Das hat Spass gemacht

  • Schönes Ding.
    Man sieht vermehrt Mädels.
    Wie ist bei den Kinners die Perspektive ... ist das eher so ein "good to know" über die Imkerei oder ist das auch eine aktive Neuimkergewinnung?
    Olli

    Alles wird gut - auf jeden Fall!

    Mein Sohn, iss Honig, denn er ist gut; und lass süßen Wabenhonig auf deinem Gaumen sein. (Sprüche 24:13)
    Wenn dich eine Biene sticht, geht fort von hier und schimpfe nicht - Bedenke, dass nur du es bist der dauernd hier im Wege ist.

    Und noch einer: "Live long and prosper keep bees"

  • Hallo !


    Schöner Bericht - Klasse Bilder


    Was mich Interessiert, wie lange hast Du bei den Kindern verbracht ?
    Klappte es bei Klasse 2/3 die Konzentration länger als 2 Schulstunden (1,5h) hochzuhalten ?


    Waren das drei Schulklassen auf einmal, eine Aufteilung in Gruppen gabe es wohl nicht ?


    Gruß
    der Bienen
    Knecht

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Vorigen Sonntag habe ich für einen Kindergeburtstag eine kleine Vorführung mit Bienen für eine kleine Gruppe von Kindern im Alter von 5-6 Jahren gemacht. Für 1 3/4 Stunden. Hier meine Erfahrungen.


    1) Die Gruppe war 7 Kinder groß - und das ist echt schon eine Obergrenze. Denn die Kinder sind in dem Alter natürlich außer Rand und Band, verstärkt durch die Aufregung durch das "Abenteuer Bienen". Wir waren mit 4 Erwachsenen - hätten aber gut doppelt so viele Augen zum Beobachten und dreimal soviele Arme zum Eingreifen benötigt. :wink: Man kann gar nicht so schnell gucken, wie Kinder zum Stockmeißel, Smoker greifen oder vor dem Bienenstock entlang laufen.


    2) Ich habe mehr geplant und vorbereitet, als letztendlich zur Unterhaltung benötigt wurde. Fazit: Je einfacher, desto besser. Schon das Anzünden des Smokers war schon aufregend. Mit Bunsenbrenner, Stichflamme und viel Rauch. :wink: Die größte Begeisterung löste eine Wabe mit Honig aus, in die die Kinder ihre Finger stecken und den Finger anschließend abschlecken konnten. Die Kinder kamen gar nicht mehr mit den Fingern aus der Wabe raus und rannten dorthin immer wieder zurück. Eine Wabe mit verdeckelten Honig ist also schonmal ein echter Bringer.


    3) Gut angekommen ist des Weiteren ein Suchspiel. Das Geburtstagskind war der Bienenkönig und ich habe ihm dann Aufträge an die Suchbienen ins Ohr geflüstert. Unter anderem haben die Kids nach Wasser suchen müssen und mußten daher die Bienen an den drei Bienentränken finden. Oder nach Blüten. Haben sie etwas gefunden, mußten sie zum Bienenstock (ich hatte eine leere Beute als Bienenstock ganz zu Anfang gezeigt - wo leben Bienen...) zurück"fliegen" und dort zusammen den Bienentanz tanzen. Wobei sie sich wild im Kreis drehten. Dann sind alle zusammen zur Wasserstelle oder zur Blüte geflogen und dort haben wir dann die Pflanze bestimmt. Die Kinder haben dann pro Blüte ein Honigglas in die Hand gedrückt bekommen, das sie dann zum Bienenstock gebracht haben. (Beute auf, und das Glas in die Beute "eingespeichert".) So haben sie ein paar von Bienen besuchten Blütenpflanzen kennengelernt - und ihren eigenen Honig "gesammelt". Den sie am Schluß mit nach Hause nehmen durften.


    4) Ich hatte eine ausgebaute Warrézarge und bienenfreie Waben zur Anschauung mit einer Lupe auf einen Tisch gestellt. Und dann Nektar, Honig, Pollen und Bienenbrot erklärt und Bieneneier gezeigt. (Bieneneier kamen gut an.)


    5) Dann ging es an die Völker. Die Kinder mußten sich die Hosenbeine in die Socken stecken und die Kapuzen ihrer Kapuzenshirts überziehen, Hände in die Tasche und die Bienenregeln aufsagen: Keine hastigen Bewegungen, kein Geschrei, kein Schlagen nach den Bienen, keine Biene anpusten, etc.


    Zuerst habe ich ihnen die Fluglochaktivitäten gezeigt. Pollenhöschen und so. Dazu habe ich mich ans Volk gestellt und die Gruppe mußte in einiger Entfernung warten. *Die Kinder kamen dann abwechselnd einzeln zu mir und haben sich neben mich gesetzt, wo sie dann das Flugloch für eine Weile beobachten konnten.


    Dann wollte ich etwas Brut, Bienen und die Königin auf einer Wabe zeigen. Das Wetter war etwas bewölkt und ich merkte beim Öffnen des Volkes, daß die Bienen etwas nervös waren. Ich habe da abgebrochen und bin stattdessen an einen kleinen Königinnenableger gegangen, bei dem die Bienen weniger nervös waren. Die Königin war mit auf der Wabe und alle waren begeistert. Die Bienen blieben auf der Wabe sitzen und die Kinder konnten sie eine Weile bei ihren Aktivitäten bestaunen.


    Soweit ich gehört habe, ist der Ausflug zu den Bienen bei den Kids gut angekommen. :daumen:

  • Jo, kann ich mich nur anschließen: ziemlich cool! Steht zu hoffen, dass der aktuelle Imker"hype" noch mehr Schulen dazu bringt, sich eine kleine Bienen AG zuzulegen oder irgendwas mit den Imkern aus der Region zu machen. Freut mich dass es bei euch so gut geklappt hat :-)

    "Neunzig Jahre in einer Landschaft und in gesegneten frohstimmigen Stunden wird sie der Greis immer noch sehenswert finden, neugierig durchsuchen und Manches entdecken, als sähe er sie zum ersten Male mit reifem Auge."
    - Alexander v. Warsberg, Odysseeische Landschaften.

  • Ja, die Resonanz ist groß wenn man einmal damit anfängt. Ich hab jetzt fürs nächste Jahr schon 3 Kindergärten und 2 Vereine die ich beglücken darf.
    Gruß Norbert

  • Neues Buch erschienen:
    Die Schulimkerei. Planung, Aufbau, Betrieb.


    Das Buch hat 120 Seiten und über 80 Fotos/Abbildungen. Mit Extrateil Unterrichtsideen.


    Über die Autorin:
    Undine Westphal, geboren 1966, ist leidenschaftliche Imkerin und Obfrau für Schul-AGs im Landesverband Schleswig-Holsteinischer und Hamburger Imker e.V.. Sie unterrichtet Bienenkunde im Sachkunde- und Biologieunterricht in der Grund- und Stadtteilschule. Seit 2009 leitet Undine Westphal die von ihr aufgebaute Schulimkerei der Grundschule Bergstedt. Ferner ist sie die Autorin der KID-Seite in der Neuen Bienenzucht (DNB)


    => Hat jemand das Buch schon?

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