Liebig Dispenser verdunstet zu schnell

  • Hallo Imker freunde,


    ich habe meine 1 und 2 Zargigen Völker mit dem Liebig D. behandelt. 1. Behandlung 100ml AS.85% bei 2 zargigen Beuten. 50 ml bei 1 zargigen. Die Dochte wurden nach Temperatur eingestellt. Wir hatten weit unter 25 Grad C.Die zwei Zargigen sollten in der Beschreibung den ganzen Docht haben. Die 1 zargigen wurden durch abreißen eingestellt. Als ich Kontrolle gemacht habe stellte ich fest das viel zu viel verdunstet war. Bei einem Volk hing eine Traube Bienen vor dem Flugloch. Als ich ins Graß blickte sah ich einen Blauen Punkt. Die Königinn war draußen. Ich habe sie sofort wieder ins Flugloch gesetzt wo sie ruck zuck wieder rein tippelte. Bei dem Volk war die hälfte nach 24 Stunden verdampft. Hat einer auch schon solche Erfahrungen gemacht?


    Viele Grüße Carsten

  • Hallo, carsten, ich hoffe du hast die Flasche rausgenommen und gelüftet. War bei den anderen Völkern die Verdunstung in Ordnung? Ich hatte letztes Jahr ähnliches Problem. Es lag an der Flasche irgendwie ist da zuviel durchgelaufen, habe nochmal einen Vergleich mit Wasser und einer anderen Flasche getestet. Wieder das gleiche. Die Flasche wanderte in den Müll. Problem gelöst, irgendwie muß sie Luft gezogen haben. Und bitte nicht die Ameisensäure kühlen wie bei Schwammtuch empfohlen, sonst wird durch den entstehenden Druck die Säure rausgedrückt. Das Volk hat die " Schockbehandlung zum Glück gut überstanden.

  • Hallo Zusammen,
    vor allem die Flasche richtig fest auf den Teller drücken und darauf achten, dass die Halterungsstifte die Flasche auch halten. Nicht den Fehler machen, weil sich das Dochtpapier beim aufsetzem aufbäumt, die Flasche lockerer aufzusetzen.
    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Hallo !


    Hallo Imker freunde,


    ...


    Viele Grüße Carsten


    Die AS war ja wohl nicht gekühlt ?


    Wir hatten hier bei einem Imker das Problem des schnellen verdunsten bei "solchen" Systemen,
    mit dem Tellerverdunster (da war der Tropfeinsatz der Falsche).


    Wer bewirbt bei Euch den den LiebigDispenser ? Der Pitzer ?


    Gruß
    der Bienen
    Knecht

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Hallo,


    Ja ich habe sofort gelüftet und habe den Docht verkleinert. Die Flaschen waren bei 12 Völkern ganz bis zum Boden auf den Docht gedrückt. Alle Flaschen können Ja nicht kaputt sein da die Verdunstung bis auf 1 Volk gleich hoch war.? Die Ameisensäure war Kellertemperatur. Danke für die rege Beteiligung


    Gruß Carsten

  • Hallo Carsten,


    Ich habe das selbe Problem. Zwei Liebig Dispenser mit je 100 ml 85% Amaisensäure wurden in zwei zweizargige Völker eingesetzt ( oben drauf jeweils eine dritte Zarge zur Unterbringung der Flasche). Es sind DN Beuten.


    In beiden Flaschen fehlen jeweils nach 12 Stunden 40 ml Säure. Diese Beobachtung habe ich bereits Ende Juli gemacht. Da habe ich nur das eine Volk behandelt und es herrschten Außentemperaturen von 30-35 Grad. Die 100 ml waren nach 2 Tagen weg ( 40 ml auch bereits nach einem Tag), das Volk krabbelte fast komplett nach draußen und hing 2 Tage an der Beute herum. . Hatte die Flasche im Verdacht bzw. die Außentemperatur. Heute (21 Grad) das selbe Problem und die zweite Flasche zeigt auch dieses Verhalten. Die Verdunstungsmenge scheint völlig unabhängig von der Dochtfläche (wurde auch variiert) und auch kaum abhängig von der Temperatur zu sein.


    Erklärungshypothese:
    1) beide Flaschen haben Fertigungsfehler z.B. zu große Öffnungen, leider mit bloßen Auge nicht zu erkennen. Vielleicht schwanken die Fertigungstoleranzen um einige hundertste Millimeter.
    2) Es ist eine Eigenschaft der DN Beuten. Die schmale aber hohe Form übt eine Kaminwirkung aus , was zu höherer Verdunstung führt. Habe gestern auch in einer 1 Zarge Heroldbeute mit Zanderrämchen behandelt. Da waren heute nach 24 Stunden 15 ml weg, wie es sein sollte. Diese dritte Flasche wurde beim gleichen Händler gekauft und gehört vermutlich zu selben Charge. Was gegen Hypothese 1 sprechen würde.
    3) Die Völker produzieren unterschiedliche Temperaturen in der Beute. Somit ist die Ausrichtung an den Außentemperaturen ein schlechter Richtwert. Kritisch wird es aber, wenn die Verdunstungsmenge mit 1/8 Papier bei 21 Grad immer noch 30-40 ml Beträgt.


    Ich bin inzwischen von dem Liebig Dispenser enttäuscht. Muss immer zittern ob wieder zu viel verdampft und kann das durch die Reduzierung der Papierfläche kaum steuern. Werde wahrscheinlich auf die Schwamtuchmethode mit 60% umsteigen, da man dort eine definierte Menge an Säure pro Zeiteinheit ins Volk reinbringt.

  • Moin!
    Bei mir klappt das mit dem LD perfekt. Das hochgestellte Papier beim Aufdrücken der Flasche streich ich mit den Fingern glatt, geht gut.
    ich stimme meine Termine mit dem Varroawetter ab.


    Bei einem Kumpel allerdings sind auch erhöhte Verdunstungswerte aufgefallen. Es lag vermutlich am Standplatz / Besonnung.


    Bei Behandlungsende muss man beim Abziehen der Flasche und dem Rausnehmen der gelben Platte etwas vorsichtig sein - sofern nicht schon alles trocken ist - damit nichts ins Volk tropfen kann.


    Mir ists am liebsten, wenn noch alles feucht ist und ein Rest in der Flasche die Verdunstungsmenge besser bestimmen lässt. Dann hocken auch keine Bienen oben rum und man kann zügig arbeiten.


    Den "Teller" erst auf die Flasche drücken und dann umdrehen ist eine gute Idee, das werde ich mal testen. Vielleicht nehm ich auch mal den gesamten Verdunster raus und trenn Flasche und "Teller" ausserhalb der Beute.


    Hantieren mit der Säure am Stand war noch nie ein Problem, wichtig sind gerade Flächen in Arbeitshöhe.


    Viele Erfolg!


    P.S. Als Bienenforscher hat Liebig übrigens meinen vollsten Respekt. Nicht aber als Mensch. Da weiss er sich gut daneben zu benehmen. Das sollte man vielleicht vor einem Besuch einer Veranstaltung wissen - dann ist der Schock nicht so gross ;-)