Meine Erfahrung mit totaler Wabenerneuerung im Spätsommer

  • Das sollte Dich lehren, nicht einfach etwas nach Schema F durchzuführen, sondern zeitnah die Einzelschritte dahingehend zu überprüfen, ob diese wie vorgesehen funktioniert haben.

    Ähmja. Grundkurse belegt man in der Regel, weil man etwas neu lernen muss. Das, was Du da forderst, dazu braucht man eigentlich schon Erfahrung. Wisst Ihr, Ihr wisst das alles schon, dann ist es leicht. Es scheint so ein ganz allgemeines Übel zu sein, dass einem Zeit, zu lernen, eigene Erfahrungen zu machen, gar nicht mehr zugestanden wird. Man macht einen Kurs und dann meinen die Leute, man ist schon fertiger z.B. Imker. Dabei geht das Lernen doch erst da los.


    Schillbee ich fand die Frage von ChrisAusEssen gar nicht unruhig sondern berechtigt. Stete Reflexion ist zum Lernen schlicht nötig.

    HG

    Monika


    Wir sollten immer daran denken: Im wesentlichen sind unsere Bemühungen auf eine vernünftige, fürsorgliche Pflege beschränkt. (Bruder Adam)

  • manu_nr - Augen auf und Mitdenken- wo Guido Eich immer von Geizimkern spricht, war das wohl mehr Blindimkern, irgendwas zum falschen Zeitpunkt machen, ohne Sehen hilft auch kein Lehrgang. Monatsbetrachtungen geben einen möglichen Ablauf.

    Momentan geht es um Varroa und Aufbau/Einfüttern neuer Völker fürs nächste Jahr.

    Totale Brutentnahme mit Honigräumen, Fluglinge, Kunstschwärme - sind effektive Methoden der Schwarmverhinderung, Wachserneuerung und Varroabekämpfung sowie Bestandserweiterung.

    Dumm wenn Imker diese Methoden nicht anwenden (können).


    Nach Schema Arbeitsblätter zu Handeln ist auf jeden Fall besser als sich ständig neue Verfahren auszudenken und hier in den Raum zu stellen, ob das funktioniert. Ob für das Schema/Methode die Voraussetzungen und der Zeitpunkt stimmt, muß der Imker prüfen- sehen und erkennen- oder die Bienen machen lassen. Auf den Händen sitzen und beobachten kann man bis man die Leiter holen muß. Ablegerbildung im April/Mai trotz Kälte/Regen , ohne Schwarmneigung oder das Entfernen aller Vorräte an Pollen und Futter bei Trachtlosigkeit und sehr trockenem Sommer bringen den Bien an die Grenze des Machbaren.


  • Das, was Du da forderst, dazu braucht man eigentlich schon Erfahrung.

    Manu_nr hat seit über zwei Jahren Bienen. Das ergibt noch keinen großen Erfahrungsschatz, aber für die Basics sollte es allemal reichen.

    Man braucht auch nicht unendlich viel Ahnung. Wenn eine von vier Königinen bei Rauchgabe nicht nach oben geht, kann man beschließen, dass die Methode Mist ist. Oder lernen , dass das nicht immer zu 100 % funktioniert, und mal zwischendurch nachsehen. Genau das hätte mit Mitdenken auch schon beim ersten Versuch erfolgen können, immerhin gibt es ja keinen zwingenden (physikalischen) Grund, warum die Kö nach der Aufforderung durch Einräuchern wirklich oben sein muss. Bienen sind Lebewesen und solche haben immer einen gewissen Handlungsspielraum. Das ist keine Imker- sondern Lebenserfahrung.

  • Grundkurse belegt man in der Regel, weil man etwas neu lernen muss. Das, was Du da forderst, dazu braucht man eigentlich schon Erfahrung.

    Wenn sich aber jemand immer wieder auf den Grundkurs beruft, hier immer die recht ähnlichen Fragen stellt und jede Menge Informationen neben dem Grundkurs zum Wohle seiner Bienen erhält, frage ich mich, warum Du unbedingt Ratgebern mit dem erhobenen Zeigefinger kommst.

    Ich wurde gut erzogen. Keine Ahnung, was dann passiert ist...

  • Als Vorbereitung habe ich vor drei Wochen Rauch ins Flugloch gegeben, ging davon aus, dass die Königin in den oberen BR geht und habe je ein Absperrgitter zwischengelegt.

    Wo lernt man denn sowas? Geht sie dann auch zum Flugloch raus wenn man von oben nach unten rein raucht?

    Nun kehrte ich die Bienen von den Waben und muss natürlich hoffen, dass ich die Königin mit eingekehrt habe.

    Würde ich jemandem zusehen wie er seine Königin abkehrt, der würde das nur einmal machen und wenn es bei meinen Völkern wäre, dann rührt der da keine Kiste mehr an.

    Liest du eigentlich auch andere Beiträge? Bei solchen Posts wie diesen denke ich, ich brauche hier eigentlich nichts zu schreiben, es ist für die Katz.

    Irgendwie erweckt es den Eindruck wie wenn da eine Frage gestellt wird um dann nach zahlreichen Antworten so zu tun wie wenn nix war und man seinen Monolog weiter führen muss.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Der erste Eingangspost, der die Totale Wabenerneuerung beschreibt, ist von 2012.

    Mittlerweile sind da auch aus Kirchhain andere Varianten/Vorgehensweisen propagiert worden.


    Bei der TBE oder auch bei TuB vom Liebig wird so vorgegangen, dass der Aufenthalt der Königin im Kasten (und damit der Aufenthalt der Arbeiterinnen) zu jeder Zeit vorhersehbar ist, und diese Probleme, wie sie manu_nr beschreibt, nicht vorkommen.


    Eine TBE ist auch für Anfänger kein Problem (Waben wird ja wohl jeder abschütteln können), vorausgesetzt, das Material ist vorhanden. Das ist eigentlich eine einfache, zuverlässige Methode, erst recht, wenn man wenige Völker hat.


    Meine Empfehlung an manu_nr : Nächstes Jahr eine aktuellere Variante der TBE durchführen und dann noch mal das Ergebnis beurteilen.

  • Ich habe die TBE dieses Jahr genau nach Kleingartendrohn's Plan durchgeführt und muss sagen, ich hatte es mir eigentlich viel schlimmer vorgestellt.

    Werde es auf jeden Fall nächstes Jahr wieder machen, nur etwas früher im Bienenjahr.

    Kontrollen oder Handgriffe an offenen Kisten nach dem Abschleudern sind durch die lungernden alten Tanten ziemlich ätzend. Aber sonst ein schlüssiges und gutes Konzept, wenn man über ausreichend Material und eine überschaubare Völkermenge verfügt, finde ich.

  • Als Vorbereitung habe ich vor drei Wochen Rauch ins Flugloch gegeben, ging davon aus, dass die Königin in den oberen BR geht und habe je ein Absperrgitter zwischengelegt.

    Wo lernt man denn sowas? Geht sie dann auch zum Flugloch raus wenn man von oben nach unten rein raucht?

    Auf dem Grundkurs der hessischen Imker e.V.

  • Unabhängig von dieser Methode der TBE, die ich noch nicht probiert habe, etwas zum Aufenthalt der Königin: Ich habe vor 2 Wochen bei allen meinen Völkern die Königin gesucht für die Flugling/Brutlingteilung nach Liebig, und sie war immer gerade irgendwo auf den Waben, oben, unten, am Rand, auf dem Baurahmen....die macht, was sie will. Gerne natürlich ist sie auf einer Brutwabe, aber auch sonst ist alles möglich. Das mit dem Rauch geben, um die Königin in die richtige Zarge zu schubsen, hört sich an wie ein netter Scherz, wobei wenn man Hanf verraucht....

    Grüße Wiebke

  • Das ist keine Imker- sondern Lebenserfahrung.

    Na, also in meinem Leben vor den Bienen hätte ich diese Erfahrung eher nicht gemacht :)

    Wenn sich aber jemand immer wieder auf den Grundkurs beruft, hier immer die recht ähnlichen Fragen stellt und jede Menge Informationen neben dem Grundkurs zum Wohle seiner Bienen erhält, frage ich mich, warum Du unbedingt Ratgebern mit dem erhobenen Zeigefinger kommst.

    Kann ich Dir schon sagen - weil ich das tatsächlich so nicht mitbekommen hatte. Den Zeigefinger kannst Du übrigens auch super heben ;)

    HG

    Monika


    Wir sollten immer daran denken: Im wesentlichen sind unsere Bemühungen auf eine vernünftige, fürsorgliche Pflege beschränkt. (Bruder Adam)

  • Unabhängig von dieser Methode der TBE, die ich noch nicht probiert habe, etwas zum Aufenthalt der Königin: Ich habe vor 2 Wochen bei allen meinen Völkern die Königin gesucht für die Flugling/Brutlingteilung nach Liebig, und sie war immer gerade irgendwo auf den Waben, oben, unten, am Rand, auf dem Baurahmen....die macht, was sie will. Gerne natürlich ist sie auf einer Brutwabe, aber auch sonst ist alles möglich. Das mit dem Rauch geben, um die Königin in die richtige Zarge zu schubsen, hört sich an wie ein netter Scherz, wobei wenn man Hanf verraucht....

    Grüße Wiebke

    Legt die sich flach hin wie eine Flunder und chillt- die findet man dann garantiert. 😎

    'Scnr*....


    Aber in der Tat, der Rat, die Königin durch Rauchgabe in den oberen Brutraum zu treiben, klingt wirklich etwas niedlich, wenn das immer so gehen würde, wäre es einfach..

    Aber@Manu_nr:

    Ich habe auch Dinge im Kurs gelernt, die ich heute als abstrus bezeichnen würde.

    Wird schon. In den Grundkursen lernt man, wie man imkert, das reine Handwerk. Und das auch oft nicht korrekt.

    Den ganzen viel wichtigeren Rest.. die Hintergründe, das ganze- Wie ticken Bienen überhaupt - den lernt man hier und aus eigener Erfahrung.

    Schnurrdiburr--da geht er hin.....

  • Das mit dem Rauch geben, um die Königin in die richtige Zarge zu schubsen, hört sich an wie ein netter Scherz, wobei wenn man Hanf verraucht....

    Sie flüchtet sehr wohl vor dem Rauch und versucht den stark verrauchten Bereich zu meiden. Zweiraumimker die auf dieses Phänomen achten, geben den Rauch ins Flugloch, wenn Sie die Königin finden wollen. Sie ist dann häufiger in der oberen Zarge zu finden, als wenn der Rauch von oben kommt. Es wirkt nicht zuverlässig. Man kann nicht davon augehen, dass sie sich immer in die Zarge begibt, die vom Rauch am weitesten entfernt ist. Es erhöht aber die Wahrscheinlichkeit.

    Und auch der Einwand, sie ist sowieso eher oben anzutreffen als unten, ist bei Zweizargern korrekt, aber es ist eben auch nicht zwangsläufig so.


    Vielleicht kehrt sich das Phänomen bei Hanfrauch um...:)

  • Hmm, ich habe mich schon darauf verlassen, dass das vermittelte Wissen praxisgeprüft ist.

    O mei. Das ist ein weites Feld. Mein Eindruck bisher: Viele Imker sind in ihren eingefahrenen Schienen. Und nicht gerade begnadete Didaktiker/Methodiker vor dem Herren. Es kann sein, dass sie unheimlich viel wissen, ihr Wissen aber leider nicht an Mann/Frau bringen können. Es kann sein, dass ihr Wissen veraltet ist. Es kann sein, dass etwas verallgemeinert wird, was einmal gut geklappt hat. Es gibt, meinem Eindruck nach überdurchschnittlich viele, Imker, die recht überheblich daherkommen. Es gibt aber der Göttin sei Dank zu allem auch Gegenbeispiele :) Da hilft echt nur suchen, kritisch hinterfragen - kann das sein?, reflektieren, was ist schief gelaufen, was könnte besser gehen, was hat man selber falsch gemacht? Und dann das nächste Mal besser machen. Stockkarten ordentlich führen, vielleicht als so eine Art Bienen-Tagebuch ansehen.

    Eines ist m.E. jedenfalls sicher: so leicht, wie es derzeit gern dargestellt ist, ist Imkern noch lange nicht. Die Ausbildungsdauer für den Beruf ist m.E. absolut gerechtfertigt. Wenn ich vorher gewusst hätte, was da auf uns zukommt, ich hätte geschaut, dass ich meinen Mann davon abhalte. Aber je, nun isses so also mach ma das beste draus und die Bienen sind ja auch unheimlich faszinierende Geschöpfe. Abgesehen davon, dass unser Honig sowieso der beste ist ;)

    HG

    Monika


    Wir sollten immer daran denken: Im wesentlichen sind unsere Bemühungen auf eine vernünftige, fürsorgliche Pflege beschränkt. (Bruder Adam)