x mit Kö), dann sollten doch die 4 ohne Kö jeweils selbstständig eine nachschaffen oder nicht?


    LG Wile


    Hallo Wile , Erste Woche im April in alle Völker Drohnenrahmen einhängen . Dann Anfang Mai die Ableger bilden und einige Tage später die kleineren KÖ Zellen entfernen . Drohnen brauchen 40 Tage bis sie Geschlechtsreif sind . Keine Drohnen ausschneiden ! ! ! Brauchst Du für eine gute Begattung deiner Königinnen . Ich selbst schneide schon Jahrelang keine Drohnenwaben mehr aus .


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Hallo Sabi(e)ne,
    nun mach doch das Drohnenschneiden nicht so schlecht. Ich finde es hervorragend, wenn möglichst viele Imker hier im Ort ihre Drohnen schneiden. ;-) - Verblüfft Dich das?
    Ganz eigennützige Erklärung: Da ich nicht schneide, wird das Verhältnis meiner A.m.m.l.-Drohen zu den anderen hier gehaltenen Bienenrassen zu meinen Gunsten besser. Meine Standbegattung hat drei Jahre mit großen Erfolg hinsichtlich meiner schwarzen Königinnen geklappt. Also waren deren Drohen schöne geklonte schwarze Gesellen. Erst seit diesem Jahr habe ich eine eigene Belegstelle und das Drohnenschneiden hier im Ort tangiert mich nicht mehr so. Verstehen kann ich es trotzdem nicht, dass die Imker (männlich) die Drohnen (männlich) hinterrücks umbringen, wie im Partisanenkrieg.


    Wolfgang, der Heidjer

    "Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit." (v. Sören Kierkegaard)

  • Ich mache meine Ableger ebenfalls einfach aus einer einzigen Brutwabe eines für mich geeignetsten Volkes. Dazu noch eine Pollen und eine Honigwabe: fertig
    Da ich auch keine Drohnen schneide ( die anderen Imker im Umkreis tun es) - ist für genügend männliche Kraft gesorgt. Der Honigertrag der so geschröpften Völker ist dadurch wohl kaum geringer.
    Diese 3-Wabenableger - 1:1 mit Zuckerwasser regelmäßig angefüttert - bauen sich zu kräftigen 2-Zargen Überwinterungsvölkern auf.
    Die Grundfrage ist natürlich: Wie viel Material ist vorhanden, wie viel Völker möchte man haben. Schnell wächst einem sowas auch über den Kopf... wenn dann noch ein ungeahnter Schwarm im baum hängt, übersteigt der Bienenwunsch manchmal doch die eigenen Mittel.
    Als / Für Anfänger sehe ich in dem Einhängen des Zuchtrahmens mit Maden ein Problem ---> für den Anfänger ziemliches Neuland, wenn er noch nicht mal einen normalen brutableger gemacht hat.


    So meine bescheidene Meinung.


    LG: Anni

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Ich imkere erst seit letztem Jahr und habe dieses Jahr im Frühjar aus jedem Volk jeweils drei Ableger mit einer Brutwabe (+Leerwabe + Futterwabe(Pia Aumeier)) gemacht. Mitte April, Anfang Mai und Mitte Mai - die wurden den ganzen Sommer über 1:1 zugefüttert haben sich alle super entwickelt. Dann habe ich im August die Völker (nicht die Ableger) mit "Teilen und Behandeln" gegen Varroa behandelt und so wie es aussieht sind alle Teile so stark, dass ich die auch nicht mehr zu vereinigen brauche.


    Das wären dann jeweils 3 Ableger pro Volk + 1 Flugling im September - bei vier Völkern kannst Du im Frühjahr dann 12 Ableger machen und zusätzlich im Spätsommer die Völker nochmals teilen. Das ergibt nicht ganz so viele Ableger wie mit der "Vermehrung in 4 Schritten" (-> gibt 10 plus die Ableger (6?) aus den beiden restlichen Völkern), dafür fand ich es recht einfach und wenig aufwändig -> Ableger bilden, einen Monat später reinschauen ob die neue Königin legt + füttern. Fertig.


    mfg Mr.Tom

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  • Als / Für Anfänger sehe ich in dem Einhängen des Zuchtrahmens mit Maden ein Problem ---> für den Anfänger ziemliches Neuland, wenn er noch nicht mal einen normalen brutableger gemacht hat.


    So meine bescheidene Meinung.


    LG: Anni


    Hallo Anni ,hört sich schlimmer an als es ist . Viele Vereine bieten Umlarvaktionen an ,wobei geprüftes nachzuchtwürdiges
    Zuchtmaterial angeboten wird und von einem erfahrenen Imker umgelarvt wird .Dieses hängt man dann mit den Zuchtrahmen
    in ein vorher ausgesuchtes-vorbereitetes starkes Pflegevolk welches dann die angebotenen Maden zu Königinnen herranzieht .Nach dem verdeckeln der Zellen am 5,10, oder 11 ter Tag werden die Zellen verschult ( einzeln in Käfige gesteckt im Hürdenrahmen der dann zwischen Brutwaben gehangen wird .) am 12ten Tag schlüpfen dann die Königinnen .Das Pflegevolk kann dann in Ableger aufgeteilt werden denen man jeweils eine KÖ über das Flugloch zulaufen läst . Diese Ableger werden dann aus den bisherigen Flugkreis entfern (3km ) und zur Begattung aufgestellt . Fertig !


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Anfang Mai ist in Ordnung um nachzuziehen.
    Um das Thema "zuwenig" Drohnen mache ich mir keine Gedanken, denn eine Kö fliegt bis zu 10km zum Begattungsort. Ein Drohn 5 km. Das heißt man hat einen Radius von 15 km.
    Zu früh kann ein Problem sein, denn da sind die Drohnen noch nicht Geschlechtsreif.
    Das andere Problem ist die Temperatur. Drohnen gehen bei kaltem Wetter nicht raus, also kann die Kö nicht begattet werden.

    Ich schneide aber auch nicht alle Drohnen, schließlich will ich, das meine Drohnen Königinnen in der gegend begatten und nicht die Stecherdrohnen vom Nachbarn ;-)


    LG Bienenhansi