Oxalsäure verdampfen erlaubt oder nicht ?

  • Ich habe von einigen Imkerkollegen immer wieder das verdampfen von Oxalsäre empfohlen bekommen.
    Ich kann aber nichts darüber finden ob es nun zugelassen ist oder nicht.


    Gemeint ist das Verdampfen von oxalsäure-Tabletten mit einem elektrischem Verdampfer.http://www.wepaemh.de/images/s…dampfer%2012v%20200px.jpg


    Gruß
    Andy

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von hartmut () aus folgendem Grund: Bitte Urheberrechte achten!

  • Würdest Du höflicherweise Dein Profil ausfüllen, könnte man Dir auch antworten...

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Vielen Dank erstmal für die schnelle Antwort.
    Ist es damit nicht erlaubt, oder handle ich auf eigene Gefahr.
    Denn oxalsäure ansich darf ja zur behandlung verwendet werden.
    Sind der Grund für die Nichtzulassung die Gefahren die für den Imker enstehen können (Anwendungssicherheit).
    Was mir an der Sache gefallen würde wäre die sehr kurze Behandlung.

  • Nicht zugelassene Behandlungen sind verboten, würde ich mal sagen...?


    Woraus ziehst du deine Erkenntnis?
    Aus deinen Kursen?
    Gab es schon mal Strafverfolgungen? Und wenn, mit welchem Ergebnis.
    Wenn alles was nicht zugelassen verboten ist, dann gute Nacht.


    -Uwe
    etwas Fingerspitzengefühl tut allen gut.

    Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jedermann ist überzeugt, dass er genug davon habe. (René Descartes)

  • Hi,
    OS- vedampfen, ist aus Arbeitsschutzgründen nicht zugelassen. Es hat noch keiner Mühe verschwendet, ein Anwendungsverfahren zum Patent anzumelden. Das Pulver ist einfach zu billig und aus Unmengen von Quellen zu beschaffen.
    Ameisensäuredämpfe sind ja so gesund.
    Und dann kann man ja den Leuten noch einreden, dass nur ad us vet das Maß aller Dinge und die Laborqualität böse ist. Das das Zeug´s alles aus einer Anlage kommt und nur unterschiedlich abgefüllt wird, wissen eigentlich die meisten Anwender. Aber man hat ein schlechtes Gewissen, und zahlt lieber Mondpreise (damit man die nächste Lebensmittelkontrolle überlebt, weil die Tester auch an den Weihnachtsmann glauben müssen).
    Erlaubt sind auch Produkte, die nachweislich zu Rückständen und Resistenzen führen, nur da stehen Konzerne dahinter- und die Patente sind leider noch 100Jahre gültig.


    Bienenwohl leider zu billig und zu lange auf dem Markt, da hatte keiner ein Patentinteresse. Die Rezeptur etwas verändert, dem Ding einen neuen Namen geben - jetzt rollt der Rubel aber nur für den Neuerfinder, der erste Erfinder geht leer aus.


    Grüße
    Knäcke

  • Woraus ziehst du deine Erkenntnis?
    Aus deinen Kursen?


    Wir arbeiten mit einem Lebensmittel, ich lehne mich mal aus dem Fenster und behaupte dass sobald man den Honig "in den Verkehr bringt" (und dazu reicht auch schon an die Eltern verschenken) nur mit zugelassenen Mitteln arbeiten darf.

  • Erlaubt - verboten...:roll:


    E-bike erlaubte Geschwindigkeit 25kmh.
    Fahr mal mit 50 in eine Kontrolle...:u_idea_bulb02:

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Bei der Behandlung gegen die Varroose werden Mittel (Arzneien) gegen Krankheiten eingesetzt. Nach deutscher Rechtslage dürfen dafür nur als Tierarznei zugelassene Mittel/Stoffe zum Einsatz kommen. Es scheiden damit die technischen Varianten aus. (Begründung: Reinheit) Es spielt dabei keine Rolle ob diese Stoffe patentiert sind oder nicht. Entscheidend ist, dass für das staatliche Genehmigungsverfahren umfangreiche Dokumente zur Wirksamkeit aus entsprechenden wissenschaftlichen Versuchsreihen vorliegen müssen. Ebenso müssen die Negativwirkungen quantifiziert sein.
    Für die bei uns nicht zugelassene OxS-Verdampfung hat bisher keine Firma Interesse gehabt solch teures Verfahren durchzuführen; denn das Geld kommt nie wieder rein.
    Für ApiLiveVar ist die Zulassung in Deutschland ja auch erst ziemlich neu, mit der Wirkung, dass dieses Mittel jetzt hier apothekenpflichtig und teurer als in Österreich ist; denn die vertreibende Firma will die entstandenen Kosten ja mit entsprechender Verzinsung wieder einnehmen. Also baut man, EU hin oder her, einen kontrollierbaren Vertriebsweg mit Monopolcharakter auf.


    Wolfgang, der Heidjer

    "Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit." (v. Sören Kierkegaard)

  • Denn oxalsäure ansich darf ja zur behandlung verwendet werden.
    Sind der Grund für die Nichtzulassung die Gefahren die für den Imker enstehen können (Anwendungssicherheit).
    Was mir an der Sache gefallen würde wäre die sehr kurze Behandlung.


    Hallo AndyG: täusche Dich da mal nicht, das Mitschleppen einer Autobatterie, das Anschließen, die Wartezeiten ( glaube 10 Minuten) dauern auf das Volk gerechnet länger, als das Träufeln und soll für den Menschen zudem schädlich sein, also benötigt man noch komplette Schutzmaßnahmen :-)




    Wir arbeiten mit einem Lebensmittel, ich lehne mich mal aus dem Fenster und behaupte dass sobald man den Honig "in den Verkehr bringt" (und dazu reicht auch schon an die Eltern verschenken) nur mit zugelassenen Mitteln arbeiten darf.


    Oxalsäure als Solches ist ja zugelassen. Ob man im Honig nachweisen könnte, dass diese verdampft oder geträufelt ist kann man sicherlich nicht naachweisen, zudem die behandlung ja ausßerhalb der Honigsaison statt findet.


    LG: Anni

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Hallo allerseits,


    ein schwieriges Thema, das immer wieder zu kontroversen, aber auch interessanten Diskussionen Anlass gibt:


    Darf ich noch einen draufsetzen?


    Angenommen, ich komme auf die Idee, ein Volk gegen die VArroa mit Mineralwasser zu behandeln. Ein NICHT ZUGELASSENES Mittel! Was passiert dann rechtlich? Macht es rechtlich einen Unterschied, ob ich Mineralwasser verdampfe oder Oxalsäure?


    Gruß
    KME