Waldtracht und Standort

  • Liebe ImkerkollegInnen,


    wie sind eigentlich Eure Erfahrungen mit Waldtracht?
    Ich imkere hier in Südwestmecklenburg nur ein paar hundert Meter von einem großen Waldgebiet entfernt. Dort wachsen keine Tannen, sondern überwiegend Kiefern; daneben Fichten, Lärchen und sehr viele Eichen.
    Wie stehen da regional die Chancen auf Waldhonig (ich habe noch keine repräsentativen Eigenerfahrungen, weil das erst mein zweiter Imkersommer war)?
    Ein Problem könnte auch sein, dass ich hier in einem Bioblütenparadies imkere (ja, dass sind Luxusprobleme!). Die Flächen ringsum werden von zwei Betrieben biologisch bewirtschaftet - für den Imker ein reiner Segen. Die Bienen haben also kaum Not, in den Wald zu fliegen, weil nach der Obst- und Kastanienblüte die Felder voller Kornblumen stehen. Bis zur Linde gibt es so keine Trachtlücken und meine Biobauern beglücken mich zudem mit Sonderkulturen wie Gelbsenf, Weißklee oder Süßlupine.
    Deshalb meine Frage: Wann sammeln bei Euch die Bienen im Wald Honigtau und in welchem Jahresabstand habt ihr üblicherweise Waldtracht? Und kann man darauf mangels Fichten und Tannen überhaupt rechnen?


    Vielen Dank und beste Grüße
    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

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  • Ein Verwandter von mir imkert seit einigen Jahren in der Meklenburgischen Schweiz. Über den Waldhonig, den ich ihm bei einem Besuch im letzten Jahr mitgebracht habe, hat er sich sehr gefreut, weil das wohl da oben eine echte Rarität ist. Vereinzelt gibt es wohl Waldhonigeinträge, die aber fast immer mit hohen Anteilen verschiedener Blütenhonige vermischt sind.


    Mach Dir nichts draus, Ich habe dafür keinen Kornblumen- oder Lindenhonig und die stehen zumindest für meinen Gaumen den Waldhonigen in nichts nach.

  • Hallo Wolfgang,


    ohne größere Fichten oder Tannenbestände gibt es in unseren Breiten leider keinen Waldhonig.:cry:


    Grüße von Herrn Rübengrün

    Prüfet Alles und wählet das Beste!


    Erst kommt das Fressen, dann die Moral!