Australische Bienen sollen es richten?

  • Hi, Christoph Grüßle,
    schick ihm mal den heutigen Spiegelartikel,
    dann kann er gleich die Pestizide mittesten.
    In sogenannter Quarantäne, ohne Milben, Königinnen züchten
    grenzt an, na ja, da fällt mir kein passendes Schimpfwort ein.
    Das wird ein Leckerli für die Schweizer Milbe.
    Her mit dem Smylie : Brett vorm Kopp
    Gruß
    Helmut

  • die Australier haben in den Gebieten ohne Milben ja auch ihre Probleme! Es gibt dort auch den Deformations-Virus! ohne Varroa!


    Und andere Schäden welche man uns hier als Milbenschäden verkauft!


    Das ist es ja was mich so stört!


    Grüßle

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • ... wer was genaues wissen will, kontaktiere doch einfach mal Thomas Kober. Er ist meist sehr gut informiert. Er war Buki-Imker in Bayern und ist, ich glaube vor 4 Jahren, nach Australien ausgewandert. Dort arbeitet er jetzt als Imker.
    Es war letztes Jahr mal ein guter Bericht über's mkern in Australien im Imkerfreund abgedruckt.


    Jonas

  • Gegen Pestizide sind die dort auch nicht resistent, so wird bei Neonicotinoideinsatz auf den Feldern auch von Schäden bei benachbarten Bienenständen berichtet. Das hat mir ein Australier (Imker) dort berichtet, der die Schäden hatte.


    Prinzipiell haben die dort aber viiiiiiieeeel Platz zum Ausweichen. Da ist es kein Problem, seine Völker woanders hinzuwandern.


    Von irgendwelchen Spielereien mit Genen sollte bei den Honigbienen die Finger gelassen werden, das führt bei unvollständiger Kenntnis der Auswirkungen doch nur in eine weitere Katastrophe. Es wäre schon geholfen, wenn der Pestizideinsatz weiter reduziert würde - dann würden auch die wilden Bestäubungsinsekten und andere Tiere davon profitieren. Schließlich reduziert der Pestizideinsatz die Artenvielfalt auf dem Acker um die Hälfte. 50 %.


    Mit diesem Ansatz wären 50 % der Probleme schon mal beseitigt. Nur läßt sich dabei nichts verkaufen.


    Viele Grüße
    Bernhard

  • Hallo,


    wenn man eventuell einmal von einer anderen Seite aus auf das Projekt schaut,
    dann könnte es auch so aussehen:
    dass es einen großen Vorteil darstellen kann, ohne Varroadruck noch forschen zu können.


    Wenn man sich vorstellt, welche Vielfalt dort bei ggf. wirklich noch urtümlichen Bienen vorhanden ist und welches Potential darin schlummern könnte.
    Man muß bedenken, dass man somit Krankheitseinflüsse und Effekte ohne die Varroa und ohne Einflüsse von den Behandlungsmaßnahmen auf die Bienen beobachten und beurteilen kann. So einen isolierten Blick hat man hier gar nicht mehr.
    Kommt die Varroa dort an, dann bleibt von der Vielfalt her gesehen nicht viel übrig!
    Ich habe es nicht unbedingt so verstanden, dass man in der Genetik in direkter Weise herumrühren ("manipulieren") will, man will Selektion und bestimmte Merkmale finden. Die künstliche Befruchtung soll wohl dem Ausschluß bzw der Überprüfung von bei der Begattung übertragbarer Dinge dienen - das kann man somit im Gegentest herausfinden.


    beetic

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper