Meine Erfahrung mit totaler Wabenerneuerung im Spätsommer

  • Ich habe bis jetzt 2Kg Apifonda eingefüttert. Mein weiteres Vorgehen war so geplant, dass ich jetzt noch mal 5Kg Apifonda gebe. Ab ca. dem 20. August wollte ich dann 14Kg Apiinvert geben. Auf dem Grundkurs wurde ausgebildet, dass man ein zweizargiges Volk mit ca. 18 bis 22Kg einfüttern sollte.

    Futterteig geht schlecht zum Vorrat bilden. Das geht flüssig viel besser. Da gibt es auch Zahlen dafür und man kann in Etwa überschlagen. Mit Futterteig funktioniert das glaube nicht.

  • Die von dir beschriebene Wabenerneuerung kann nur im Frühjahr oder während der Tracht machen, im Spätsommer geht das nicht; da bauen Bienen Mittelwände nur aus, wenn sie dazu gezwungen sind. Verschiebe deine Bauerneuerung also auf das Frühjahr.

    Gruß Ralph

  • Die von dir beschriebene Wabenerneuerung kann nur im Frühjahr oder während der Tracht machen, im Spätsommer geht das nicht; da bauen Bienen Mittelwände nur aus, wenn sie dazu gezwungen sind.

    Wabenbau geht im Spätsommer problemlos, man muss nur anders füttern, nämlich mit verdünnten Sirup bzw. Zuckerlösung 1:1.

    Andernfalls würde ja die TBE nicht funktionieren.

    Ralph hat aber insofern recht, als man in der Trachzeit MW sehr gut ausbauen lassen kann und dann frischen Wabenbau für den Honig hat.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Nach meiner Erfahrung bauen die im Spätsommer Mittelwände nur dann aus, wenn sie anderenfalls keine Waben haben, auf denen sie sitzen können. Wenn sie dagegen ausreichend Altwaben haben, die ihnen den Platz zum Sitzen bieten, ignorieren sie die Mittelwände. Bei flüssiger Fütterung füllen sie die Altwaben und ignorieren die Mittelwände trotzdem.

    Ich nehme deshalb nach der letzten Tracht zur Bauerneuerung alle Altwaben heraus und setze die Völker auf Mittelwände. Damit das Volk die Mittelwände auch annimmt, stecke ich eine Altwabe dazwischen. Dann wird in kleinen Dosierungen flüssig mit verdünntem Invertzuckersirup gefüttert. Das funktioniert einwandfrei.

    Gruß Ralph

  • Genau so habe ich es auch gemacht, damit die Königin gleich weiter stiften kann. Wenn die Portion zu groß ist, wird jedoch die ausgebaute Mittelwand zügig zum Einlagern genutzt. Nach meiner Erfahrung sind maximal 2l zu geben und dann wieder ein paar Tage zu warten.

    Ich wurde gut erzogen. Keine Ahnung, was dann passiert ist...

  • Kann ich bestätigen. TBE mit Fangwabe (Leerwabe) mittig und 4 - 5 MW in einräumiger Betriebsweise (DD, DNM 1,5) plus Zuckerwasser 1:1. Da wird gebaut, gestiftet und manchmal zuerst die Leerwabe voll gekleistert. Dann muss halt dann die OXS ran....


    Bei noch vorhandenen alten Leerwaben wird dort erst einmal gefüllt, bevor neu gebaut wird.


    Wenn Du, manu_nr MW ausbauen lassen willst, musst Du sie im BR ausschließlich auf MW setzen und z. B. mit 5 kg Zuckerwasser 1:1 füttern (s.o.).

  • Hallo zusammen,


    nun ein praktischer Erfahrungsbericht von mir zu der Angelegenheit.


    Ich habe 4 Wirtschaftsvölker. Bei dreien ging die totale Bauraumerneuerung einigermaßen, bei einem schlecht. Zum Schlechten Volk gleich mehr.


    Fangen wir mit den drei einigermaßen an. Ich habe den unteren BR entnommen und die Bienen von den Waben abgekehrt. Beim späteren Einschmelzen habe ich dann gesehen, dass viele Waben mit Pollen, Futter oder Honig gefüllt waren. Somit habe ich entsprechend Vorräte des Volks „entsorgt“. Das war sicher weder klug noch gut.


    Kommen wir zum Schlechten: Bei meinem vierten Volk arbeitete ich mit der Bienenflucht. Die habe ich vor zwei Tagen aufgesetzt und sie heute runtergenommen. Als Vorbereitung habe ich vor drei Wochen Rauch ins Flugloch gegeben, ging davon aus, dass die Königin in den oberen BR geht und habe je ein Absperrgitter zwischengelegt. Beim Runternehmen habe ich dann gesehen, dass der ehemals untere und nun oben aufgesetzte BR noch randvoll mit Bienen war. Mir schwante schon etwas und der Verdacht bestätigte sich; die Königin befand sich in dem zu der Zeit unteren BR. Beweis waren drei zu je einem Viertel verdeckelte Brutwaben. Nun kehrte ich die Bienen von den Waben und muss natürlich hoffen, dass ich die Königin mit eingekehrt habe.


    Anni Ich kann deine Kritikpunkte jetzt voll und ganz nachvollziehen und werde ebenfalls keine totale Bauraumerneuerung mehr machen. Ich hätte auf deine Erfahrungen hören und den Mist lassen sollen. Na ja, manche Fehler muss man eben selbst mal gemacht haben.


    Viele Grüße

    Manuel

  • Da kann ich nur noch den Kopf schütteln. Liest du eigentlich auch andere Beiträge? Bei solchen Posts wie diesen denke ich, ich brauche hier eigentlich nichts zu schreiben, es ist für die Katz.

    Gruß Ralph

  • Manuel,
    Du beschreibst eine 50%ige Wabenerneuerung, wie sie sonst bei zwei-Brutraum-Betriebsweise im Frühjahr durchgeführt wird:

    ... und der ehemals obere Brutraum wird der untere. Dann wird auf den jetzt unteren Brutraum eine Zarge mit Mittelwänden aufgesetzt. ...

    Das ist natürlich keine totale Wabenerneuerung.

    Bei dreien ging die totale Bauraumerneuerung einigermaßen,

    Wie eine Totale Bau-Erneuerung sinnvoll durchgeführt wird, hat Kleingartendrohn vor geraumer Zeit hier sehr gut beschrieben.

  • Hallo, ich habe wohl die falsche Bezeichnung verwendet. Es war eine 50%Ige Bauerneuerung, keine totale. Dieses Vorgehen wurde auf meinem Grundkurs letztes Jahr so ausgebildet. Da die Ausbildung vom DIB war, bin ich durchaus von einer gewissen Qualität und Praxisrelevanz ausgegangen. Anwenden werde ich diese Methode trotz dem wie gesagt nicht mehr.

  • Anwenden werde ich diese Methode trotz dem wie gesagt nicht mehr.

    Und was stattdessen? Was haben dich die Bienen gelehrt?

    Bleibt mal bitte ruhig. Viele Wege führen nach Rom und und auch zur Bauerneuerung. Bei mir bspw. wird bei jeder passenden Gelegenheit erneuert. Kann man machen, wenn man 2 BR und gleiches Maß in den HR hat (muss man aber nicht;))

    Die Bienen "lehren" einen nur grobe Fehler. Ist man aus der "groben" Lernphase raus, zählen die Feinheiten. Andere würden sagen der Honigkübelindex :)

  • Das sollte Dich lehren, nicht einfach etwas nach Schema F durchzuführen, sondern zeitnah die Einzelschritte dahingehend zu überprüfen, ob diese wie vorgesehen funktioniert haben.

    Es wäre ein leichtes gewesen, drei Tage nach Einlegen der Absperrgitter zu überprüfen, wo die Königin rumturnt. Oder sie überhaupt gleich suchen und händisch z.B mitsamt Wabe dorthin geben, wo sie hinsoll.

    Genauso hättest Du bereits beim Bienenabfegen sehen können, was noch alles in den Waben war. Das merkt man mit Hingucken und am Gewicht. Und nicht erst beim Einschmelzen.

    Geh mal in Dich und denke über den Unterschied zwischen Regeln und Steuern nach. Dort liegt m.E. Dein Problem. Nicht bei mistigen Anleitungen.