verkittete Beute (Zander - Liebig) öffnen

  • Hallo,


    ich bekomme die zwei Brutraumzargen nich mehr auseinander. Mit dem Stockmeißel habe ich zwar einen dünnen Spalt hinbekommen, aber der Rest hängt doch sehr stabil mit den Rähmchen zusammen. Gibt es da einen Trick oder hilft nur rohe Gewalt?


    Das Volk ist eine wahre Propolismaschine - kittet wie wahnsinnig (das wird wohl im nächsten Jahr ein Propolisgitter bekommen :-) ) ... aber leider auch "etwas" aggressiv - bekommt auch nächstes Jahr eine neue Queen ... und ja, es ist ein fliegendes Nadelkissen - sogar mein Imkerpate musste die Durchsicht abbrechen ... einzeln die oberen Rämchen ziehen, wäre zum entkitten eine Option, aber aufgrund der Stecheigenschaften kein Vergnügen

  • Ja,
    so ein Volk hatte ich auch mal. Ich habe mir über den gesamten Winter überlegt, wie ich es mit möglichst wenig Aufwand und Erschütterung immer weiter teile, bis es für mich möglich wird, die Königin zu finden. Aber Gott sei Dank, das Problem hat der vorletzte Winter erledigt.
    Viele Grüße und viel Glück beim Suchen nach der Königin
    Wolfgang, anerkannter Feigling

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Hallo,
    "etwas" aggressiv - bekommt auch nächstes Jahr eine neue Queen ... und ja, es ist ein fliegendes Nadelkissen - sogar mein Imkerpate musste die Durchsicht abbrechen ...


    bee2628,warum nicht jetzt eine neue ? Warum solche Mistdrohnen noch ein Jahr fliegen lassen ?


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Hallo, bee 4711!:wink:


    Ich würde analog zu Josefs Rat überlegen, dass Volk jetzt noch umzuweiseln, ansonsten hast du das Elend auch kommendes Frühjahr am Stand und zudem, wie ebenfalls bereits erwähnt, die fliegenden Gameten unterwegs.
    Erfreulich, dass sie viel Propolis sammeln, dennoch sollte ein solch stichiges Volk meiner Meinung aus der Ferne zufolge doch umgeweiselt werden. Ist es eigentlich schon die gesamte Saison so stichig?


    Die Alternative zum Ziehen der einzelnen Rähmchen der oberen Zarge zwecks Entkittung ist das Abheben der kompletten oberen Zarge, was ich allerdings versuchen würde zu vermeiden, da dabei mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit einige Bienen gequetscht werden, die dann zusätzlich zur ohnehin schon unschönen Allgemeinsituation für Alarmpheromone sorgen. Und du könntest mit etwas Pech die Königin beschädigen oder töten.


    Ich würde daher Folgendes tun:
    1. Alle Rähmchen der oberen Zarge einzeln lösen (wieso musst du eigentlich jetzt noch die 2 Zargen trennen?)
    2. Wild- / Zwischenbau abkratzen (von OT und UT!)
    3. Bei vorhandenem, idealerweise noch unmittelbar zuvor legenden Ersatz bei o.G. die derzeitige Königin suchen und entfernen
    4. Neue Königin zusetzen
    5. Zukünftig nur noch einen BR verwenden :cool:


    Gruß
    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Stichige Völker umweiseln :
    Stecher wegstellen .
    Guten Ableger am ehemaligen Standplatz des Stechers stellen.
    Sorgen das Flugbienen abfliegen. Täglich wenn möglich öfter Stecher öffnen .Folie abnehmen .Stichschutz anziehen !
    Absperrgitter vor Flugloch des Ablegers anbringen und Waben davor abschlagen .
    Leere Zarge über Folie aufsetzen und abgeschlagene Waben einhängen . Dann trennende Folie wegziehen .
    Wenn Bienen im Kasten schauen ob KÖ am Absperrgitter sitzt .


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • hmm ... wo bekomme ich denn jetzt eine begattete Q her? Der Imkerpate meinte, dass es jetzt schon etwas spät im Jahr sei und ich lieber abwarten soll, wie die Ladies nach dem Winter drauf sind ... - Bin Anfänger mit 2 Völkern und habe leider keine Ableger mehr rumstehen - die beiden Völker sind nämlich die Ableger ;-) ... aber ich sehe es positiv: das Volk ist hervorragnedes Anfängertraining ;-) ...
    die obere Zarge komplett runternehmen scheitert ja momentan leider... eigentlich wollte ich nur kontrollieren, ob die Bees nach Fütterung und AS ein einigermassen Brutnest haben - die haben nämlich auch noch eingetragen (Balsamine) und vielleicht etwas den Brutraum zugehonigt ... und da ich davon ausgehe, dass in der oberen Zarge nur Futter ist, wollte ich halt in der unteren einen Blick riskieren ...

  • Den Kasten vorsichtig an ALLEN Seiten mit dem Meisel oder einem anderen Gegenstand anheben, aber so, daß der Spalt klein genug bleibt, damit keine Bienen heraus kommen. Am besten jetzt nachts, wenn es kalt ist, da schwirren die auch nicht gleich umher, wenn es etwas wackelt. Normalerweise ;-)


    Am anderen Tag läßt sich die Zarge dann relativ leicht zur anstehenden Arbeit abnehmen.

  • Ich hab mal die Anwendung von einem Draht gelesen. Quasie führt man einen Draht, der an beiden Enden einen Stock oder ähnliches hat, wie ein Messer zwischen die beiden Zargen. Man beschädigt nichts und hat ein sauberen Schnitt!


    Vielleicht geht das bei dir.


    Uwe

  • Warum willst Du eigentlich jetzt noch unbedingt eine Durchsicht des Volks vornehmen??
    Meine Völker werden jetzt in Ruhe gelassen die haben genug Futter und sind gegen Varroa behandelt. Nächste Kistenöffnung erst wieder im Dezember zur OS-Behandlung!
    In trachtarmer Zeit und dazu noch bei so heftigen Störungen sind die allermeisten Völker aggressiv, ob Du einen Stecher hast kannst Du erst im Frühjahr bei Tracht beurteilen.
    Ich würde jetzt auch nicht mehr umweiseln, die Gefahr dass die neue nicht angenommen wird ist groß, außerdem bedeutet eine Umweiselung in den meisten Fällen eine Brutpause was im Spätsommer/Herbst zu Lasten der Winterbienenmasse geht. Wenn's nich klappt, hast Du das Volk sicher verloren.


    Zur Sache selbst:
    Am Frühen Morgen, wenn noch keine Räuberei bei länger geöffneter Kiste droht sind sie friedlicher und träger. Also mach ich so etwas in der Morgendämmerung.
    Der kleine Spalt müsste bei einer Hohenheimer Beute, die ja keinen Falz hat ausreichen, um mit einem langen Stockmeißel vorsichtig an den Oberträgern entlang die Verkittung zu lösen. Vorher ordentlich Rauch in den Spalt geben, damit sich die Bienen etwas aus dem "Arbeitsbereich" zurückziehen und Du einigermaßen freie Sicht hast. Meistens sind die Rähmchen innerhalb der Zarge so gut miteinander verkittet (zumindest wenn Du Hoffmann-Seiten hast), dass sich der ganze Block auf einmal oben löst.

  • Ich hab mal die Anwendung von einem Draht gelesen. Quasie führt man einen Draht, der an beiden Enden einen Stock oder ähnliches hat, wie ein Messer zwischen die beiden Zargen. Man beschädigt nichts und hat ein sauberen Schnitt!


    ......Uwe


    Ich hatte ähnliches Problem im Frühjahr. Versuch mit Draht gemacht. Geht bei Falzkisten nicht. Edelstahl Wabendraht zweifach (verdrillt) verwenden. Beespace stimmte, aber Zwischenbau war mit Drohnenlarven belegt -die ich zerschnitten habe. Der Kraftaufwand ist nicht zu unterschätzen, die Kiste ruckelt schon ganz gewaltig.


    Letztlich: Die Bienen kamen beim Anheben der oberen Zarge wie aus einem Wasserspeier aus dem Spalt, genau ans Visier. Sehr schnell habe ich wieder aufgesetzt.


    Wahrscheinlich sollte man vorher die obere Zarge abtrommeln...

    Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, ist vor 20 Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt. (afrik. Sprichwort)