Raubmilben oder Nematoden gegen Varroa?

  • Ich hab grad Nematoden gegen Schnecken gefunden (Phasmarhabditis hermaphrodita), und war im Shop etwas überrascht, gegen was alles heutzutage schon Raubmilben und Nematoden einsetzbar sind - völlig ohne Gift.


    Welche natürlichen Feinde hat die Varroa denn eigentlich?
    Ich hab noch nicht wirklich was darüber gelesen....


    Bei den ganzen Kommensalen im Bienenvolk OHNE AS/OS müßten doch welche dabei sein, die an den Milben parasitieren? :confused:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • etwas überrascht, gegen was alles heutzutage schon Raubmilben und Nematoden einsetzbar sind - völlig ohne Gift. Welche natürlichen Feinde hat die Varroa denn eigentlich?
    Ich hab noch nicht wirklich was darüber gelesen....


    Interessantes Thema !
    Neulich hat mir ein Imker etwas von "Putzertierchen" erzählt, die Varroen von den Bienen absammeln und sie fressen Er behauptet, er hat sie bei seinen Bienen beobachtet. Er hat sie sogar fotografiert. Er hat daran geforscht und tat sehr geheimnissvoll. Interessant war sein Hinweis: Man könne ihre Aktivitäten nachweisen, indem man die Varroen unter dem Bino auf Verletzungen untersucht. Er hält im nächsten Jahr in unserem Verein einen Vortrag darüber.

  • Hallo ihr unter Coulrophobie leidenden,
    wäre ein interessanter Ansatz, und es ist sehr hilfreich und gut, dass wir hier im Forum darüber diskutieren und uns austauschen. Aber mal eine ganz andere Frage, wie verhindert ihr, dass am Honigstand auf dem Markt von Allen ständig über Bienenkrankheiten gefachsimpelt wird. Einerseits ist es wohl wichtig, dass die Öffentlichkeit informiert ist oder wird, um die Wichtigkeit des Themas deutlich zu machen und auch einen gewissen Druck auf potentielle Entscheider auszuüber, aber ich hasse es einfach. Schon vor dem Frühstück soll ich Ortsfremden den Unterschied zwischen Nosema und der Varroa erläutern inkl. aller Gegenmaßnahmen.
    Man redet ja auch nicht über Geschwüre bei Schweinen oder die Maul-& Klauenseuche an der Wursttheke. Wie schafft ihr es, vom Bienensterben auf die leckere Bratwurst, in Scheiben geschnitten und in Honig und Fenchelsamen gebacken zu kommen. Denn schließlich sollte man darüber reden an einem Honigstand, oder über den sensorischen Unterschied zwischen Raps, Linden- und Kastanienhonig. Oder die Frage, mit welchem Honig auf welchen Körperteilen beim Abschlecken der größte Effekt erziehlt wird, und ich rede auch in diesem Zusammenhang absichtlich nicht von dem vorher abgetrennten Armstumpf.
    Merkt ihr, plötzlich wurde es wieder ekelig.
    Reicht die lapidare Aussage:" Noch schlimmer als das Bienensterben ist das Imkersterben", gefolgt von einer Aussage über den Altersdurchschnitt in eurem Imkerverein.
    Wie schafft ihr den Bogen, den auch ich jetzt wieder schaffen muss zum eigentlichen Thema, weil sonst der Rausschmiss droht?
    Viele Grüße
    Wolfgang, etwas verkatert

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Der eine oder andere kennt sicher den Bücherskorpion? Ein wirklich interessanter, toller Zeitbegleiter der immer irgendwo mal auftaucht, sogar im Bienenstock. Ältere Tierchen können schon eine stattliche Größe von einigen Millimetern erreichen, ich könnte mir vorstellen das da die eine oder andere Varroa schon in sein Beutespektrum passen könnte. Er hat ja nicht nur süße Scherchen, sondern noch dazu Gift das in Folge injiziert wird. Man müsste mal so einen Pseudoskorpion mit einigen Varroen in eine Petrischale geben, um zu sehen, ob wirklich Mampfimampfinteresse besteht... allerdings wären rein theoretisch z.B. Nematoden doch einfacher im Einsatz bzgl. der zu brauchenden Masse...

    Mit freundlichen Grüßen, Lachnide

  • Pseudoskorpione haben meines Wissens keinen Stachel.


    Genau, richtig erkannt. Allerdings haben sie einen integrierten Giftapparat bei den Zangen, oder Mandibeln, so genau kenne ich mich leider dann auch nicht mehr aus. Läuft so ähnlich ab wie bei gewöhnlichen Spinnen, es wird betäubt, dann ein Sekret injiziert das die Innereien schön flüssig macht und dann wird gemütlich ausgesoffen. Soweit ich das richtig verstanden habe =).

    Mit freundlichen Grüßen, Lachnide