Apilivar 8 Wochen, 3 Streifen, noch viele Milben

  • Liebe Kollegen,wer weiß Rat?


    Ich habe die Völker jetzt seit 8 Wochen mit ApiLivar behandelt und im Abstand von 2 Wochen jeweils 2 Streifen aufgelegt. Da in der 6 Woche noch immer viele Milben fielen, habe ich noch einen dritten Streifen aufgelegt.


    Volk 1:
    In der 7 Woche führte dies zu 40 Milben /24h.
    Nach 8 Wochen hatte ich noch immer 40 Milben pro 24 Stunden auf der Windel. Deshalb habe ich 10 ml Bienenwohl gegeben.
    Am Tag darauf hatte ich 120 Milben/24h und wieder einen Tag später (heute) ca. 50 Milben /24h
    sehr starkes und aggressives Volk.



    Volk 2:
    Schon in der 4 Woche 60 Milben /24h. In der 6 Woche 100 Milben/24h. Nach 8 Wochen 140Milben/24 h. Dann gab ich auch hier 10 ml Bienenwohl. Am nächsten Tag lagen 200 Milben in der Windel. Noch einen Tag später (heute) waren es wieder 140 Milben/24h.
    Dieses Volk hat sich am schwächsten im Sommer entwickelt und sitzt jetzt auf 9 Dadant Rahmen.
    Beide Völker sind aufgefüttert.


    Ich habe noch 2 weitere Völker, die an einem anderen Stand stehen und ebenfalls 8 Wochen mit Apilivar behandelt wurden, deren Milbenzahl aber höchstens 20-30 Milben erreichte . Auch diese Völker habe ich mit Bienenwohl behandelt. Die Fallzahlen blieben aber unter 30 Milben /24h


    Wie ist die Behandlung bei Euch verlaufen?
    Habt Ihr ähnliche Erfahrungen?

    Was würdet Ihr mit den Völkern machen?
    Ich mache mir große Sorgen um Volk 2, habe aber Angst durch eine AS Behandlung (noch keine Erfahrung damit) die Königin so spät im Jahr noch zu schädigen.



    Vielen Dank für Eure Tipps
    Jörg

  • Hallo Jörg .Deine Behandlung mit Bienenwohl tötet leider nur die auf den Bienen sitzenden Milben . Nur AS wirkt in die Brut deshalb halten sich auch die Milben weiterhin denn bei Dadant sind meiner Meinung nach 2 Streifen zu wenig .


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Das weiß ich. Deshalb stehe ich nun vor der Entscheidung :
    Jetzt Blockbehandlung mit Bienenwohl über vier Wochen damit ich die noch verdeckelte Brut nach dem Schlupf erfasse, sie aber nicht gefährde.
    Oder
    Jetzt noch 12 Tage As verdunsten, die Brut in den Zellen beeinträchtigen und die Königin gefährden, dafür aber sehr schnell und gründlich die Milben reduzieren.


    Ich möchte vor Allem wissen, was ist da schief gelaufen?! Angeblich ist diese Methode doch erprobt und sicher! Die Völker haben in 6 Wochen 3 Streifen bekommen. Bei einem Volk scheint sich die Milbenzahl aber erhöht zu haben. Die Fallzahlen stiegen immer weiter an. Erst jetzt, nach der ersten Bienenwohl Gabe beginnen sie zu sinken. Heute 150 Milben in 24 Stunden - das ist einfach viel zu viel!
    Jörg

  • Wie schaut es bei Deinen Völkern denn mit Brut aus? Viel Brut = viel Milb...


    Der Rückgang jetzt könnte auch an den frischen Nächten liegen. Ich stelle bei meinen Völkern ebenfalls einen starken Rückgang des Milbenfalls fest. Dies korreliert aber sehr stark mit der Temperatur...


    Als Resümee der Bienenwohl-Anwendung kann man also sagen: Pro Behandlung einen Tag lang 50 Milben mehr?
    Das zeigt ja, daß Api Life relativ gut wirkt und die meisten nachkommenden Milben aus der Brut stammen.


    Du schreibst einmal "in 6 Wochen 3 Streifen", dann wieder "alle 2 Wochen 2 Streifen" - wieviele waren's denn nun?
    Warum hast Du als dritte Behandlung nur 1 Streifen aufgelegt und nicht nochmal 2?


    Empfehlung des Herstellers ist bei ZANDER: (Dadant weiß ich nicht)
    1 Streifen = 1/2 Packung.
    1 Zarge = insgesamt 2 Streifen (1 Streifen, nach 2 Wochen nochmal 1 Streifen dazu)
    2 Zargen = insgesamt 4 Streifen (2 Streifen, nach 2 Wochen nochmal 2 Streifen; ODER 1 Streifen und wöchentlich 1 Streifen dazu)
    Bei starkem Befall wird eine dritte Behandlung empfohlen.
    Ich kenne Imker die verwenden aber auch bei 1 Zarge bereits 2 Streifen..


    P.S.: wie sieht Dein Brutnest aus? Ist es recht lückig? Schwimmen die jungen Maden gut im Futtersaft? Virenerkrankungen erkennt man auch an offener Brut. Wurde sie ausgeräumt? Sind auf den Waben verkrüppelte Bienen zu sehen? (Flügel, Hinterkörper)

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von Bienenhummel () aus folgendem Grund: PS

  • Behandle mit 100 ml Ameisensäure, dass diese in 3-4 Tagen verdunstet. Dann ist das Problem gelöst, so es noch zu lösen ist. Thymol scheint nur zu funktionieren, wenn Plättchen verdoppelt werden, Boden geschlossen und Flugloch 3 Bienen breit. So erfolgreiche Anwender.


    Dieses Jahr gibt es ängstlich wenig Varroen.


    Remstalimker,
    welcher seit diesem Jahr überzeugt ist, dass Ameisensäure in die Zellen wirkt.

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Habe mir jetzt den Nassenheider professionell bestellt. Bei uns sind jetzt Temperaturen unter 20 Grad angesagt. Nehme ich AS 60 oder 85 und wieviele ml? und welchen docht? (Dadant US)
    Ist mein erstes Mal mit AS :-)
    Danke
    Jörg

  • Hallo Jörg,


    ich habe keine Erfahrungen mit dem Professionell, nur mit AS in Nassenheidern.


    Mein Tipp:
    Auch wenn es kühler wird, zuerst mit der 60%igen AS beginnen und wenn weniger als die gewünschten 20ml/Tag verdunsten, dann kannst Du den Docht (?) verändern oder die 85%ige AS reinkippen.


    Gruß Jörg

  • Von Jörg zu Jörg;-)
    Danke für Deine Antwort!
    Werde dann mit 60% beginnen und den Docht (ein Papierstreifen, der die Säure aus der Flasche zieht) anpassen.
    Wer hat Erfahrung mit der Dochtanpassung?


    Bin gespannt, ob ich das Volk so retten kann.

  • Moin Jörg,


    bei meinen Nassenheidern sind die Dochte vorgestanzt. Der große blausa Docht muss halt so sein, dass die Säuredämpfe rundherum ins Volk gelangen können, wenn Du ihn obenauf stellst. Ich habe dann gerne noch ein Fliegengitter auf dem Volk und unter dem blausa Horizontaldocht eine Folie, aber eben nicht ganz bis zum Rand. Den Verdunster stelle ich mit der Stelle, wo es tröpfeln soll, über das Brutnest. Bei vielen Milben, schwindender Brut und kühlen Temperaturen würde ich möglicherweise schon über weniger Wasser in der Säure nachdenken. Bei meinen unprofessionellen Geräten steht was von 85% bei der letzten Behandlung in der Anleitung. Lies Dir die Deine durch, wenn Du das Gerät hast.


    Das Fliegengitter hat den Vorteil, dass die Bienen dort nicht hinkönnen. Bei einem Volk habe ich das nicht getan, und die haben dann auch, als die Säure alle wurde, das Vlies zerkaut.


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Moin, nochmal,


    wenn der oben in einer Leerzarge steht, ist da die Luft sehr feucht und es gibt Kondenswasser, je kälter draußen, desto mehr. Das bindet Säure und mindert die verdunstende Dosis in ihrer Wirksamkeit. Die Zargen und der Deckel werden extrem gesäuert. Unter den Deckel würde ich bei einer Dadantkiste auch noch eine Folie legen. Die Leerzarge so niedrig wie möglich. Bei DN ist das die Halbzarge.


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...