Ableger hat plötzlich tote Bienen auf dem Boden liegen...

  • Nabend, zusammen!
    Vorgestern habe ich meine Völker kurz durchgeschaut und bei einem Ableger auf dem Bodengitter insgesamt ein DIB-Glas voll an toten Bienen vorgefunden. Königin noch im Volk, alle Brutstadien vorhanden, Varroasituation unter Kontrolle, keine ausgefressenen oder ausgefransten Waben....:confused:


    Naja, viele sind nun nicht mehr übrig, und gefallen sind bis heute auch keine mehr...


    Was meint ihr, ich denke ein Spritzschaden, doch liegen die Bienen doch dann meistens vor der Beute oder nicht???


    Bin für jedwede Erklärung dankbar!


    Danke, der Dirk

  • Hallo der Dirk,


    was heißt "Ableger"?
    Ist das Volk noch so schwach, dass Du es noch nicht Jungvolk nennen magst?
    Und was soll uns dieser Satz sagen?

    Zitat

    Naja, viele sind nun nicht mehr übrig, und gefallen sind bis heute auch keine mehr...


    Spritzschaden Ende September halte ich für einigermaßen ausgeschlossen, was sollte denn jetzt noch behandelt werden?
    Wie sehen denn die toten Bienen aus?
    Sind es Alt- oder Jungtiere?
    Rüssel herausgestreckt?
    Banale Frage, Futter ist genug da?

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo


    an Spritzschaden denke ich auch nicht, eher Schaden durch späte AS-Behandlung oder gar keine Behandlung der Varroa.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Moin, moin! Danke vorerst für die schnelle Reaktion auf mein Problem. Werde später mal das Glas mit den toten Bienen aus der Truhe holen und verfsuchen geeignete Bilder zu machen und denn hier reinzustellen. Vielleicht hilft das...
    Soweit ich mich erinner- Jung- und auch Altbienen.
    Futter ist genug vorhanden.
    Ist ein Sammelbrutableger gewesen, mit Milchsäure behandelt, und denn Bienenwohl als Blockbehandlung.
    Natürlicher Milbenfall 1-2 auf 3 Tage, nach Bienenwohl dito 2 Milben auf 3 Tage.


    Doch stehen an genau diesen standort auch noch die restlichen 5 Ableger aus dem gleichen Sammelbrutableger- und hierbei ist nichts passiert. Ich behandele die Bienen wie meine beiden Töchter, jeder bekommt das gleiche...:wink:


    Denn mal bis später

  • Wenn du Bienenwohl schon verwendet hast, ist das auch der Grund für die toten Bienen, bin ich mir fast sicher.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Blockbehandlung mit Bienenwohl dürfte weniger Schaden anrichten, als AS und ist durchaus üblich:
    http://www.bienenwohl.com/fragen.php#blockbehandlung


    LG: Anni


    Na ich find die Beschreibung nicht sehr hilfreich, denn letztendlich will man hier wohl darüber hinwegtäuschen das die Basis von Bienenwohl Oxalsäure ist.
    Daher find ich nun die Frage durchaus legitim warum ich mit Oxalsäureträufeln nur eine Behandlung durchführen soll/sollte.
    Wir haben um diese Jahreszeit schon Winterbienen in den Völkern und OS verkürzt nachweislich die Lebensdauer und ist keineswegs so „bekömmlich“ wie hier versucht wird dazustellen.
    Ferner besitzt das Präparat in unseren Breiten keine Zulassung und drum würde ich den Einsatz nicht befürworten.

    LG
    Andreas

  • Vielleicht Räuberei? Ich hatte das gerade bei einem Jungvolk. An einer Deckelseite war etwas abgebrochen und Räuberbienen konnten zum Zuckerwasser in einem Tetrapack innen. Daher habe ich geschlossen, dass die vielen toten Bienen auf die Kämpfe zurückzuführen waren.
    Gruß,
    Jan

  • Soweit ich weiß wird bei "normaler" Oxalsäureträufelung eine Menge von 50 ml eingesetzt. Bei Bienenwohl empfiehlt man maximal 10 ml. Vielleicht ist das der Grund, warum eine Blockbehandlung möglich sein soll...


    Hallo Bienenhummel,
    ich glaub das variiert je nach Volksstärke zwischen 30 und 50 ml je Volksstärke.
    Bei Bienenwohl und 8 Wabengassen ergibt sich bei der Blockbehandlung dieselbe Menge (30-45ml) in ml wie bei der OS Träufelmethode. Auch hier enttarnt sich die Augenwischerei des Präparates indem suggeriert wird, dass es sich in der Menge von Anderen unterscheidet.
    Bei Menschen mit einer kleinen Feinmotorikschwäche kann ein Druck auf die Flasche durchaus zu Bienenverlusten führen, denn dann ist u. U. zu hoch dosiert.

    Ob sich der Aufwand lohnt muss vermutlich jeder für sich selbst entscheiden, ebenso bleibt es jedem selbst überlassen ob er mit zugelassenen Mitteln wie bspw. AS behandelt oder auf Ausweichpräparate zurückgreift. Öffentlich würde ich persönlich jedoch niemanden das Letztere empfehlen. Blockbehandlung wäre auch mit MS möglich und auch hier wirkt das nicht in die Brut. Einziger Unterschied ist das ich Waben ziehen muss um ein zugelassenes Mittel zu verwenden.

    LG
    Andreas

  • Hallo Andreas!


    Hallo Bienenhummel,
    ich glaub das variiert je nach Volksstärke zwischen 30 und 50 ml je Volksstärke.
    Bei Bienenwohl und 8 Wabengassen ergibt sich bei der Blockbehandlung dieselbe Menge (30-45ml) in ml wie bei der OS Träufelmethode. Auch hier enttarnt sich die Augenwischerei des Präparates indem suggeriert wird, dass es sich in der Menge von Anderen unterscheidet.


    Ich kann nicht beurteilen ob BW nun wirklich ein besseres Mittel ist oder nicht. Aber bei der Dosierung wird wieder mal keine eindeutige Angabe gemacht:


    http://www.bienenwohl.com/anwendung.php



    Zitat

    ...wird auf die 500 ml Flasche aufgeschraubt und das BienenWohl® wird in einem Zug ohne Druck in die von Bienen besetzte Wabengasse geträufelt. Die optimale Menge: je nach Volkstärke ungefähr 10- 15 ml.


    Was heisst das jetzt? Ich habe bisher gedacht 10-15ml pro Volk.
    Man könnte das aber auch als "pro Wabengasse" interpretieren.


    Mensch, warum immer so unklare Formulierungen...


    Da ich kein großes Vertrauen in meine Feinmotorik habe, werde ich beim OS-Träufeln (mit welchem Mittel auch immer) erst mal eine Spritze mit den entsprechenden ml aufziehen und damit behandeln. Vielleicht noch mit Injektionsnadel, damit es einen feinen Strahl ergibt? Weiß noch nicht...



    Nachtrag:
    Ah, jetzt habe ich hier noch was gefunden:


    Zitat

    Beträufelt wird, als würde man mit einem Bleistift einen Strich ziehen, dann stimmt die Menge, bei etwa 8 Wabengassen ca. 10-15 ml.


    Also doch pro Volk nur 10-15 ml...

  • Man bedenke, dass BW nicht aus reiner Oxalsäure besteht. Und in anderen Ländern wird verdampft, mehrfach.....
    Aber wir kommen OT


    JCD's Antwort wäre die Lösung ;-)

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.