• ja macht er!


    besser gesagt es kommt auf die Tour an, also wohin es geht wie lange es dauert obs warm ist und ob Tagsüber gefahren wird.


    Also zuerst wir das Flugloch mit einem dicken total nassen Schwam zu gemacht.


    Nach dem Laden bzw. beim Laden wird mit einer Gartenspritze (so ein Ding zum Aufpumpen) schon mal Wasser von untern gesprüht. Da aber meist wenig Bienen da sind (nur wenns sehr warm ist) bringt es das eben nur wenns auch sehr warm ist. bzw. die Situation in der normale Völker ohne hohen Boden vorlagern.


    Am Vordersten Volk in der Mitte des LKW kommt ein Ferntermometer unten ans Gitter!


    Und je nach dem wie Warm es ist wird eben mit der Gartenspritze und einem Teleskobgestänge Wasser von unten gegeben! Dazu schiebe ich das Ganze erst mal bis zur Stirnwand vor und ziehe dann die geöffnete Düse ganz langsam zurück! Jede Völkerreihe für sich! Meist geht da allein schon so pro Reihe 1-2 Liter drauf! Je nach dem wieviel halt auch geladen sind! Da ich meistens doppelstock lade, fang ich erst oben an!


    Je nach dem was mir dann der Temperaturfühler sagt wird angehalten und das Ganze wiederholt! 24 bis 26° ist so die obermarke. Nach der Dusche gehts meist runter auf 15-17° bzw ist auch etwas abhängig von den Außentemp.


    Träumen tu ich von einer fest eingebauten Dusche welche man vom Fahrerhaus aus bedienen kann!


    Teile davon hab ich zwar schon Ansatzweise realisiert, aber die Vollendung die ist noch etwas Zukunfstmusik.


    Ich kenne einen der hat feste Wassertanks in seinem Boden!


    Seinen Angaben nach kann man so die Völker 48 Stunden zulassen!


    Wie gut das funktioniert weiß ich aber echt nicht!


    Kann mir aber vorstellen dass es möglich ist!


    Wenn ich bedenke wie ruhig sich meine verhalten!


    Grüßle

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Könnte mir folgende Lösung für eine "Unterwegstränke" vorstellen:


    In ein Rähmchen unten eine Rinne einbauen, nur oben offen.
    Mit Wasser füllen und einen nassen Schwamm in Dicke der Rinnenöffnung einklemmen.
    Schwamm sollte so die halbe Rähmchenhöhe haben.
    Wasser zieht kapillar nach oben, Bienen können dran.
    Durch den Schwamm "schwappt" auch nix über.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Zurück zur Sperre: Ich nehme die nach der Tracht raus. Erstens wirkt die AS dann wirklich viel besser, weil angeschlagene Milben bis unten durch fallen. (Die leben alle noch!) Und zweitens weil Spitzmäuse so zwar im hohen Boden sitzen können, der Abstand zum Volk jedoch größer ist. Auch neugierige Mäuse zur Herbstzeit kommen beim Eicheleintrag nicht gleich an die Waben.


    Der Milbenfall wird deutlich verfälscht, durch Bausperren. Während der Behandlung gelangen viele Milben wieder auf Bienen, wenn sie in Richtung Gras - in das sie beißen sollen - Rettungsböden eingelegt bekommen. Für Kurzzeitbehandlung muß die raus!

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • @ Henry: Danke für Deine Überlegungen - ähnliches ging ja auch durch meinen Kopf.
    Da ich die Bauerneuerung im Spätsommer/Frühherbst mache und da bei den zweizargig überwinternden Völkern den alten ersten Brutraum wegnehme, ist das Entfernen der Bausperre nur ein kurzer Griff. Und im zeitigen Frühjahr sind die Völker eh nicht so stark und sitzen eher oben, und der eine oder andere Boden muß ohnehin gesäubert werden, da ist das Wiedereinlegen auch nebenbei getan. Ich werde das ab nächstem Jahr auch so machen.


    Robert

    Was auch immer geschieht: nie dürft ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken! (E. Kästner)

  • Für mich sind die Bausperren immer ein Ärgernis gewesen. Ich nehme sie zur Milbenkontrolle (und zum Winter sowieso) heraus, und das ist bei den Segeberger Beuten mit Honigraum immer ziemlich umständlich. Mit Kippen schaffe ich das nicht, also müssen alle Zargen erstmal runter ....


    Andererseits habe ich reichlich Wildbau erlebt, als ich einmal die Bausperren vergessen hatte. Sie machen also Sinn und sind notwendig. Toyotafans Idee mit diesem Halbröhrenböden finde ich sehr hilfreich.


    Bevor ich mir solche Böden aber besorge, wollte ich es anders probieren: Genügen nicht dünne Stangen als Bausperren? könnte man nicht einfach ein Absperrgitter einlegen und für die Königinn einen Durchgang schaffen (z.B. eine Stange heraus nehmen? Was spricht dagegen?



    Holbee

  • Genügen nicht dünne Stangen als Bausperren? könnte man nicht einfach ein Absperrgitter einlegen und für die Königinn einen Durchgang schaffen. Was spricht dagegen?

    Pollenverlust und daß sie unter Gittern lustig weiterbaun ...

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • also das mit den dünnen Stangen usw. das hab ich ja alles sschon ausprobiert.


    Und ich hab auch immer nach der Tracht die Bausperren rausgenommen. Henry hat recht es sind nicht alle Milben gleich tot und viele springen eben zurück! Das ist ein echtes Problem.


    Als cih das erste mal von dem Happy-Keeper erfahren hab, hat mich das schon gleich neugierig gemacht. Nur der Happy-Keeperboden ist eigentlich nichts zum Wandern. Zumindest nicht für größere Tuoren bzw. nur für Wandern mit offenem Flugloch!


    Aber das will ich nun auch nicht! Also musste eine Kombination aus beidem her. Hoher Boden mit Happy-Keeper Bausperre! Das hab ich 2009/10 dann umgesetzt und ich muss sagen hätte ich es nur viel frühr schon gemacht!


    Denn das rausnehmen der Bausperre hat mich schon immer gestört. Auch weil während dem Füttern es doch hin und wieder zu Wildbau kam und letztlich so beim weg machen so mache gute Königin hops ging!


    Jetzt hab ich für mich die Lösung und bin mehr als zufrieden!


    Die Milben kommen jedenfalls nicht mehr zurück an die Bienen!


    Mich wundert etwas, daß der Trommelraum bei Toyotafans Bausperre unverändert genutzt wird.
    Können die Bienen sich an den glatten Rohren überhaupt halten?


    LG André


    Ja können sie die Bienen können auch an Glasscheiben hoch klettern und sogar überkopf an Glas laufen!


    Da muss man sich keine große Sorgen machen. Anfangs hatte ich diese Sorgen auch! Aber man sieht ja auf dem Foto sie können sich anketten.


    Grüßle

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Guten Abend,
    da seit dem letzten Beitrag schon etwas Zeit ins Land gegangen ist hätte ich da mal ein paar Fragen.
    @all: hat diese Bausperren jemand nachgebaut? Wie sind ggf. die Erfahrungen?


    toyotafan : Dein Vortrag in Soltau hat mich doch recht neugierig gemacht, auch die Sache mit der Temperatur finde ich doch recht einleuchtend. Da Geld wie immer doch recht knapp war habe ich dann ein paar Versuche mit Kabelrohren gemacht die wir noch rumliegen hatten.
    Mit dem Ergebnis war ich aber nicht besonders zufrieden da die Dinger ohne Ende versiffen, denke mal das ist bei den Happys besser da die wohl glatter sind. Hab die Sache dann auch nicht mehr verfolgt da anderes wichtiger war. Wollte mir eigentlich mal ein paar Happys in Donau-E zulegen.
    Nun zu meinen Fragen:
    Sind die Dinger sogut das sich ein Einbau und Austausch von normalen Bausperren (ca. 100St) wirklich lohnt?
    Mir Kommen Deine Aufsteigschlitze doch gerade im Winter etwas klein vor, gab es da schon mal Probleme mit Verstopfen durch Totenfall?
    Abschlußfrage: kommt der Dealer wieder nach Soltau?


    Kleiner Tip wäre nett


    Schönen Abend Rob

  • ...
    toyotafan : Dein Vortrag in Soltau hat mich doch recht neugierig gemacht, auch die Sache mit der Temperatur finde ich doch recht einleuchtend.


    danke


    Da Geld wie immer doch recht knapp war habe ich dann ein paar Versuche mit Kabelrohren....nicht.. zufrieden da die Dinger ohne Ende versiffen, denke mal das ist bei den Happys besser da die wohl glatter sind.


    glaubst du nicht, dass wenn es mit Elektrorohren ginge, dass es andere längst gemacht hätten?


    lies mal das hier:


    http://www.beekeeping.com/happykeeper/index_ge.htm


    bei mir bleiben die Rohre sehr sauber und werden nur sehr selten Propolisiert.



    Sind die Dinger so gut das sich ein Einbau und Austausch von normalen Bausperren (ca. 100St) wirklich lohnt?


    was heißt hier lohnen?


    wenn du jedes mal die Bausperre zum Behandeln raus nehmen willst, dann ist das auch Aufwand. Nicht nur zeitlicher, es geht auch ganz schön in den Rücken


    und für wie viele Geld bekommst du wieder einen "Gesunden" Rücken zurück?


    die Leute vom Happy-Keeper sagen, dass man nicht mehr zu Behandeln braucht




    Mir Kommen Deine Aufsteigschlitze doch gerade im Winter etwas klein vor, gab es da schon mal Probleme mit Verstopfen durch Totenfall?


    Ja die sind schon recht schmal. Doch es gab noch nie Probleme weil hinten auch Schlitze sind und dazu noch über die ganze Breite.


    Mir ging es aber auch um Mäuseschutz und das funzt. Diesen schmalen Schlitz hatte ich ja schon bei meinen "alten" Bausperren


    Für gute Tracht könnten die Schlitze eventuell breiter sein.


    Ich werde die Rahmen noch mal ändern, bzw hab grad welche im Test, doch dazu will ich mich noch nicht äußeren.


    Mir ging es seiner Zeit primär darum, die Bausperrren nicht mehr heraus nehmen zu müssen. Auf der Suche nach einer "einfachen" Lösung dafür bin ich auf den Happy-Keeper gestoßen. Diese Temperatur-Geschichte kam ja erst später mit der Praxis und den doch sehr positiven Effekten.



    Abschlußfrage: kommt der Dealer wieder nach Soltau?


    glaub ich jetzt nicht, dass er da hin geht oder schon mal war


    Grüßle

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Hallo Toyotafan,


    herzlichen Dank für Deine Informationen und Deine Arbeit für uns alle!
    Deine Erfahrungen finde ich für die Varroa-Problematik als ein nachahmungswerter Ansporn. Besonders nach den neuen (schlechten) Ergebnissen der klassischen Behandlung aus diesem Jahr.


    Als Idee kam mir bei Deinen Ausführungen folgendes:
    - Gibt es in den USA schon Erfahrungen mit diesem Boden und dem Befall vom Kleinen Beutekäfer?
    - Kann dieser sich an den glatten Oberflächen auch halten und / oder stimmen die Abstände der Rohre für den Fall der Käfer?
    - Möglich wäre auch hier ein (Öl-)Bad unter dem Boden?
    - Lohnt es sich, diese Idee weiter zu verfolgen oder gibt grundsätzliche Bedenken?


    Beste Wünsche für das kommende Jahr von der verschneiten (derzeit aber rapslosen:)) Baar wünscht


    LGK

    Honig wohnt in jeder Blume, Freude an jedem Orte, man muss nur, wie die Biene, sie zu finden wissen. Heinrich von Kleist