Mehr Blühflächen

  • Liebe Forumsgemeinde!


    Anläßlich eines Aufrufes unseres Kreisverbandes, möchte ich Euch auch bitten auch mitzumachen. Auch ohne Zuschuß kann der eine oder andere Bürgermeister/in auf Eure Initiative die eine oder andere Ödfläche in eine Blumenwiese verwandeln.
    In Bayern (hier im Unterallgäu) hab ich heute über 25 Briefe an alle Imkervereine versandt.
    Ich selbst hab meinem Bürgermeister meine Unterstützung zugesagt für die "zukünftig entstehenden Blumenwiesen an der Hauptstraße" .
    Bin schon mal gespannt ob sich was tut.
    Würd mich schon freuen, wenn der eine oder andere Mitbürger oder die Schule/Kindergarten eine Patenschaft über 2-3 m Blumenwiese a.d. Hauptstraße übernimmt
    Denn, viele kleine Hilfen, bringen viel!:p_flower01:


    Ganz liebe Grüße an Euch alle!
    Eure Ruth

  • Hallo,
    bei uns schießen gerade Solarflächen und Windkraftanlagen aus dem Boden.
    Unsere Idee, mit dem Betreiber reden, ob man die Freiflächen mit flachwachsenen Blühmischungen (mehrjährige) begrünen könnte. 1. fliegt dann weniger Staub auf die Kollektoren, 2. muss nicht mit teurer Chemie das Unkraut totgespritzt werden (grundwasserschädigend), 3. haben nicht nur unsere Summis was davon, sondern Wildinsekten auch, 4. sieht es schön bunt aus, 5. wird die Bodenerosion verhindert, 6. wird klimafreundlich CO² gebunden und O² erzeugt...
    Leider hängt nur die Tel.Nr. vom Wachschutz aus, aber der wird uns hoffentlich weitervermitteln.
    Der Flächeneigentümer (die Stadt) fühlt sich nicht zuständig.
    Unser Ministerpräsident hat mir zugesagt, mal mit den Fachministern (Landwirtschaft / Wirtschaft) über das Problem zu reden, ob man da nicht was fördern kann, oder entsprechende Auflagen mit zu erteilen /Empfehlungen auszusprechen.
    Auch dieses Saatgut kostet Geld, etwas Pflege ist erforderlich, aber Chemie ist auch nicht billig und muss ausgebracht werden.
    Er fand die Idee nicht schlecht, irgendwo sind schon Schafe in den Anlagen unterwegs, auch nicht zu verachten.
    Andreas

  • Am besten an die Unteren und Oberen Naturschutzbehörden wenden, weil die Planer bestenfalls die Ausgleichsmaßnahmen mit denen abstimmen. Die Behörden darauf aufmerksamm machen, dass Blühflächen bei den Planern konkret angesprochen und als landschaftsbildwirksame Maßnahmen anerkannt werden (sollten).
    Im Nachhinein machen die Betreiber wahrscheinlich nichts mehr, was noch zusätzliche Mühe macht und Geld kostet, da sind alle Kalkulationen bereits abgeschlossen ; daher ist es am besten, sich schon im Planungsprozess zu melden.


    Viel Erfolg! und Grüße,
    Henrike

    Das Ganze ist mehr als das Summen seiner Teile.

  • Auch dieses Saatgut kostet Geld, etwas Pflege ist erforderlich, aber Chemie ist auch nicht billig und muss ausgebracht werden.

    Wie wandelt man eigentlich konkret so eine Fläche zu einer Blumenwiese um? Wird da einfach nur Saatgut gestreut, oder muß das unter die Erde gebracht werden? Und woher hat man die Gewähr, daß die Blumen nicht doch vom vorhandenen hartnäckigen Unkraut verdrängt werden? Und was bedeutet "etwas Pflege"?

  • Hallo, das sind ja richtig komplexe Themen ....


    a) Blühflächen & Solar - da haben die Naturschutzbehörden auch nichts mitzureden, Ausgleichsmaßnahmen werden i.d.R. nicht auf den Flächen des Eingriffs erfolgen. Wünschenswert wäre dies, aber es wird sich kein Betreiber einen nach § geschützten Biotop auf seiner Produktionsfläche "anlegen" - da bekommt er nämlich ggf. Probleme wenn er diesen beeinträchtigt - hier ist noch viel gesetzgeberischer Handlungsbedarf


    b) Anlage von Blumenwiesen - da ist richtiges gärtnerisches landwirtschaftliches Tun nötig: z. B. hier mal nachlesen, ansonsten nehmen Quecke & Co. überhand


    Grüße und frohes weiteres Ideensuchen - gut wären massig gute Blühwiesen,
    Klausi