Honigernte ja oder nein?

  • Mir ist letztes Jahr ein Volk (von zweien)verhungert und erforen. Das war so grauenvoll, dass ich das auf keinen Fall wieder riskieren will.
    Ich habe von meinem verbliebenen Volk einen Ableger gebildet, der prima geworden ist. Das Hauptvolk sitzt nun auf 3 Zargen. In der Honigzarge ist massig Honig.
    Abnehmen, schleudern und mit Zuckerwasser füttern? Bis wann spätestens? Oder die Honigrähmchen nach unten setzen sobald keine Brut mehr da ist? Mir ist die Honigernte nicht so wichtig,
    Hauptsache die Überlebenschancen für das Volk steigen.


  • Abnehmen, schleudern und mit Zuckerwasser füttern? Bis wann spätestens? Oder die Honigrähmchen nach unten setzen sobald keine Brut mehr da ist? Mir ist die Honigernte nicht so wichtig,
    Hauptsache die Überlebenschancen für das Volk steigen.


    Hi,
    Das hättest du am besten schon längst machen sollen.
    Honigraum runter, Ameisensäure Behandlung, dann sofort einfüttern ( geht sonnst auch kosten deiner Winterbienen ), und nach Diagnose evtl. noch mal im Sep. behandeln.
    Einfüttern würde ich besser mit einem 15kg Futterteig, geht schnell, einfach und es kommen weniger Räuber!



    Ob du den Honigraum als unteren Brutraum setzt, kommt auch darauf an wie die älteren beschaffen sind.




    Uwe


  • Abnehmen, schleudern und mit Zuckerwasser füttern? Bis wann spätestens? Oder die Honigrähmchen nach unten setzen sobald keine Brut mehr da ist? Mir ist die Honigernte nicht so wichtig,
    Hauptsache die Überlebenschancen für das Volk steigen.


    sherry, wenn schleudern , dann sofort . Fluglöcher verkleinern auch beim Ableger . Dann eine gute Portion füttern ( 5 Lieter ) und gegen Varoa behandeln und weiter füttern . Es muß ca. 20kg Futter im Kasten sein . Ansonsten alles so lassen wie es ist nur das Absperrgitter raus und die Varoabehandlung machen . Die untere Zarge kannst Du dann im Februar/März beim Reinigungsflug entfernen und die Waben einschmelzen.


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Vielen Dank. Ich denke, ich hole das Absperrgitter raus und schiebe die Varroa-Schubladen ein und schau mal wie viel Befall da ist. Da ich mit Oxalsäure bedampfe kann ich das jederzeit machen.
    Bei nur zwei Völkern riskiere ich lieber mal keine Räuberei durch Einfüttern. Dem Ableger habe ich bereits vor Wochen immer wieder mal gefüllte Honigrähmchen aus dem Altvolk eingesetzt.

  • Dem Ableger habe ich bereits vor Wochen immer wieder mal gefüllte Honigrähmchen aus dem Altvolk eingesetzt.


    Hallo sherry , den Ableger solltest Du erst kontrolieren und dann füttern . Du wirst erstaunt sein wie wenig von deinen vollen Honigwaben übrig ist . 1 Zarger brauchen ca.12-15kg sonst verhungern sie . Das gleiche gilt für die 2 Zarger ca. 20-25 kg .


    Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • ... nach Diagnose evtl. noch mal im Sep. behandeln.


    Hi!


    Wie sind denn die Kriterien für eine Nachbehandlung im Sept.?


    Ich habe z.B. am 05.08. in beiden Völkern je 100ml über Liebig Verdunster zugegeben.
    Totenfall am 07.08. 25 in Stock 1 und 10 im Stock 2
    Totenfall am 09.08. 28 in Stock 1 und 5 im Stock 2


    Soll ich nun nochmal behandeln oder nicht ?

  • Bei nur zwei Völkern riskiere ich lieber mal keine Räuberei durch Einfüttern. Dem Ableger habe ich bereits vor Wochen immer wieder mal gefüllte Honigrähmchen aus dem Altvolk eingesetzt.


    Das ist übertriebene Angst. Wenn man vor dem Einfüttern die Fluglöcher eng macht und den Bienen etwas Zeit gibt, sich auf das neue Flugloch zu orientieren, eventuell auch während des Einfütterns das Bodengitter schließt (wenn es nicht zu warm ist), damit die Wächterbienen nicht durch das von unten durchscheinende Licht irritiert werden und nicht von unten Wespen durchschlüpfen, wenn man abends füttert und darauf achtet, Verschüttetes zu beseitigen - dann kann eigentlich nichts passieren.


    Gruß Ralph