Fluglochwechsel durch Mäuseschutz

  • Hallo @ all,


    ich setze das Thema schon mal in den September - bis zum Mäusegitter oder - keil ist es eh noch was hin.


    Was ich aber nun bereits überlegt habe:
    Völker mit engem Flugloch, bei mir eben Schwärme, KS oder Ableger, die dieses einseitig haben.
    Die haben sich doch nun in ihrer gesamten Beuteneinrichtung, Bau, Brutnestsitz, Futter auf diese Fluglochgröße und -ausrichtung eingerichtet.


    Bei mir sind es bei einigen passend gekürzte Schaumstoffstreifen. Da diese ja nun alles andere als mäusesicher sind, werde ich etwas verändern müssen.
    Natürlich hab ich die Fluglochhölzer der Dadantböden mit Winterverengung. Allerdings landet dann ratzfatz selbiges mittig und ist viel breiter als bisher.


    Geigel ich nun rum, wenn ich überlege, noch passende Hölzer anzufertigen, die das aktuelle Flugloch in Lage und Größe beibehalten, es aber mit Mäusegitter absichern?
    Zwei Ableger könnt ich auch jetzt bereits auf die Winterhölzer umsetzen.


    Hat das mal wer beobachtet in den Völkern bzw drauf geachtet?


    Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Moin Marion,


    ich habe inzwischen eine ganze Menge Fluglochhölzer, die mausabweisende Höhe haben und die Löcher hier, da, oder dort. Ob das nötig ist, weiß ich nicht, die Damen können ja auch 15cm Umweg laufen und tun das auch. Jedenfalls ist der Versuch, einen Schwarm zu zentrieren über ein mittiges Flugloch und Anfangsstreifen in möglichst houseliger Anordnung, nicht geglückt. Sie saßen, vom Volk aus gesehen, links und bleiben bei ihrer Seite. Als ich es rausgenommen habe, dauerte es einige Tage, bis sie alle wieder links landeten...


    Rechts- bzw. Linksfluglöcher gebe ich denen vor allem, wenn sie neben einander stehen, und denke, dass der Verflug vielleicht weniger ist...


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

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  • Moin moin


    Marion, wieso so umständliche Gedanken?
    Wieso möchtest Du für "kleine" Völker das Flugloch im Winter einengen?


    Zu der Zeit, wo gewöhnlich Mäusegitter angebracht werden, ist sowieso nicht mehr viel mit Brutgeschäft, Nektareintrag, Räuberei ect.
    Die Bienen haben sich wintermäßig fertig eingerichtet und wollen nur noch kuscheln.....



    Bei mir bekommen alle Völker, egal ob die jetzt noch ein kleines, seitliches Flugloch oder ein großes, mittiges Flugloch haben, nach den ersten frostigen Tagen im Herbst das gleiche Mäusegitter. D.h. komplette Fluglochbreite für "groß" und "klein".
     
    Fluglochbrett ziehe ich ab, Fluglochkeile/Schaumstoffstreifen werden entfernt, Mäusegitter (mit gleicher Befestigung wie´s Flugbrett ) wird angesteckt. Feddisch.



    Sonnige Grüße
    Regina

    Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht. Würde der Städter kennen, was er frisst, er würde umgehend Bauer werden.(Oliver Hassencamp)

  • Moin!


    Seit Jahren verwende ich mittige Sommerfluglöcher und kleinere seitliche Winter-Fluglöcher mit Mäusegitter im Wechsel. Die Winter-Leisten habe ich vor vielen Jahren auf anraten meines damaligen Imkerpaten gefertigt. Der Grundgedanke dabei war (und ist), dass die Bienen bei seitlicher Verlagerung des Flugloches auch mit ihrem Wintersitz seitlich starten und dadurch im Winter einen längeren Zehrweg haben. Bei mittigem Start der Wintertraube kann zum Ende des Winters ein Abriß vom Futter stattfinden und Völker können an einer Beutenseite (ver-)hungern, obwohl auf der anderen Seite noch Futter lagert.


    Ob die seitlichen Winterfluglöcher wirklich den Zehrweg verbessern, finde ich schwierig zu beurteilen. Zumindest aber kann ich sagen, dass die Völker den Flugloch-Wechsel von Vorn-Mitte auf Vorn-Seite problemlos mitmachen. Am Tag des Wechsels suchen sie das Flugloch einige Stunden in der Mitte, bis sich dann rumgesprochen hat, dass es jetzt seitlich zu finden ist.


    Liebe Grüße vom Sammler

  • Hallo Jörg!


    Mein Sommerflugloch hat ca. 15 cm Breite und ca. 1 cm Höhe. Ich vermeide es, die Völker ohne Fluglocheinengung auf voller Beutenbreite offen durch den Sommer zu führen.


    Meine Begründung ist
    1. die bessere Bewachungs- und Verteidigungsmöglichkeit und
    2. bei Fluglochbreite über die volle Beutenbreite gibt es im Kaltbau keine fluglochfernen Brutwaben und keine erkennbare Zentralwabe bzw. Mitte des Brutnestes. Es gab mal auf der ehemaligen Website des Beewrangler eine Untersuchung zu Zellgrößen im Brutnest. Leider finde ich dazu die Quelle im Netz nicht mehr wieder. Dort wurde belegt, dass im Naturbau die Zellgröße auf Brutwaben im Jahresverlauf variiert und auch in Abhängigkeit von der Entfernung zum Flugloch. Bei voller Fluglochbreite gibt es im Kaltbau jedoch keine unterschiedlichen Entfernungen der Brutwaben zum Flugloch. Den Bienen scheint das wichtig zu sein. Auch wilde Bienenvölker haben in freier Wildbahn immer ein kleines Flugloch und nicht die volle Stockbreite offen.


    Ich hatte schon Völker mit 15 cm Sommerflugloch und Völker ohne Fluglocheinengung (komplett offen) nebeneinander stehen. Die Bienen kommen mit beidem zurecht und damit ist dieses Thema also nicht kriegsentscheidend. Ein erkennbares Flugloch zu haben erscheint mir jedoch "wesengemäßer" zu sein.


    Gruß vom Sammler

  • Hallo Sammler,


    ich möchte gern die Sache mit den außermittigen Fluglöchern austesten. Da scheinen mir einige Dinge logisch. Die komplett offenen Fluglöcher gefallen mir irgendwie auch nicht. Ob das wesensgemäß ist kann ich nicht beruteilen.
    Die Erklärungen zu den unterschiedlich großen Zellgrößen wurde hier ja auch schon ausführlich diskutiert. Möchtest Du diesen Brutnestaufbau verhindern?


    Gruß Jörg

  • Nein, ich willl nix verhindern. Ich bin im Gegentum der Meinung, dass es für einen möglichst natürlichen Brutnestaufbau förderlich ist, wenn das Flugloch im Sommer nicht über die gesamte Breite der Beute geht.
    Siehe auch hier.

  • Hallo @all,


    Regina, nochmal danke für`s Hirnentwirren :wink:


    Was ich meinte, wird aber durch die folgenden Kommentare klar, ob es nun Kampfentscheidend ist, wer weiß.


    Wenn man aber nur ein paar Völker hat:


    Entscheidend ist, ob sie den sommer über eine fluglochorientierte Anordnung hatten, nur dann sitzen sie danach ausgerichtet an einer Beutenseite und die andere ist "Vorratsseite". Mittigem sitz wird da bei Winterwanderung der Traube halt nachgesagt, es könnte zum Futterabriss kommen.
    Wie Jörg finde ich das logisch.


    Wenn man nun, sobald die Wintertraube sich in etwa gebildet hat, das Flugloch zwar einengt aber auch in die Mitte schiebt, dann denke ich, das ist nicht so gravierend, weil sich eben an der langfristig zuvor aufgebauten Anordnung dadurch nichts ändern wird.


    Meine halte ich übrigens auch eigentlich ungern auf voll offener Breite. Ein Ableger, der jetzt 1 Waben Dadant hat, hat immer noch FLugloch 7 cm rechts.


    Auf diesem Boden entstand eben auch meine Frage.


    Grüße


    Marion

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Hallo Marion!


    Alles sachlich richtig, aber sinnfrei. Was soll die Fluglochverschiebung zur Mitte im Spätjahr bringen? Es bringt keinen Nutzen, jedoch besteht die Gefahr, dass sich die Wintertraube noch mal umorientiert - wenn z.B. doch noch mal längere Zeit warmes Flugwetter einsetzt. Wozu das Risiko eingehen, ob deine "nicht so gravierend"-Einschätzung zutrifft. Wenn das Flugloch vorher schon seitlich sitzt, würde ich es genau dort belassen. Für den Start in den Winter ist ein seitlicher Sitz nun mal ideal. Ich würde in deinem Fall nur bei Bedarf zusätzlich einengen und evtl. einen zusätzlichen Mäuseschutz "drübertackern".


    Gruß vom Sammler